Herthaner im Fokus: Hertha verspielt den zweiten Matchball

Herthaner im Fokus: Hertha verspielt den zweiten Matchball

Ein fast ausverkauftes Olympiastadion. Prächtige Sonnenuntergangsatmosphäre, ein Spiel und Ziel wie gemalt für einen großen Abend, der Fans, Spieler und Stadt miteinander hätte verschmelzen lassen können. Es sollte nicht dazu kommen. Gegen den 1. FSV Mainz 05 verliert Hertha BSC letztendlich verdient mit 1:2. Ein Spiel, welches fast schon wieder ein Spiegelbild der gesamten Saison war.

Hertha wieder im 4-2-3-1, aber ungewöhnlich besetzt

Im üblichen 4-2-3-1 stellte Felix Magath das Team zum wiederholten Male auf. Aufgrund des Ausfalls des nicht mehr für die Partie rechtzeitig fit gewordenen Marvin Plattenhardts, stellte Felix Magath Marton Dardai als Linksverteidiger auf. Ein zunächst undefinierbarer Faktor, schließlich hatte das Innenverteidigertalent bisher nicht auf dieser Position gespielt und war wie so viele im Hertha-Team positionsfremd. Weshalb Maximilian Mittelstädt zum wiederholten Male nicht starten durfte, muss hinterfragt werden.

Im Tor stand wieder einmal Marcel Lotka, ansonsten sollte auch der Rest der Verteidigung bestehen bleiben. Auf rechts Peter Pekarik, in der Innenverteidigung Kapitän Dedryck Boyata und Marc Oliver Kempf. Vor der Verteidigung agierten auf der Doppelsechs Santiago Ascacibar und Lucas Tousart. Kevin-Prince Boateng war wie in den letzten Partien im offensiven Mittelfeld zu finden, im Sturm Davie Selke. Auf der rechten Seite des Mittelfelds musste der erkältete Marco Richter ersetzt werden. Vladimir Darida sollte dies tun. Der Tscheche wurde also wie Suat Serdar wie so häufig positionsfremd eingesetzt.

In unserer heutigen Analyse schauen wie auf die verschiedenen positionsfremden Spieler, die hervorragend die katastrophale Kaderplanung dokumentieren. Auf einen kämpfenden Innenverteidiger, die Stürmer und eine schwer zu greifende Art von Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Marton Dardai, Vladimir Darida, Suat Serdar: Verschenkt auf ihren Positionen

Alle drei Spieler sind auf ihren heimischen Positionen hervorragende Fußballer, die jedes Team bereichern können. Marton Dardai war als Linksverteidiger allerdings ein weiteres interessantes Positionsexperiment, welches sich ein Hertha-Trainer in dieser Saison wagte. Weil Marvin Plattenhardt aufgrund seiner muskulären Probleme nicht rechtzeitig fit wurde, sollte Dardai in die Bresche springen. Wieder einmal verzichtete Magath auf Mittelstädt als Linksverteidiger, den er erst nach über einer Stunde für Suat Serdar als linken Mittelfeldspieler einwechselte.

Bevor Marton Dardai angeschlagen ausgewechselt werden musste, spielte das Hertha-Talent immerhin 78 Minuten. Und er machte seine Arbeit in ungewohnter Rolle auch gar nicht schlecht. In der Defensive half er mit drei geklärten Aktionen, wagte vier Tacklings, fing zwei weitere Bälle gegen die Mainzer ab. Sechs seiner acht Zweikämpfe gewann er. 75 Prozent sind für einen Außenverteidiger eine sehr gute Quote. 64 Prozent, also 14 von 22 Pässen kamen beim Mitspieler an. Beim Gegentreffer zum 0:1 in der 25. Minute war er zu offensiv ausgerichtet, konnte keinen Druck mehr auf Silvan Widmer ausüben, dessen Hereingabe zum Schuss wurde und den schwer patzenden Marcel Lotka bezwang. Er zeigt sobald er spielt sein Talent, doch seine Qualität kann Dardai vor allem in der zentralen Defensive ausschöpfen. Aufgrund seiner Stärken am Ball wäre er sogar eine Option für das defensive Mittelfeld, aber auf den Außen ist der Mann einfach verschenkt.

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(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Selbiges gilt für Vladimir Darida und Suat Serdar, die seit Beginn der Saison unter allen Trainern in vielen Spielen positionsfremd agieren mussten. Mit Peter Pekarik stand letztendlich ein einziger gelernter Flügelspieler auf dem Feld. Noch dazu ein alternder, der kaum Dynamik ins Spiel bringen kann. Ein kapitaler Fehler Fredi Bobics in der Kaderplanung.

Beide bemühten sich wie immer um gute Einflüsse ins Spiel der Hertha. Darida verteilte viele Bälle, immerhin kamen 27 seiner 35 Pässe an. Allerdings ist seine Zweikampfquote von 44 Prozent ausbaufähig. Offensivpower konnte er praktisch keine aufbauen. Er war an keiner Torchance beteiligt. Konter über ihn verpufften aufgrund seines geringen Tempos und fehlenden Technik.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Ähnliches muss man über Suat Serdar sagen, der ehe er in der 67. Minute Maximilian Mittelstädt weichen musste, ziemlich blass blieb. Auch er gewann nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. Immerhin kamen neun seiner zwölf Pässe an, doch auch ihm gelang es kaum Szenen in der Offensive zu kreieren, daran änderte auch sein Schlenzer in der 30. Minute nichts.

Marc Oliver Kempf: Der Kampf und die Leidenschaft sind da – aber reicht das?

Marc Oliver Kempf durfte wieder über die vollen 90 Minuten spielen, ehe er kaputt und leer auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions zusammensackte. Es liegt natürlich vor allem an seinem körperbetonten und extrem risikoreichen Spiel, aber oftmals wirkt er wie der einzige Spieler auf dem Platz, der sich wirklich mit der kompletten Härte und Leidenschaft gegen eine Niederlage zu stemmen scheint.

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(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Auch seine Zahlen sprechen zum Teil für ihn. Er konnte sechs Aktionen der Mainzer klären, fing weitere sechs Bälle ab. Achtmal ging er als Sieger aus Zweikämpfen. Damit gewann er 80 Prozent dieser, was für einen Innenverteidiger eine starke Quote ist. 22 seiner 31 Pässe fanden den Mitspieler. Doch trotz seiner 71 Prozent Passquote musste er auch zwölf Ballverluste hinnehmen, die sich gegen die Mainzer glücklicherweise nicht rächten.

Er scheint einer der wenigen zu sein, die mit freiem Kopf spielen. Die Frage ist, ob das im nächsten Spiel gegen eine wesentlich stärkere Dortmunder Offensive reicht?

Davie Selke, Ishak Belfodil, Luca Wollschläger: Zu viel Arbeit für das bisschen Ertrag

Herthas Offensivbemühungen gegen die 05er waren über Strecken sicherlich vorhanden, aber alles andere als wirklich torgefährlich. Wie schon über die gesamte Saison muss der Zufall beim Kreieren von Chancen ordentlich mithelfen. Und möglicherweise würden die Torchancen von eiskalten Stürmern auch ausgenutzt.

Doch die 5. Spielminute sprach Bände. Nachdem Davie Selke in aussichtsreicher Position vor dem Strafraum den Ball von Kevin-Prince Boateng bekam, hätte er sich durchaus noch ein paar Meter vorspielen können. Doch sein vollkommen überhasteter und letztendlich auch qualitativ schwach geschossener Ball rauschte deutlich am Tor vorbei. Es hätte die Eröffnung eines großartigen Fußballspiels werden können. Natürlich, das was Selke gut kann, kann man ihm nicht absprechen. Er reibt sich auf, ackert, nervt Gegenspieler und Schiedsrichter. Ihm gelang es zumindest Ansatzweise für Torgefahr zu sorgen, doch genau das ist die Aufgabe eines Stürmers und es sollte nicht zu Staunen führen. Doch leider tut es das in diesem Jahr bei Hertha BSC.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Er gewann 41 Prozent seiner Zweikämpfe, zog sechs Fouls, verlor zusätzlich elf Mal den Ball. Auch ein Davie Selke hatte schon für bessere Zahlen gesorgt. Immerhin konnte er sein Torekonto auf vier erhöhen. Den Elfmeter zum Ausgleich in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit verwandelte er eiskalt. Doch auch dieses Tor konnten die Berliner nicht für eine Initialzündung oder einen Weckruf für die 2. Halbzeit nutzen. Selke ist sicherlich nicht schuld an dieser Saison, er hängt sich rein wo es nur geht, aber er ist eben auch ein Symptom dieser schwachen Mannschaft. Es ist im Endeffekt bezeichnend für Selke, dass sein Tor in der 89. Minute wegen eines unnötigen Stoßes gegen Aaron aberkannt wurde. Eine extrem harte, aber wahrscheinlich richtige Entscheidung.

Ishak Belfodil und Luca Wollschläger durften ab der 67. Minute bzw 88. Minute ebenfalls noch mitwirken. Während dem Algerier rein gar nichts Zählbares gelingen sollte, konnte der Jungspund in der 89. Minute mit einem Pfostenschuss aufhorchen lassen. Nachdem er sich in Bielefeld nicht traute zu schießen, tat er es gegen die Mainzer. Es war die richtige Entscheidung, Robin Zentner im Tor hätte keine Chance gehabt, doch bekanntlich ist das Glück des Tüchtigen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Versuch.

Die Hoffnung war wieder da und ist es immer noch – Zurecht?

Hertha BSC galt für viele Fans nach der Entlassung von Tayfun Korkut als sicherer Absteiger. Zu schwach, zu tief im Schlamassel, zu wenig Team. Die Hoffnung auf eine Rettung war sehr gering. Und spätestens nach dem schrecklichen Debakel im Derby wollte man sich von allen Hoffnungen auf den Klassenverbleib verabschieden. Doch Felix Magath und Mark Fotheringham haben dem Team Leben eingehaucht. Sie haben die Mannschaft auf ihre geringsten Stärken reduziert, die mit einfachem Fußball Punkt um Punkt sammeln sollte.

Seit dem Derby konnten sieben von neun möglichen Punkten gegen direkte Abstiegskonkurrenten gesammelt werden. Hertha gelang es die Schlüsselspiele fast einwandfrei zu bestreiten. Den Fans wurde lange nicht mehr so große Hoffnung gemacht. In Bielefeld wurde in den letzten Minuten der Sieg aus den Händen gegeben, gegen Mainz schaffte man über die volle Spielzeit nicht einmal in die Nähe des Siegtreffers zu kommen. Auch auf die Schützenhilfe des eigentlich übermächtigen FC Bayern Münchens kann man sich dieser Tage nicht mehr verlassen. Die starke Punkteausbeute aus den letzten Spielen täuscht im Endeffekt nur darüber hinweg, was für eine schwache Saison die Berliner spielen, was die Tabellensituation aber hervorragend zeigt.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Das Spiel gegen Mainz war eigentlich perfekt dafür angerichtet, mit einem einzigen Punkt die Klasse zu halten. Ein fast ausverkauftes Olympiastadion. Dass es auch durch Freikarten dazu kam, geschenkt. Es hätte ein großer Abend werden können, an dem auch Leute, die eben wegen Freikarten ins Stadion gekommen waren, zu echten Fans hätten werden und zukünftig regelmäßig die Mannschaft unterstützen können. So schaffte es die Hertha den Druck nicht stand zu halten und lag nach einer schwachen, nicht bundesligatauglichen Leistung auf dem Rasen.

Auch wenn nach der Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 Ernüchterung herrscht, hat Hertha BSC alles in der eigenen Hand. Gegen Borussia Dortmund am letzten Spieltag würde ein Punkt für die definitive Rettung reichen. Der VfB Stuttgart muss gegen den 1. FC Köln gewinnen um noch die Chance zu wahren, vom Relegationsplatz zu springen. Felix Magath hatte unter der Woche und auch nach dem Spiel gegen Mainz gesagt, dass er seit Wochen mit einem Relegations-Duell gegen den HSV plane und sich diesbezüglich jetzt sogar darauf vorbereiten würde. Sollte es zu dieser Konstellation kommen, müsste man sich als Herthaner wohl dankbar zeigen, dass man die Chance hat, über zwei weitere Spiele den Abstieg zu verhindern.

[Titelbild: Maja Hitij/Getty Images]

Drei Thesen zu Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05

Drei Thesen zu Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05

Bundesliga-Topspiel am 33. Spieltag. Hertha BSC empfängt im Berliner Olympiastadion den 1. FSV Mainz 05 und kann den letzten Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gehen. Nachdem Arminia Bielefeld am Freitagabend gegen den VfL Bochum verloren hatte, ist zumindest schon einmal der direkte Abstieg abgewendet. Auf das Ergebnis der Stuttgarter am Sonntag in München kann und will man sich nicht verlassen, der Klassenerhalt soll vor prächtiger Kulisse im eigenen Wohnzimmer gefeiert werden. Das sind unsere drei Thesen für das Spiel.

Das Spiel wird dreckig

Die Mainzer, deren Saison sich frühzeitig Richtung Mittelfeld ebnete, rutschten in den letzten Wochen in eine Abwärtsspirale, die die guten Leistungen in dieser Saison trübten. Der Sieg gegen die müden und lustlosen Meister-Bayern am letzten Wochenende war dann aber noch die Kirsche auf der im Endeffekt vollkommen akzeptablen Spielzeit.

Gegen die „Alte Dame“ werden die Mainzer versuchen, die großartige Atmosphäre im Stadion zu genießen, das Spiel auf sich zukommen lassen und es nicht nötig haben, die Hertha großartig in ihrer eigenen Hälfte einzuschnüren. Die Berliner müssen das Spiel machen, sich auf ihre Stärken und einfachen Spielzüge verlassen, um etwas mitnehmen zu können. Es wird ein Kampf gegen eine Mainzer Team sein, das Fehler eiskalt ausnutzen wird.

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(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Im Hinspiel ging die Mannschaft mit 0:4 unter. Auch ein Zeugnis der Vercoachung Tayfun Korkuts. Viel zur Spielgestaltung werden die Rheinhessen nicht beitragen, was Hertha das Leben schwer machen wird.

Hertha – Mainz: Das Spiel endet knapp

Wir werden kein Torfestival zu sehen bekommen. Womöglich wird ein einziges Tor das Spiel entscheiden. Keiner wird es wagen ins offene Messer zu rennen und große Risiken einzugehen. Hertha muss sich dringend auf die gefährlichen Mainzer Stürmer einstellen. Ein Siegtreffer von Karim Onisiwo würde leider zu gut ins Klischee der Hertha-Niederlagen passen.

Selbst muss man sich wie in den Spielen zuvor auf einfache Spielzüge konzentrieren, Standardsituationen nutzen und das Glück vor dem Tor erzwingen. Für die Hertha kann das Spiel zu einer Geduldsprobe werden, die Charakter, Disziplin und Psyche fordern wird.


Mit einem Heimsieg zur besten Spielzeit um 18:30 Uhr kann Hertha BSC am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 den Klassenerhalt sichern. Worauf es ankommt, lest ihr hier.


Raffael gegen Hoffenheim, Belfodil gegen Stuttgart und heute…?

In den vergangenen Jahren hat die Hertha eines bewiesen. Mit negativem Druck können die Blau-Weißen umgehen. Der dritte Abstiegskampf hintereinander. Während Herthaner Mannschaften sich immer im Kampf um die internationalen Plätze schwertaten, konnten sie in den unteren Tabellenregionen dem Tod immer wieder von der Klinge springen. So wird es auch gegen die Mainzer sein. Angetrieben von knapp 70.000 Fans müssen die Spieler die Situation positiv annehmen.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Springt der Funken über, kann wie gegen Stuttgart eine großartige Stimmung entstehen, die sich mit dem Kampf und der Leidenschaft des Teams vermischt. Das Potential, den Tag zu einem Goldenen zu machen, ist riesig. Wir werden einen ikonischen Moment für jeden Zuschauer sehen. Ähnlich wie bei Raffaels Lauf auf das leere Hoffenheimer Tor 2012 oder Ishak Belfodil gegen Stuttgart, könnte es auch heute zu einem Moment der emotionalen Explosion kommen.

[Titelbild: Maja Hitij/Getty Images]

Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05: Drei Schlüsselduelle

Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05: Drei Schlüsselduelle

Mit einem Heimsieg zur besten Spielzeit um 18:30 Uhr kann Hertha BSC am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 den Klassenerhalt sichern. Worauf es ankommt, lest ihr hier.

Für die letzten beiden Spiele der Saison hat sich Hertha BSC in eine gute Ausgangslage manövriert. Vier Punkte trennen die Berliner von dem VfB Stuttgart, welcher sich auf dem Relegationsplatz befindet.

Der direkte Abstieg scheint derweil abgewendet zu sein. Nur wenn Arminia Bielefeld die letzten beiden Partien gewinnt und Hertha gleichermaßen verliert, würde Hertha wegen der schlechteren Tordifferenz noch direkt absteigen – ein nicht unmögliches, aber durchaus unrealistisches Szenario.

Selbst ein Punkt gegen Mainz könnte Hertha den direkten Klassenerhalt sichern, insofern der VfB Stuttgart nicht gegen die Ibiza-Partykönige aus München gewinnt. Damit Hertha im eigenen Stadion den Klassenerhalt feiern kann, entscheiden folgende Aspekte:

Das Fünfer-Bollwerk knacken

Seit dem ersten Spieltag glaubt Mainz an die eigene defensive Fünferkette – und das nicht zu unrecht. Mit lediglich 42 Gegentoren haben nur drei andere Teams der Liga (Bayern, Freiburg und Union Berlin) weniger Treffer aus dem eigenen Netz fischen müssen. Defensiv spielt Mainz innerhalb der Bundesliga also Champions League.

Stefan Bell, Alexander Hack und Moussa Niakhate bilden dabei die Säulen der Innenverteidigung. Vor allem die beiden Letztgenannten weisen über die gesamte Saison hin starke Zweikampfwerte auf. Laut Kicker gewann Hack in 26 Spielen insgesamt 62 Prozent seiner Zweikämpfe, Niakhate absolvierte 28 Spiele und gewann insgesamt 60 Prozent seiner Zweikämpfe.

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(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Zum Vergleich Marc Oliver Kempf gewann auf der Berliner Seite lediglich 53 Prozent seiner Zweikämpfe, bei Dedryck Boyata sind es immerhin 58 Prozent.

Trotz guter Leistungen in den vergangenen Wochen wird es Hertha – spielerisch stets limitiert – schwer haben, gegen das Mainzer Bollwerk entscheidend durchzubrechen. Wie das dennoch gelingen kann, folgt im nächsten Abschnitt.

Gleichsam muss Hertha vor allem auf die eigene linke Seite aufpassen: Es ist die Offensivere der Mainzer. Selbst Rechtsverteidiger Silva Widmer bereitete diese Saison fünf Treffer vor. Vor ihm steht Anton Stach, auch er steuerte für Mainz vier Assists bei.

Ein angreifendes Hertha-Mittelfeld

Seit dem 1:0-Sieg gegen den FC Augsburg und vor allem seitdem Felix Magath das Zepter übernommen hat, stehen die Berliner kompakter. Die Verteidigung scheint kein Schweizer Käse mehr zu sein – und endlich schießt das Team auch wieder Tore. Doch das zumeist durch Impulse aus der Verteidigung.

Gegen den VfB Stuttgart bereitete Marvin Plattenhardt das 1:0 per Flanke vor, auch gegen die Arminia aus Bielefeld war es Plattenhardt, der einen Eckball auf Lucas Tousart schlug, welcher per Kopf einnetzte. Doch sollte es eigentlich das Mittelfeld sein, welches Treffer maßgeblich einleitet.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Hier scheint vor allem Suat Serdar auf der linken offensiven Außenbahnen in seinen Fähigkeiten beraubt. Als „Achter“ braucht er das Spielfeld vor sich, um Angriffszüge mit tiefen Pässen klug einleiten zu können und dabei gegnerische Spieler mit seinen Pässen zu überspielen. Als zentraler Mittelfeldspieler gelang ihm das deutlich besser, als auf der linken Außenbahn.

Sich auf Plattenhardts Flanken zu verlassen, wird gegen die dichte Fünferkette der Mainzer aber schwierig. Wichtig wird sein, dass sich vor allem die offensiven Außenspieler der Hertha maßgeblich in die Offensivbemühungen integrieren, sich dann beispielsweise von den eigenen Verteidigern überlaufen lassen, um den Pass zu ihnen zu spielen oder nach innen, in den Strafraum hinein zu ziehen.

Den Strafraum beherrschen

Zwangsläufig wird sich Herthas Stürmer, vermutlich Davie Selke, zumeist allein im Mainzer Strafraum wiederfinden. Damit sich beispielsweise Boateng als Zehner als hängende Spitze leicht versetzt hinter Selke im Sturm integrieren und ebenfalls den Strafraum besetzen kann, ist Herthas Spiel in der Offensive noch zu schwerfällig. Zu sehr wird Boateng als Initiator vor dem Strafraum gebraucht, als dass er sich selbst dort wiederfinden würde.

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(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Allein wird es Selke gegen die drei Innenverteidiger aber schwer haben. Umso mehr muss Hertha auf die „zweiten Bälle“ lauern. Das bedeutet: Im offensiven Spiel muss das Halbfeld vor dem Mainzer Strafraum mit Hertha Spielern besetzt sein. Im Idealfall drängt man die Defensive, auch die Mittelfeldspieler so weit in den Strafraum hinein, das man vor dem Strafraum auf die zweiten Bälle lauern kann.

Zugegeben: Hertha ist nicht Bayern. Mainz allerdings auch nicht – auch wenn es ihnen gelang, den Partywütigen Meister am vergangenen Spieltag zu schlagen.

[Titelbild: Alex Grimm/Getty Images]

Herthaner im Fokus: Offenbarungseid gegen Mainz

Herthaner im Fokus: Offenbarungseid gegen Mainz

Nach zwei durchaus ermutigenden Spielen und vier Punkten, musste die Elf um Cheftrainer Tayfun Korkut zum FSV Mainz 05 anreisen. Hertha wurde von einer Mannschaft erwartet, die letzte Saison nach einem Trainerwechsel wie ein Phoenix aus der Asche aufgestiegen war. Dass solch eine Entwicklung nicht selbstverständlich ist, erfuhren die Berliner am eigenen Leib. Mit vier Gegentoren und null Punkten wurde man nach Hause geschickt und muss sich ein ums andere Mal die Frage stellen, welche Strategie die Vereinsführung eigentlich verfolgt.

Im Westen nichts neues

Es ist traurig, aber eigentlich war die Leistung, die die Mannschaft der alten Dame auf den Rasen brachte, wenig überraschend. Wenig Kreativität, Abstimmungsfehler und kaum Zug zum Tor. Hoffte man auf einen vitalisierenden Trainer-Effekt, man wurde in dieser Nacht eines Besseren belehrt. Tayfun Korkut nahm im Vergleich zum Spiel gegen Bielefeld nur eine Änderung vor und ersetzte Marco Richter durch Lucas Tousart.

Damit wurden Torgefahr, Tempo und Offensivdrang gegen defensive Kompaktheit und Balleroberungen getauscht – zumindest in der Theorie. Dass der Plan von Korkut überhaupt nicht aufging und es Hertha allgemein an Synergien mangelt, zeigt sich am besten, wenn man den Blick nicht nur auf einzelne Spieler, sondern auf Spielerpaare wirft.

Lucas Tousart und Santigao Ascacibar – Defensive gewinnt keine Spiele

Die Qualitäten von Tousart, als auch Ascacibar liegen beileibe nicht im Offensivspiel. Das rächt sich insbesondere dann, wenn beide im zentralen Mittelfeld nebeneinander agieren und keinen Spielmacher vor sich haben, dem sie die Bälle zutragen können. Der Spielertyp des Wasserträgers ist relativ nutzlos, wenn es niemanden gibt, der weiß, was man mit dem Wasser anzufangen ist.

Passend dazu agierten Suat Serdar und Vladimir Darida auf der linken beziehungsweise rechten Seite des Mittelfelds. Entsprechende Verlagerungen auf diese Seite scheiterten aber daran, dass die Qualität von Herthas Außenverteidiger kein Hinterlaufen der eigenen Teamkollegen erlaubt und so aus solchen Situationen selten vielversprechende Aktionen erwachsen können.

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(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Dazu kommt, dass Tousart extrem tief stand und die Ballverteilung fast immer über Ascacibar lief, der mit dieser Position gegen kompakt stehende Mainzer sichtlich überfordert war. Die Heatmap der Spielerbewegung offenbart außerdem, dass Ascacibar überall auf dem Spielfeld aushelfen musste, um Lücken in Herthas Verteidigung zu stopfen. Tousart brachte insgesamt nur 50 Prozent seiner Pässe, sein argentinischer Mitspieler immerhin 64 Prozent an den Mann. Mit diesen Spielen kann aus dem Mittelfeld keinerlei Torgefahr ausgehen.

Dedryck Boyata und Niklas Stark – Die Berliner Mauer (1991)

Die Innenverteidigung, gebildet von Kapitän und Stellvertreter, gehörte zu den meistbeschäftigsten Abteilung in jener Nacht. Gleichzeitig gab sie ein erschreckendes Bild ab.

Bei fast allen Gegentoren stimmte die Zuordnung zu den Gegenspielern nicht. Die so entstehenden Räume wurden von Mainz gnadenlos genutzt. In der 58. Minute ging Stark in bester Kreisligamanier in den Mainzer Karim Onisiwo rein, dass dieser sichtlich angeschlagen ausgewechselt werden musste.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Mit dieser Leistung haben sich weder Stark noch Boyata für weitere Einsätze empfohlen. Die Verantwortlichen bei Hertha werden sich die Leistung von Stark ganz genau angucken und ihre Schlüsse ziehen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und mit Marc-Oliver Kempf soll schon ein potentieller Nachfolger in den Startlöchern stehen.

Ishak Belfodil und Stevan „Nicht-so-tief“ Jovetic

Angesichts der eklatanten Kreativitätsdefizite im zentralen Mittelfeld musste sich Top-Torschütze Stevan Jovetic ein ums andere Mal tief fallen lassen um am Spiel teilnehmen zu können. Wie das Überbrücken des nun leeren Zehnerraumes angesichts tief stehender Teamkollegen und Geschwindigkeitsdefizite von Sturmpartner Belfodil gelingen sollte, wusste auch Jovetic nicht zu beantworten. 56 Prozent Passquote sprechen eine deutliche Sprache.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Dazu kam, dass der Stürmer aus Montenegro in der 30. Minute gegen den sichtlich engagierteren, aber ebenso glücklosen Davie Selke verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Bringt Jovetic wenigstens noch das Potential für spielentscheidende Einzelleistungen mit, sieht das bei Selke ganz anders aus. Spätestens nach diesem Wechsel war klar, dass hier spielerisch nicht mehr viel zu erwarten war.

Insgesamt konnte Hertha lediglich einen traurigen Torschuss verzeichnen. Die fünft schlechteste Offensive der Liga kommt also nicht von ungefähr.

Vladimir Darida und Deyovaisio Zeefuik – Es reicht

Nominal eigentlich voreinander angeordnet kamen sich Darida und Zeefuik immer wieder in die Quere. Das lag vor Allem daran, dass der niederländische Rechtsverteidiger es nicht schaffte, seine Seite ordentlich zu verteidigen. Von zwölf abgefangenen Bällen konnte nur einer auf der rechten Seite erobert werden. Darida war gezwungen, ständig nach hinten zu arbeiten und konnte so noch weniger am Offensivspiel der Mannschaft teilnehmen.

(Photo by Thomas Eisenhuth/Getty Images)

Dass er nach Auswechslung von Zeefuik auch noch den Rechtsverteidiger geben musste, ist ein Offenbarungseid für Herthas unausgewogenen Kader. Es stellt sich die Frage, was ein Zeefuik dem Spiel eigentlich geben kann. Was sind seine Qualitäten, die rechtfertigen, ihn aufzustellen? Er kann weder mit Offensiv- noch Defensivaktionen glänzen, von seiner mangelnden Konstanz ganz zu schweigen. Hat sich Hertha auf der linken Abwehrseite schon die dringend benötige Unterstützung geholt, wartet auf rechts die nächste Herausforderung für die Transferverantwortlichen. 

Was kann dieser Kader?

In der 88. Minute spielte sich eine Situation ab, die symptomatisch für das ganze Spiel war: Nach einem schnellen Konter hatte Myziane Maolida 18 Meter vor dem Tor die Möglichkeit sowohl zu Selke, als auch Krzysztof Piatek querzulegen. Er entschied sich allerdings für die denkbar schlechteste Alternative und jagte den Ball vier Meter über das Tor.

Das Spiel in Mainz erinnerte an dunkle und leider auch jüngere Tage der Hertha. Es ist keine Verbesserung sichtbar, keine Entwicklung. Die Lichtblicke, die sich ab und zu mal zeigen, verblassen angesichts von Schlechtleistungen am darauffolgenden Spieltag wieder. Der Kader ist so unausgewogen und flach zusammengestellt, dass eine konstante Leistung im Grunde genommen unmöglich ist. Man kann sich nur der verzweifelten Hoffnung hingeben, dass Fredi Bobic einen langfristigen Plan verfolgt, der eine weitere schlechte Saison zum elementaren Bestandteil hat.

Friedrich Nitzsche hat einmal gesagt: „Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens.“ Der Mann war kein Hertha-Fan. 

[Titelbild: Alex Grimm/Getty Images]

Hertha vs. Mainz: Fokus auf die Stärken

Hertha vs. Mainz: Fokus auf die Stärken

Was für ein Gefühl, nach sieben Wochen konnten Hertha-Fans das emotionale Hoch nach einem Sieg der „Alten Dame“ endlich wieder einmal erleben. Hertha lieferte einer der besten Saisonleistungen, wenn nicht sogar die bisher beste, ab. Auch wenn dies zugegebenermaßen zu einem Teil an der schwachen Arminia aus Bielefeld lag, die positive Entwicklung der Mannschaft in nicht einmal zwei Wochen seit dem Trainerwechsel ist eindeutig und lässt auf eine eventuell doch versöhnlich verlaufende Saison hoffen. Doch das nächste Spiel wartet schon und wird definitiv nicht leichter als gegen Bielefeld.

Wir wollen einen kleinen Ausblick auf die Partie gegen Mainz 05 werfen und haben uns dafür die Pressekonferenz vor der Begegnung angeschaut.

Korkut: Viel Hertha, wenig Berlin

Viel Zeit, das Vereinsgelände, geschweige denn die Stadt zu erkunden, hatte Tayfun Korkut bisher nicht. Momentan sei für ihn nur die Mannschaft wichtig. Bisher scheint seine Prioritätensetzung zu greifen, verbesserte Hertha sich sowohl in der Art zu Spielen als auch in den Ergebnissen im Vergleich zu den vorherigen Wochen.

Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist auch Arne Friedrich glücklich, aber er betont ebenfalls, dass vor allem die Spielweise die Verantwortlichen an der Hans-Braun-Straße sehr zufrieden mache. Eine Analyse, der sich wohl viele Hertha-Fans so anschließen würden. Der Trainer gibt sich bescheiden und verweist auf die Mannschaft, die aufmerksam und neugierig sei, dadurch auch gut mitziehe.

Die Stärken der Spieler erkennen

Dass dem so ist, kann und sollte man dennoch dem Trainer zu schreiben. Korkut hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, dass die Spieler wieder Spaß am Fußball verspüren, den Ball haben wollen und offensiver agieren als noch unter Pal Dardai. Das Erfolgsrezept des Übungsleiters ist es, sich auf die Stärken des Kaders zu besinnen. Dieser habe schon eher zentrumslastige und tendenziell weniger flügelorientierte Spieler. Doch während sein Vorgänger darauf als Problem verwies, macht Korkut aus der Not eine Tugend und nutzt das Potential seines Kaders besser aus.

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(Photo by Matthias Kern/Getty Images)

Das beste Beispiel dafür liefert Suat Serdar. Während dieser unter Dardai öfter auf den Flügel oder die Sechser-Position ausweichen musste, darf er unter dem aktuellen Chef auf seiner Paraderolle, der Acht, spielen. Korkut beschreibt, dass Serdar sich dort wohler fühle, er Situationen kreieren und mit Tempodribblings oder dem letzten Pass in die Spitze das Spiel positiv beeinflussen könne. Mit den Dingen, die Serdar dabei besser machen könne, beschäftige sich Korkut momentan aber nicht, es gehe darum: „Was kann er? Woran ist er gut?“ Und für den Moment scheint genau dieser Ansatz sehr gut zu funktionieren.

Dass es dazu nicht zwangsläufig eines langen Gesprächs mit jedem Spieler brauche, stellt er am Beispiel von Jovetic dar. Mit diesem hätte er sich noch gar nicht wirklich ausgetauscht, doch wenn der Trainer die richtigen Entscheidungen treffe, sei dies auch eine Art von Kommunikation. Mit Blick auf die Leistungen von Jovetic (Drei Tore in zwei Spielen) scheint Korkut Recht zu behalten.


Gegen Bielefeld gelang Hertha BSC der lang ersehnte Sieg. Kann man gegen Mainz daran anknüpfen? Unsere drei Thesen zum Spiel.


„Jovedil“ – Das neue Berliner Traumduo

Dass Jovetic so glänzt, liegt mit Sicherheit aber auch an seinem neuen Sturmpartner: Ishak Belfodil. Neben dem Trainer ist auch Arne Friedrich begeistert: „Ishak macht das wirklich hervorragend, hat in den letzten beiden Spielen gezeigt, was seine Qualitäten sind“. Dazu müsse aber auch gesagt werden, dass er jetzt fitter als noch zu Saisonbeginn sei. Besonders gefällt Friedrich dabei die Beweglichkeit von Belfodil und die Art wie er die Bälle abschirmt.

Es wird interessant zu sehen, ob Belfodil und Jovetic ihr Pensum in der englischen Woche durchhalten könne, war doch gerade die Fitness eine der Problemzonen beim Stürmerduo. Doch selbst wenn sie nicht die Kraft haben sollten, macht sich Korkut keine Sorgen. Passend zu seiner bisherigen Marschroute schaut er lieber auf das Positive. Und stellt dabei klar: Mit Piatek und Selke, der gegen Bielefeld sein erstes Bundesligator der laufenden Saison schoss, habe man Stürmer auf hohem Niveau, die man einwechseln könne.

Der fordernde Gegner aus Mainz

Dass der Gegner aus Rheinland-Pfalz eine, zumindest gefühlt, sehr starke Saison spielt, ist natürlich auch vor den Augen von Korkut nicht verborgen geblieben. Sie würden mit hoher Intensität und schnellem Umschaltspiel sowohl nach vorne als auch nach hinten auf jeden Fall eine Herausforderung für die Berliner werden.

Gleichzeitig betont er, dass man um die eignen Stärken wisse und mit Sicherheit auch die Mainzer selbst fordern könne. Mit Blick auf die Tabelle könnte er Recht behalten. Obwohl Mainz gefühlt eine deutlich stärkere Saison als die Hertha abliefert, sind es gerade mal drei Punkte, die zwischen uns und dem Tabellenachten liegen. Und nach dem Sieg gegen Bielefeld ist das Selbstvertrauen in der Mannschaft gewachsen.

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(Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Korkut meint: „Es gibt keinen Ersatz für Siege“. Wichtig sei aber, dass man im kommenden Spiel von der ersten Sekunde an das Selbstvertrauen weiter erarbeite. Es wird sich zeigen, ob die Mannschaft dieses Selbstvertrauen zeigt und nutzen kann oder ob sich der Faden der letzten Monate und Jahre durchzieht und man nach ein bis zwei überzeugenden Spielen wieder unerklärlich schlecht spielt. Sollte man in Mainz mindestens einen Punkt mitnehmen, dürfte Korkut sich in seinem Ansatz, auf die Stärken des Kaders zu setzen und weniger auf das Negative zu achten, erneut bestätigt fühlen.

Und vielleicht findet er spätestens nach dem Spiel gegen Dortmund am kommenden Samstag dann auch die Zeit, sich das weihnachtliche Berlin etwas anzuschauen und in dieser Stadt endgültig anzukommen.

Es fehlen: Rune Jarstein, Lukas Klünter, Peter Pekarik
Das Spiel ist am Dienstag um 20:30 live auf sky zu sehen.

[Titelbild: Matthias Kern/Getty Images]