Du kannst, denn du musst Hertha!

Du kannst, denn du musst Hertha!

Nach der peinlichen 1:4-Niederlage gegen Union Berlin sieht sich Hertha BSC am Rande des Abstiegs. Nur noch fünf Spiele bleiben, um auch nächste Saison in der Bundesliga spielen zu dürfen. Ein Weckruf.

Schon wieder Abstiegskampf. Auf die letzten Spiele nochmal alle Kräfte bündeln, sich hinter der blau-weißen Fahne gemeinsam versammeln. Die nächste Stufe in Sachen Support und Willen zünden. Nach den gemütlichen Jahren im grauen Mittelfeld ist man so eine Belastung als Fan weder gewöhnt, noch ist man gewillt, sie zum Dauerzustand verkommen zu lassen.

Bevor Fans aber resigniert die Trikots ablegen (lassen), gilt es dennoch, sich zusammenzuraufen und dem Verein(!) die so dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen. Frei nach dem, Imanuel Kant zugeschriebenen Ausspruch: „Du kannst, denn du sollst.“ Nur soll Hertha nicht nur den Abstieg verhindern, Hertha muss ihn verhindern.

Der so formulierte Anspruch gründet sich nicht aus den sportlichen Ambitionen eines Investors, nicht aus den Eitelkeiten eines Präsidenten und schon gar nicht aus den Visionen eines Sportdirektors. Hertha muss die Klasse halten, weil die Fans und Mitglieder es verdient haben, dass sich jeder Verantwortlicher und jede Verantwortliche den Arsch aufreißt, um dieses Ziel zu erreichen. Ein Vorhaben, was in genau diesem Fall von Erfolg gekrönt sein wird.

Die Pflicht, die Klasse zu halten, besteht nicht um der Pflicht willen. Selbstverständlichkeiten existieren im Fußball nicht. Sie entspringt vielmehr aus dem Engagement all jener Fans, die trotz zwei Jahren Pandemie immer zum Verein standen, die Hertha-Kneipen Retter:innen sind, die seit Jahren für ein neues Stadion kämpfen, und die ihre Freizeit dafür aufbringen, bedürftigen Menschen auf den Straßen Berlins zu helfen. Sie dürfen nicht enttäuscht werden.

Absteigen tut man immer zusammen. Die Klasse halten auch. Die Fans müssen alles geben. Der restliche Verein und die vor allem die Mannschaft müssen nachziehen. Sie können es. Hertha BSC kann es.

[Titelbild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images]

Herthaner im Fokus: Offenbarungseid gegen Mainz

Herthaner im Fokus: Offenbarungseid gegen Mainz

Nach zwei durchaus ermutigenden Spielen und vier Punkten, musste die Elf um Cheftrainer Tayfun Korkut zum FSV Mainz 05 anreisen. Hertha wurde von einer Mannschaft erwartet, die letzte Saison nach einem Trainerwechsel wie ein Phoenix aus der Asche aufgestiegen war. Dass solch eine Entwicklung nicht selbstverständlich ist, erfuhren die Berliner am eigenen Leib. Mit vier Gegentoren und null Punkten wurde man nach Hause geschickt und muss sich ein ums andere Mal die Frage stellen, welche Strategie die Vereinsführung eigentlich verfolgt.

Im Westen nichts neues

Es ist traurig, aber eigentlich war die Leistung, die die Mannschaft der alten Dame auf den Rasen brachte, wenig überraschend. Wenig Kreativität, Abstimmungsfehler und kaum Zug zum Tor. Hoffte man auf einen vitalisierenden Trainer-Effekt, man wurde in dieser Nacht eines Besseren belehrt. Tayfun Korkut nahm im Vergleich zum Spiel gegen Bielefeld nur eine Änderung vor und ersetzte Marco Richter durch Lucas Tousart.

Damit wurden Torgefahr, Tempo und Offensivdrang gegen defensive Kompaktheit und Balleroberungen getauscht – zumindest in der Theorie. Dass der Plan von Korkut überhaupt nicht aufging und es Hertha allgemein an Synergien mangelt, zeigt sich am besten, wenn man den Blick nicht nur auf einzelne Spieler, sondern auf Spielerpaare wirft.

Lucas Tousart und Santigao Ascacibar – Defensive gewinnt keine Spiele

Die Qualitäten von Tousart, als auch Ascacibar liegen beileibe nicht im Offensivspiel. Das rächt sich insbesondere dann, wenn beide im zentralen Mittelfeld nebeneinander agieren und keinen Spielmacher vor sich haben, dem sie die Bälle zutragen können. Der Spielertyp des Wasserträgers ist relativ nutzlos, wenn es niemanden gibt, der weiß, was man mit dem Wasser anzufangen ist.

Passend dazu agierten Suat Serdar und Vladimir Darida auf der linken beziehungsweise rechten Seite des Mittelfelds. Entsprechende Verlagerungen auf diese Seite scheiterten aber daran, dass die Qualität von Herthas Außenverteidiger kein Hinterlaufen der eigenen Teamkollegen erlaubt und so aus solchen Situationen selten vielversprechende Aktionen erwachsen können.

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(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Dazu kommt, dass Tousart extrem tief stand und die Ballverteilung fast immer über Ascacibar lief, der mit dieser Position gegen kompakt stehende Mainzer sichtlich überfordert war. Die Heatmap der Spielerbewegung offenbart außerdem, dass Ascacibar überall auf dem Spielfeld aushelfen musste, um Lücken in Herthas Verteidigung zu stopfen. Tousart brachte insgesamt nur 50 Prozent seiner Pässe, sein argentinischer Mitspieler immerhin 64 Prozent an den Mann. Mit diesen Spielen kann aus dem Mittelfeld keinerlei Torgefahr ausgehen.

Dedryck Boyata und Niklas Stark – Die Berliner Mauer (1991)

Die Innenverteidigung, gebildet von Kapitän und Stellvertreter, gehörte zu den meistbeschäftigsten Abteilung in jener Nacht. Gleichzeitig gab sie ein erschreckendes Bild ab.

Bei fast allen Gegentoren stimmte die Zuordnung zu den Gegenspielern nicht. Die so entstehenden Räume wurden von Mainz gnadenlos genutzt. In der 58. Minute ging Stark in bester Kreisligamanier in den Mainzer Karim Onisiwo rein, dass dieser sichtlich angeschlagen ausgewechselt werden musste.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Mit dieser Leistung haben sich weder Stark noch Boyata für weitere Einsätze empfohlen. Die Verantwortlichen bei Hertha werden sich die Leistung von Stark ganz genau angucken und ihre Schlüsse ziehen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und mit Marc-Oliver Kempf soll schon ein potentieller Nachfolger in den Startlöchern stehen.

Ishak Belfodil und Stevan „Nicht-so-tief“ Jovetic

Angesichts der eklatanten Kreativitätsdefizite im zentralen Mittelfeld musste sich Top-Torschütze Stevan Jovetic ein ums andere Mal tief fallen lassen um am Spiel teilnehmen zu können. Wie das Überbrücken des nun leeren Zehnerraumes angesichts tief stehender Teamkollegen und Geschwindigkeitsdefizite von Sturmpartner Belfodil gelingen sollte, wusste auch Jovetic nicht zu beantworten. 56 Prozent Passquote sprechen eine deutliche Sprache.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Dazu kam, dass der Stürmer aus Montenegro in der 30. Minute gegen den sichtlich engagierteren, aber ebenso glücklosen Davie Selke verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Bringt Jovetic wenigstens noch das Potential für spielentscheidende Einzelleistungen mit, sieht das bei Selke ganz anders aus. Spätestens nach diesem Wechsel war klar, dass hier spielerisch nicht mehr viel zu erwarten war.

Insgesamt konnte Hertha lediglich einen traurigen Torschuss verzeichnen. Die fünft schlechteste Offensive der Liga kommt also nicht von ungefähr.

Vladimir Darida und Deyovaisio Zeefuik – Es reicht

Nominal eigentlich voreinander angeordnet kamen sich Darida und Zeefuik immer wieder in die Quere. Das lag vor Allem daran, dass der niederländische Rechtsverteidiger es nicht schaffte, seine Seite ordentlich zu verteidigen. Von zwölf abgefangenen Bällen konnte nur einer auf der rechten Seite erobert werden. Darida war gezwungen, ständig nach hinten zu arbeiten und konnte so noch weniger am Offensivspiel der Mannschaft teilnehmen.

(Photo by Thomas Eisenhuth/Getty Images)

Dass er nach Auswechslung von Zeefuik auch noch den Rechtsverteidiger geben musste, ist ein Offenbarungseid für Herthas unausgewogenen Kader. Es stellt sich die Frage, was ein Zeefuik dem Spiel eigentlich geben kann. Was sind seine Qualitäten, die rechtfertigen, ihn aufzustellen? Er kann weder mit Offensiv- noch Defensivaktionen glänzen, von seiner mangelnden Konstanz ganz zu schweigen. Hat sich Hertha auf der linken Abwehrseite schon die dringend benötige Unterstützung geholt, wartet auf rechts die nächste Herausforderung für die Transferverantwortlichen. 

Was kann dieser Kader?

In der 88. Minute spielte sich eine Situation ab, die symptomatisch für das ganze Spiel war: Nach einem schnellen Konter hatte Myziane Maolida 18 Meter vor dem Tor die Möglichkeit sowohl zu Selke, als auch Krzysztof Piatek querzulegen. Er entschied sich allerdings für die denkbar schlechteste Alternative und jagte den Ball vier Meter über das Tor.

Das Spiel in Mainz erinnerte an dunkle und leider auch jüngere Tage der Hertha. Es ist keine Verbesserung sichtbar, keine Entwicklung. Die Lichtblicke, die sich ab und zu mal zeigen, verblassen angesichts von Schlechtleistungen am darauffolgenden Spieltag wieder. Der Kader ist so unausgewogen und flach zusammengestellt, dass eine konstante Leistung im Grunde genommen unmöglich ist. Man kann sich nur der verzweifelten Hoffnung hingeben, dass Fredi Bobic einen langfristigen Plan verfolgt, der eine weitere schlechte Saison zum elementaren Bestandteil hat.

Friedrich Nitzsche hat einmal gesagt: „Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens.“ Der Mann war kein Hertha-Fan. 

[Titelbild: Alex Grimm/Getty Images]

Symptomatisch für den Fußball: Kritik zu “11 Leben – Die Welt von Uli Hoeneß”

Symptomatisch für den Fußball: Kritik zu “11 Leben – Die Welt von Uli Hoeneß”

Bei dem Namen Hoeneß werden bei vielen Hertha-Fans Erinnerungen wach. Gab es da nicht mal einen Manager, der so hieß? Es gab sogar zwei. In seinem Podcast „11 Leben – Die Welt von Uli Hoeneß“ taucht der Journalist Max-Jacob Ost tief in die Geschichte des erfolgreicheren Hoeneß-Bruders ein. Herausgekommen ist ein spannende Zeitreise, in der Hertha zwar nur am Rande vorkommt, die aber mit dem heutigen Zustand der alten Dame eine Menge zu tun hat.

Achtung. Dieser Text enthält Spoiler zum Podcast „11 Leben – Die Welt von Uli Hoeneß.“ Lesen auf eigene Gefahr.

11 Leben in 17 Folgen

Was ist der Fußball? Sport, Unterhaltung, Geschäft. Einer, der alle Facetten des Fußballs miterlebt hat und maßgeblich daran beteiligt war, ihn deutschlandweit vom schönen zum profitablen Spiel zu machen, ist Uli Hoeneß. Der ehemalige Bayern-Spieler, Manager und Präsident steht wie kein zweiter für die Entwicklung und Kommerzialisierung dieses Spiels.

Viel wurde über den spiritus rector des modernen FC Bayern geschrieben. Auch Hoeneß selbst hat oft durch polemische und scharfe Äußerungen von sich reden gemacht. Zuletzt wurde wieder viel über und schlussendlich auch mit ihm geredet. In 17 Folgen widmete sich „Rasenfunk“-Moderator und Sportjournalist Max-Jacob Ost der Welt von Uli Hoeneß. Sein Podcast „11 Leben” zählt zu den beeindruckendsten deutschen Podcast-Projekten der jüngsten Zeit. 

Akribisch und hartnäckig arbeitet sich Ost an Hoeneß ab, kommt ihm mal ganz nah, nur um dann wieder weggestoßen zu werden. Wie ein Getriebener verfolgt er diesen Mann, der einen langen Schatten von der Säbener Straße auf ganz Fußball-Deutschland wirft. „11 Leben“ ist gerade deshalb so unterhaltsam, weil man merkt, wie Ost sich in bester Berti Vogtscher Terrier-Manier in das Vorhaben verbeißt, dem Menschen Uli Hoeneß auf die Schliche zu kommen. Man könnte fast meinen, dass Ost versucht, Hoeneß zu entzaubern, die Mediengestalt einzureißen und dem Menschen Hoeneß ins Gesicht zu blicken.

Was hat der denn noch verbrochen?

Dieses Vorhaben gelingt Ost dort, wenn er auf persönliche Anekdoten seiner Interviewpartner zurückgreifen kann. Neben den Wortmeldungen einstiger Weggefährten und Sekundärquellen, bleiben aber oftmals nur die Aussagen, die von Hoeneß selbst getätigt wurden. Damit muss Ost die anspruchsvolle Aufgabe vollziehen, diese Aussagen des Medien-Hoeneß kritisch einzuordnen und von der privaten Person zu trennen. Dabei hilft die Entscheidung, nicht nur das Leben von Uli Hoeneß nachzuerzählen, sondern anhand dessen die Entwicklung des deutschen Fußballs nachzuzeichnen. So können einzelne Aussagen im jeweiligen zeitlichen Kontext verstanden werden.

Es ist wahrscheinlich zu hoch gegriffen, Hoeneß für alle wirtschaftlichen Entwicklungen in der Bundesliga und speziell beim FC Bayern direkt und alleinig verantwortlich zu machen. Sein Einfluss ist zwar enorm, allmächtig ist er jedoch nicht und auch Fortuna hatte sicher das ein oder andere Mal ihre Finger im Spiel. Dass der Halo des Hoeneß‘schen Lebenswerks hell strahlt, bekommt auch Ost zu spüren. Die Geschichte des Genies, das alle Fäden in der Hand hält und die Last des Erfolgs alleine auf seinen Schultern trägt, ist ein verlockendes Narrativ und auch Ost bedient es teilweise, verheddert sich aber so in seiner eigenen Dramaturgie. An diesen seltenen Stellen lässt sich Ost von der Medienfigur blenden und verliert den Anschluss zum Menschen Hoeneß.

Hört man „11 Leben“, bekommt man den Eindruck, dass im deutschen Fußball kein Weg an Hoeneß vorbeiführt – vorausgesetzt, man kreuzt seinen Weg. Es ist bezeichnend, dass Hertha in der Welt von Uli Hoeneß kaum vorzukommen scheint. Sicher, Dieter Hoeneß hat versucht, es seinem Bruder karrieretechnisch gleichzutun, scheiterte aber. Wichtig wird Hertha aber nur, wenn es um die Bestechungsskandale in den 70ern geht und über den etwas anrüchigen Transfer von Sebastian Deisler gesprochen wird. Sonst bleibt Hertha die bekannte graue Maus, unwürdig der Aufmerksamkeit eines Uli Hoeneß. Das Leben des augenscheinlichen Bayern-Allvaters liest sich, wie eine Aneinanderreihung von wichtigen und visionären Entscheidungen. In welche Richtung diese Korrelation wirkt, ob also Hoeneß für die Wichtigkeit verantwortlich ist oder ob er das Narrativ einfach nur geschickt für sich genutzt hat, bleibt offen. Der Medien-Hoeneß würde natürlich Ersteres behaupten.

Von Hoeneß und Hertha

Um den modernen deutschen Fußball zu verstehen, muss man ihn allerdings nicht durch die Augen des Menschen Uli Hoeneß, sondern anhand der Medienfigur Hoeneß analysieren. Die im Podcast vorgenommene Sezierung beider Gestalten erlaubt es, so eine direkte, wenn auch verworrene Verbindung zwischen Uli Hoeneß, dem FC Bayern und Hertha BSC herzustellen.

Die Figur Hoeneß symbolisiert eine Erfolgsgeschichte. Aus der Baden-Württembergischen  Provinz führte er einen einstigen Provinzclub an die Weltspitze, zoffte sich öffentlich mit den Fußballgrößen ihrer Zeit und schaffte es irgendwie sie zu überdauern und zu überleben. Hoeneß steht für die patriachische und anachronistische Seite des Sports – das analysiert Ost treffend. Das Spiel aber ist schneller geworden, Hoeneß hat maßgeblich dazu beigetragen und bereits bestehende Entwicklungen klug für den FC Bayern zu nutzen gewusst. Er hat an den richtigen Stellen sein Fähnchen in den Wind und den Verein so auf Kurs gehalten. Hoeneß hat vorgemacht, wie man nicht nur einen Verein, sondern auch sich selbst erfolgreich vermarkten kann.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Er stellte dabei eine Messlatte auf, die kein anderer Verein in Deutschland langfristig überwinden konnte. Zeigte, dass ein goldener Topf unter dem Regenbogen steht. Hoeneß versprühte nicht nur den Duft angeblich exzellenter Bratwürste, sondern auch des ganz großen Geldes. Es ist daher kein Wunder, dass Andere versuchen, es ihm gleichzutun und damit unbewusst dem Hoeneß’schen Nimbus entgegenhandeln. Hoeneß betonte immer wieder stolz, dass der FC Bayern stets ohne Mäzen oder Investor ausgekommen sei. Im Versuch, sich den Erfolg zu erkaufen und vom Streulicht des Bayerns zu profitieren, unterminieren Investoren in deutsche Vereine aber genau diesen essentiellen Baustein für den Bayrischen Mythos. Das Geld allein nicht glücklich macht und man auch eine starke Identifikationsfigur braucht um die alteingesessenen Fans nicht zu verprellen, kann man nicht nur in der Zusammensetzung der Münchner, sondern auch Berliner Vereinsebene sehen.

Dass der FC Bayern dabei aber das medientaktische Geschick von Hoeneß zur Verfügung hatte, kann man als außerordentliches Glück, aber keinesfalls Selbstverständlichkeit sehen. Genauso wie es zu einfach wäre, allein Hoeneß für den Erfolg der Bayern verantwortlich zu machen, wäre es kurzsichtig anzunehmen, dass es eine unbedingte Erfolgsgarantie der Münchener gäbe.

Der Mann, der Mensch, das Symptom

Erfolg im Fußball funktioniert über das Prinzip des Risikomanagments. Man kann den Sieg nicht erzwingen, nur das Verlieren weniger wahrscheinlich machen. Das gilt auch für das Prinzip Hoeneß und jedes Investment, dass es versucht zu kopieren. Trotzdem schadet aus finanzieller Sicht aber nicht, das Spiel als gigantischen Unterhaltungskomplex zu begreifen und sein Handeln strategisch anzupassen. Das hat Hoeneß verstanden und wie kein zweiter zu nutzen gewusst. Seine Art als „echter Typ“ lässt einen dabei vergessen, dass seine Medienfigur in ein komplexes Netzwerk an Beziehungen eingeflochten ist, die den modernen Event-Fußball ausmachen. Hoeneß fungiert damit als psychoanalytisches Symptom eben dieses Systems.

An dieser Stelle lohnt sich ein Exkurs, wie der Französische Psychoanalytiker Jacques Lacan auf das Symptom im generellen blickte. Extrem vereinfacht gesagt, tritt ein Symptom zunächst als unangenehme Erfahrung zu Tage, sein Ursprung, lokalisiert im innerpsychischen Konflikt ergibt sich erst durch eine nachträgliche Analyse. Gleichzeitig braucht man das Symptom aber auch, man kann sich an ihm reiben und sich dadurch selbst behaupten. Uli Hoeneß wird entweder zum übermächtigen Vater oder zum Totengräber des Fußballs stilisiert. Beides kann nur im System des modernen Fußballs geschehen, in dem er entweder als Garant für totalen Erfolg oder als Begründer gesehen wird.  Die Auflösung des Symptoms kann nur in der Analyse geschehen. Nur so kann seine Bedeutung ergründet werden.

In diesem Sinne ist „11 – Leben“ die Podcast gewordene Psychoanalyse des Symptoms Uli Hoeneß, eines Phänomens, dessen Bedeutung sich erst im Nachhinein feststellen, das viele Menschen brauchen, um ihre Vorstellung des Fußballs aufrecht zu erhalten, aber auf ein grundlegendes und teilweise verdrängtes Problem verweist.

Seine Person und sein Auftreten ist sicher nicht für jeden erträglich und leitet sich direkt aus dem zeitgenössischen Horse-Race Sportjournalismus ab, es ist aber gleichzeitig unbedingt notwendig, damit die Illusion des „echten“ Fußballs aufrechterhalten wird. Ohne das Symptom, das das eigentliche System eigentlich unterminiert, kann das System aber nicht bestehen bleiben – es würde unerträglich werden und schließlich zusammenbrechen. Man stelle sich vor, dass statt seiner da ein glattgebügelter Managertyp, der Fußball nie gelebt hat, im Doppelpass sitzen würde. Für viele Fans ist es sicher nicht schön, dass Hoeneß da ist, seine Abwesenheit wäre aber viel schlimmer. Menschen wie Hoeneß aus dem System Fußball zu entfernen, würde bedeuten, dass dieses System endgültig in seiner ganzen Verkommenheit entblößt würde. Dieser Umstand wird nicht gerade dadurch einfacher, dass Hoeneß selbst dazu beigetragen hat, dass es soweit kommen konnte.

Der Mensch im Podcast

Uli Hoeneß ist so komplex, wie jeder andere Mensch auch. Teil dieser Komplexität ist eine recht unterkomplexe Medienfigur, die sich an vielen Stellen mit dem Menschen Hoeneß in die Quere kommt. Man sollte nicht den Fehler machen, zu denken, dass das eine ohne das Andere existieren, geschweige denn die gleichen heftigen Reaktionen hervorrufe könnte. Ost gelingt es in „11 – Leben“ die beiden Teile zu trennen, dann aber zu einem stimmigen Gesamtbild wieder zusammenzusetzen. Der Mensch Uli Hoeneß ist die Figur, die Figur ist der Mensch.

Schlussendlich wäre vieles im deutschen Fußball ohne Uli Hoeneß’ Zutun wohl anders verlaufen. Dennoch steht seine Person stellvertretend für einen Prozess, in dessen Verlauf auch die aktuellen Entwicklungen um Hertha BSC zu verorten sind. Das Hertha irgendwann aber zu einem zweiten FC Bayern wird, ist aber unrealistisch. Dafür fehlt der alten Dame ein Uli Hoeneß.

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Ende mit Schrecken und Schrecken ohne Ende

Ende mit Schrecken und Schrecken ohne Ende

Viele Baustellen, viel Kapital, viele Erwartungen. Das Transferfenster schien die ideale Gelegenheit zu sein den langersehnten großen Sprung nach vorn zu tun. Was bleibt ist verbrannte Erde, verspieltes Vertrauen und ein Kader, der noch schlechter aufgestellt ist als letzte Saison

Große Namen, kleine Ergebnisse

Wie immer in der post Windhorst Zeit, war Hertha in der Transferzeit mit großen und mittleren Namen des Fußballgeschäfts in Verbindung gebracht worden. Neu hingegen war, dass sich Investments erstmals auch ausgezahlt haben. Cunha und Cordoba wurden beide gewinnbringend verkauft und sorgten für ein sattes Transferplus. Corona hin oder her, die 50 Millionen, die so erzielt werden konnten in Kombination mit der letzten Tranche des Tennor-Investments mussten dringend in neue Spieler investiert werden. Das war dringend nötig. Und ist es leider immer noch.

Keine Flügelspieler, Außenverteidiger ohne taktische oder technische Finesse, eine Offensive mit gewaltigem Potential, aber ohne Konstanz. Dazu ein Kreativitätsdefizit und der schon fast traditionelle Abgang eines jungen, vielversprechenden Talents. Der Kader von Hertha wies mehr Baustellen auf als ganz Berlin. Und wie es nun mal Usus in der Hauptstadt ist, baulich, wie auch sportlich: Millionen werden investiert; Verbessern tut sich nichts.

Täglich grüßt das Umbruchtier

In Erinnerung bleibt der Ladebalken, dessen Verharren bei 22% man nur mit der Inkompetenz der Verantwortlichen oder ausgeprägten sadistischen Neigungen der Selbigen erklären kann. Ist man sich nicht sicher, ob der Computer gerade abgestürzt ist, hat man wenigstens noch die Wahl über STRG +  ALT + ENTF einen Neustart einzuleiten.

Hertha-Fans begeben sich nun panisch auf die Suche das Äquivalent dieser Tastenkombination bei ihrem Verein zu finden, nur um schockiert festzustellen, dass sie sich seit nunmehr drei Saisons in einer Zeitschleife von misslungen (Deadline)Transfers, gescheiterten Umbrüchen und zerstörten Hoffnungen befinden.

Koan neuer Leader

Investor Lars Windhorst ließ immer verlauten, dass er eine langfristige Partnerschaft mit Hertha anstrebe. Das diese Worte nur etwas wert sind, wenn sportlicher Erfolg dahintersteht, dürfte jedem klar sein. Langfristiger Erfolg bedeutet auch, dass man nachhaltig investiert. Spieler holt, die eine Mannschaft auf Jahre hin prägen können.

Stattdessen bediente man sich in der Riege der Alt-Herrenmannschaft. Das kann kurzfristig helfen, wenn man aber parallel seinen ganzen Kader ausverkauft, bleibt die Frage, welche Spieler überhaupt noch von der Erfahrung der Alt-Stars profitieren können.

Peinlich und enttäuschend

Der verkorkste Social-Media-Auftritt Herthas hat das Versagen der sportlichen Führung eindrucksvoll für die Nachwelt festgehalten. Man kann jetzt schon die Gehirne der Redakteure rattern hören. Welche gehässige Schlagzeile wird von der katastrophalen Misskommunikation Kunde tun? „Big-Ladebalken-Club“ oder doch „22 Prozent jagen einem Spieler hinterher“? Vielleicht hat Hertha ja auch seine Millionen in Anteile von WUMMS und FUMS gesteckt und liefert deshalb so zuverlässig Content für diese Satire-Seiten.

Unterm Strich kann man eigentlich gar nicht sauer auf Hertha sein. Man muss eher wütend das eigene Spiegelbild anschreien, warum man zugelassen hat, erneut enttäuscht zu werden.  Man wähnt sich wie in einer dieser Sitcoms, in denen über 16 quälend lange Staffeln zwei Charakter immer wieder knapp aneinander vorbei leben, obwohl es klar ist, dass sie füreinander geschaffen sind. Das geschieht nicht aus dramaturgischen Gründen, sondern weil man auch noch den letzten Cent aus der Aufmerksamkeit der Fans herausquetschen will. Es ist klar, dass nach sieben Staffeln die Zuschauer:innen schon soviel investiert haben, dass sie jetzt unbedingt wissen wollen, wie es ausgeht.

Die Enden dieser Serien sind meist enttäuschend, unbefriedigend und schlecht konstruiert. Man hat also die freie Entscheidung, ob man sich statt „The Big Bang Theory“ nicht einfach den Kader von Hertha und seinen Entstehungsprozess anguckt.

[Titelbild: IMAGO]

Alte Liebe rostet

Alte Liebe rostet

Wieder hat ein junger Spieler den Verein, trotz hervorragender Aussicht auf Spielzeit verlassen. Wieder bleibt man als Fan ratlos zurück und fragt sich: Woran hat es gelegen? Über das Zusammenspiel von Geld, Jugend und all jenen, die davon profitieren. 

Warum wird man Fan?

Warum wird man Fan? Viele von uns können an dieser Stelle sicherlich die klassische „Papa-hat-mich-eines-Tages-ins-Stadion-mitgenommen“ Geschichte erzählen, die dazu führte, dass man sein Herz an die alte Dame aus Charlottenburg verlor. Das so begründete Fan-Sein, es schein ein Bund fürs Leben zu sein, eine Verbindung, von der man sich nie ganz lösen kann und die sich gerade dadurch auszeichnet auch in schlechten Zeiten seinen Verein zu unterstützen. Einmal Herthaner, immer Herthaner.

Dieses Motto wird nicht nur von vielen Herthanern eindrucksvoll gelebt, sondern findet sich aktuell auch in der Struktur des Vereines wider. Wir haben an dieser Stelle schon viel über die selbstverschriebene „Hertha-Kur“ gesprochen. Fest steht: Aus der Geschäftsstelle in der Hanns-Braun-Straße weht nicht nur der Wind der Veränderung, sondern auch ein gehöriger Stallgeruch.

Neue Spieler, alte Probleme

Dárdai, Bobic, Friedrich, Prince, Zecke, Mittelstädt, Torunarigha und neuerdings auch Dirkner, Werthmüller oder Michelbrink. All das sind Namen von ehemaligen und aktiven Spielern, die eine besondere Bindung zum Verein haben. Entweder, weil sie von ihm ausgebildet wurden und hoffnungsvolle Talente waren/sind oder weil nach anderen Stationen sich dazu entschieden haben, zu Hertha zurückzukehren. Im Verein herrscht auf jeden Fall ein riesiges Identifikationspotential. Das gilt sowohl für die Fans, die sich in Zeiten des modernen Event-Fußballs an Beispielen realer Vereinstreue erfreuen können, aber auch für junge Spieler, die aufgrund von einer gewissen Durchlässigkeit, die Chance haben für den Verein zu spielen, zu dessen Spiel sie ihr Vater irgendwann mal mitgenommen hat.

Vor diesem Hintergrund kommen andere Namen einem wesentlich schwerer über die Lippen. Ich spreche von Netz, Samardzic, Schorch, Regäsel und noch vielen weiteren Beispielen, bei denen die Identifikationskraft scheinbar nicht ausgereicht hat, um sie im Verein halten zu können. Die Liste ist lang und die Geschichte scheint sich oft zu wiederholen. Letztlich kann man über die genauen Hintergründe dieser Abgänge von jungen Talenten oftmals nur spekulieren.

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Foto: IMAGO

Selten äußern sich die Verantwortlichen so deutlich, wie jüngst im Fall Netz und selbst wenn bleibt beim beobachtenden Fan stets der schale Geschmack im Mund zurück: Wenn ich mich für meinen Verein bedingungslos aufopfere, warum tun das nicht auch die Spieler, besonders die, die Hertha so viel zu verdanken haben?

Man hat nur eine Karriere

An dieser Stelle muss man erstmal auf eine gewisse Asymmetrie im Vereinsverhältnis hinweisen. Natürlich können Jugendspieler Fan ihres Heimatvereins sein und schon ewig in der viel zitierten Vereinsbettwäsche geschlafen haben. Über diesen Teil ihrer Identität hinaus, sind sie jedoch auch Angestellte eben jenes Vereins und ihr Job ist nicht der des Ticketverkäufers, sondern der des Profifußballers, mit all seinen Tücken und Spielarten. Es muss nun abgewogen werden. Zwischen den positiven Gefühlen, Erinnerungen und Träumen „seinem“ Verein gegenüber und zwischen klugen Karriereentscheidungen auf der anderen Seite.

Natürlich möchte man seinem Verein etwas zurückgeben, verfolgt man aber das ehrgeizige Ziel Profifußballer zu werden, muss man viele harte und einschneidende Schritte gehen. Liebe und Erfolg schließen sich hier teilweise aus. Das das nicht immer so sein muss und sich trotzdem seiner Wurzeln bewusst sein kann, zeigen die Beispiel der Bender-Zwillinge, die nach ihrer Profikarriere für ihren Heimatverein in der Kreisklasse auflaufen oder das von Ilkay Gündogan, der seinem ersten Verein einen neuen Kunstrasenplatz spendete.

Abgänge muss man sich verdienen

Vereine und Fans sind durchaus gewollt, einen jungen Spieler gehen zu lassen und auch stolz darauf, dass ein potentieller Weltstar bei ihnen das erste Mal gegen einen Ball getreten hat. Doch für diesen Passierschein muss der Spieler sich erstmal um den Verein verdient gemacht haben. Es sollte eine einfache Rechnung sein: Der Spieler ruft seine Leistungen ab, wird dafür üppig bezahlt und bejubelt, wenn der Verein dem Spieler zu klein geworden ist, wird er mit Handkuss und möglichst gewinnbringend verabschiedet. Das Ganze läuft solange geschmeidig, insofern sich jede Partei an ihre Rolle hält. Fans jubeln, Spieler spielt gut, Verein bezahlt.

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Foto: IMAGO

Diese Vereinbarung ist allerdings sehr fragil, weil einseitig aufkündbar. Was folgt ist meist Irritation und Zorn. Besonders in Zeiten, in denen Ablösesummen und Gehälter immer weiter steigen, reicht der Wink mit dem Euroschein um die Mé·nage-à-trois aus Verein, Spieler und Fans zu zerstören. Dass das so einfach ist, hängt mit der schon erwähnten Asymmetrie zusammen. Man stelle sich vor, dass einem mehr Geld für den gleichen Job geboten wird. Wer würde da Nein sagen? Klar, Idealisten gibt es immer wieder und Umzüge in andere Städte sind lästig, aber Fußballromantik alleine zahlt nicht die Tankfüllung vom AMG. Das der Mercedes dabei nicht unbedingt vom Spieler selbst gefahren werden muss, sondern auch seine Familienmitglieder und Berater vom Talent der Sportler profitieren wollen, ist die eigentliche Obszönität des Ganzen.

Von fremden Träumen profitieren

Es liegt nahe, den ganzen Zorn beim Spieler zu lassen, sich darüber zu ärgern, dass er auf schlechte Berater und gierige Hintermänner hereingefallen wäre oder sich einfach zu wichtig nimmt. Tritt man jedoch einen Schritt zurück, dann sieht man die Absurdität des Ganzen Systems, in dem 17,18,19-Jährigen, die teilweise nicht mal Autofahren oder Alkohol trinken dürfen, die Verantwortung übertragen wird, die finale Verantwortung millionenschwere Entscheidungen zu treffen. Bei aller nachvollziehbaren Wut: diese Spieler sind jung und bekommen ein Maß an Aufmerksamkeit und Geld, das eine gehörige Portion Reife, Erfahrung und Stabilität erfordert. Sie machen Fehler. Auf und neben dem Platz.

Wir haben hier junge Menschen, die ihren Traum leben und dafür absurd gut bezahlt werden, die allerdings auch die Hoffnungen und Erwartungen ihrer Familien schultern müssen und seit frühster Kindheit darauf getrimmt werden, konstant Leistungen zu erbringen. Es gibt genug Geschichten, in denen Eltern ihren Beruf freiwillig aufgegeben haben, nur um ihr Kind in seiner Sportkarriere zu unterstützen. Es wird bewusst in Kauf genommen, dass junge Spieler eine gewisse Form- und Beeinflussbarkeit haben, die im Zweifelsfall böswillig ausgenutzt werden kann und sich auch gnadenloser Selbstüberschätzung niederschlägt.

Der schale Abgang

Fans sind keine Spieler und Spieler, die zwar Fans sind, sind vorrangig nun mal Spieler. Auch wenn sich viele Fans nach Fußball-Romantik sehnen und sie auch noch vereinzelt auffindbar ist: Das System ist von innen verfault und es ist dieses verfaulte System, in dem Identifikation mit Geld aufgewogen wird. Eine gewisse Portion Realismus ist deshalb angebracht, auch wenn es weh tut. Selbst wenn Geld nicht stinkt, den Stallgeruch scheint es trotzdem zu übertünchen. Dieses Phänomen ist enorm frustrierend.

Foto: xSebastianxRäppold/MatthiasxKochx/IMAGO

Es bleibt der schale Nachgeschmack. Abgänge junger Talente, die durchaus eine Zukunft im Verein hatten sind auf mehreren Ebenen schade. Schade, weil ihnen die Chance genommen wurde zur Vereinslegende zu werden. Schade, weil der Ruf des Geldes ihnen mitunter eine vielversprechende Karriere verbaut. Schade für kleine Verein mit guter Jugendarbeit, weil sie nicht von ihrer harten Arbeit profitieren können. Es ist schade für einen Sport, in der Jugend zur Ware wird und vor Allem ist es schade für die Fans, weil es zunehmend schwerer wird, diesem Spiel guten Gewissens seine Zeit und Energie zu opfern. Warum sollte ich jemandem zu jubeln, der beim nächsten Scheck weg ist?

Hoffnung macht – neben den Fällen, in denen Geld egal zu sein scheint – dass auf jeden Abgang und jedes gescheiterte Talent, mindestens zwei Kinder kommen, die von ihren Eltern mit ins Stadion genommen werden, sich dort auf den Platz träumen und es irgendwann mal besser machen können.   

[Foto: nordphotoxGmbHx/xEngler/IMAGO]