Mit der Aktion „1892 Liter Wasser“ wollen Fans von Hertha BSC den Obdachlosen und Bedürftigen Berlins in den so heißen Sommerwochen dringend benötigtes Wasser, aber auch Hygiene-Artikel und Kleidung zukommen lassen.

Am vergangenen Freitag waren es 35 Grad in Berlin – Eine Nachricht, die nach den zuletzt schon so heißen Wochen womöglich für Stöhnen gesorgt hat. Neben dem regelmäßigen Aufsuchen eines schattigen Plätzchens war auch das Trinken von Wasser wichtig, um sich vor der Hitze schützen zu können. Letzteres ist den Obdachlosen und Bedürftigen der Stadt allerdings aufgrund eines akuten Wassermangels nicht ohne weiteres möglich gewesen. Für Abhilfe will „1892 Liter Wasser“ sorgen – eine Aktion, die von Fans des Berliner Bundesligisten Hertha BSC vor knapp über einer Woche ins Leben gerufen wurde und das Ziel hat, diesen Menschen Wasser zukommen zu lassen. „Ohne großen Apparat kann die Hilfe schnell und direkt ankommen. Das Ziel von 1892 Liter bezieht sich auf das Gründungsjahr von Hertha BSC, letztendlich sind wir alle Hertha-Fans. Diese Zahl stellt aber kein unbedingtes Ende dar, wenn wir mehr Wasser verteilen, umso besser“, erklären Rémi Dubail, Initiator der Aktion, und Inis Heidekrüger.

Auch Hertha hilft

„1892 Liter Wasser“ wurde vom Hertha-Fanklub „Axel Kruse Jugend“ ins Leben gerufen, mittlerweile haben sich 13 Helfer*innen für die Initiative gefunden. „Es ist zwar ein Projekt der Axel Kruse Jugend, wir sind aber offen für die Zusammenarbeit mit anderen Fanclubs. So unterstützt uns beispielsweise auch der Fanclub Fanhaus 1892 e.V.“, berichten Rémi und Inis. Auch der Bundesligist selbst greift unter die Arme: „Außerdem wurden von Hertha BSC z. B. T-Shirts, Shorts und Unterwäsche angeboten, die wir gleichzeitig mit dem Wasser verteilen können und werden.“ Darüber hinaus hat der Verein vor wenigen Tagen einen Transporter zur Verfügung gestellt. Neben dem Hauptziel, vor allem Wasser an die Bedürftigen zu verteilen, sind auch Sachspenden wie Hygiene-Artikel oder frische Kleidung sehr willkommen. Wie für den äußerst digital auftretenden Fanklub üblich wirbt die Aktion auch aktiv auf Social Media. Die Reaktionen seien „sehr positiv! Wir veröffentlichen unsere Arbeit als @1892literwasser auf Facebook, Twitter und Instagram. Manche begrüßen unsere Arbeit, weitere signalisieren ihre Bereitschaft zu helfen, andere wollen „anpacken“. Jede/r reagiert unterschiedlich, je nach den Möglichkeiten.“

Spenden von Privatpersonen und Geschäften

Aktuell stammen die Spenden vor allem von den Helfer*innen selbst, aber auch von „Getränkegeschäften wie ‚Mein HOFFI im Gräfekiez‘, das seine Unterstützung sofort zugesagt hat.“ Darüber hinaus sei man dabei, Sammelorte einzurichten, die bald über Social-Media-Kanäle bekannt geben werden. Hilfe kommt aber auch zufällig zustande, wie sich am vergangenen Dienstag zeigte: Die Helfer*innen wollten gerade in einem Lidl am Kottbusser Tor acht Sechserträger Wasser nachkaufen. Vor dem Eingang trafen sie einen Mann im Hertha-Trikot, dem sie von der Aktion erzählten, woraufhin dieser spontan die Acht Wasserträger bezahlte.

„Wie krass seid ihr denn?“

„Wir sind alle begeistert, wie schnell und wie viel innerhalb der kurzen Zeit auf die Beine gestellt wurde“, zeigen sich Rémi und Inis stolz. „Der Stein ist von Freiwilligen ins Rollen gebracht worden, jeder bringt sich je nach Zeit, Fähigkeiten und Möglichkeiten ein.“ Und das Angebot wird von den Obdachlosen und Bedürftigen dankend angenommen. „Einer sagte uns: „Wie krass seid ihr denn?“ – Das war schön und ist den Schweiß und die Mühe wert!“ Während Hertha-Fans bereits seit Jahren mit der Aktion „Hertha wärmt“ für die Bedürfnisse Obdachloser im Winter Spenden sammeln, hat sich mit „1892 Liter Wasser“ nun also auch das Sommer-Pendant gefunden. „Das Wichtigste für uns ist, wie diejenigen, denen wir helfen wollen, darauf eingehen. Die Funken in den Augen sind unser Lohn.“

„Wir sind alle begeistert, wie schnell und wie viel innerhalb der kurzen Zeit auf die Beine gestellt wurde“, zeigen sich Rémi und Inis stolz. „Der Stein ist von Freiwilligen ins Rollen gebracht worden, jeder bringt sich je nach Zeit, Fähigkeiten und Möglichkeiten ein.“ Und das Angebot wird von den Obdachlosen und Bedürftigen dankend angenommen. „Einer sagte uns: „Wie krass seid ihr denn?“ – Das war schön und ist den Schweiß und die Mühe wert!“ Während Hertha-Fans bereits seit Jahren mit der Aktion „Hertha wärmt“ für die Bedürfnisse Obdachloser im Winter Spenden sammeln, hat sich mit „1892 Liter Wasser“ nun also auch das Sommer-Pendant gefunden. „Das Wichtigste für uns ist, wie diejenigen, denen wir helfen wollen, darauf eingehen. Die Funken in den Augen sind unser Lohn.“

[Foto: IMAGO]