Drei Thesen zu: Hertha BSC gegen Bayern München

Drei Thesen zu: Hertha BSC gegen Bayern München

Die massive Enttäuschung der Pokal-Derbyniederlage im eigenen Stadion ist gerade mal vier Tage her und Hertha BSC muss gegen keinen Geringeren als Rekordmeister Bayern München antreten. Eine Mammutaufgabe, denn die formschwachen Berliner brauchen gegen die Bayern einen ausnahmslos perfekten Tag, um etwas Zählbares mitzunehmen. In Anbetracht der verlorenen Stadtmeisterschaft und der damit verbundenen Stimmung keine guten Voraussetzungen für das Spiel gegen den stärksten Gegner der Saison.

Doch Zweckoptimismus kann in den schwersten Situationen helfen. Auch wenn es nicht einfach war, Hoffnungsschimmer für die kommende Partie zu finden. Hier sind drei ansatzweise positive Thesen für das Spiel gegen Bayern München.  

These 1: Hertha geht gegen Bayern nicht baden

Eine steile These, die gleichzeitig nicht besonders viel Vorfreude auf das kommende Spiel macht. Aber gegen Bayern ist die Wahrscheinlichkeit immer hoch, eine richtige Packung zu kassieren. Das wird am Sonntag nicht passieren.

Anders als im Hinspiel sieht Hertha gegen den Tabellenführer und andere Topteams besser aus als erwartet. Nicht zuletzt gegen die Dortmunder ist es der Mannschaft gelungen, eine gute Leistung zu zeigen und die Punkte sogar in Berlin zu behalten. Die Mannschaft steht jetzt mit einem Punkt aus den ersten drei Pflichtspielen in der Rückrunde mit dem Rücken zur Wand und wird dieser Form trotzen.

hertha bayern
(Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Niemand rechnet mit einer Leistungsexplosion. Niemand rechnet mit einem Sieg. Ein passender Moment, denn unter unmittelbarem Druck zerbrach die Mannschaft in dieser Saison oft. Ohne hohe Erwartungen wird Hertha befreiter aufspielen.

These 2: Jovetic und Belfodil werden das Offensivspiel wiederbeleben

Wenn zwei Spieler in der Offensive diese Saison für Gefahr gesorgt haben, dann unser Dreamteam aus Stevan Jovetic und Ishak Belfodil. Doch der verletzungsanfällige Montenegriner fiel in den letzten vier Spielen aus und auch Belfodil musste Corona-bedingt aussetzen.

Dementsprechend wenig inspirierend und eher planlos sahen viele offensiven Bemühungen in den letzten Spielen aus. Jetzt sind beide wiedervereint und im Gegensatz zur wackeligen Defensive macht die personelle Situation vorne wieder mehr Hoffnung.

(Photo by Matthias Kern/Getty Images)

Gegen Upamecano, Süle und Neuer wird es besonders schwer, für Gefahr zu sorgen. Doch die Harmonie und Abstimmung zwischen den beiden Offensivakteuren könnte ein Lichtblick für die Blau-Weißen sein, um entscheidende Nadelstiche bei den Münchnern zu setzen.


Nach dem verlorenen Derby wartet mit dem FC Bayern eine Herkulesaufgabe auf Hertha BSC. Wir analyisieren, worauf es in der Partie ankommt.


These 3: Der falsche (richtige) Zeitpunkt

Die Hoffnung durch die beiden Rückkehrer ist aufgrund des Zeitpunkts des Spiels schnell verflogen. Möchte man meinen. Nach zahlreichen Corona-Fällen im Kader der Bayern stehen Sané, Upamecano, Kimmich und Neuer wieder voll zur Verfügung. Spieler wie Tolisso machen weitere Ausfälle vergessen. Nachdem die Bayern den halben Kader mit Jugendspieler auffüllen mussten, sind viele wichtige Säulen zurück – zum falschen Zeitpunkt, pünktlich gegen die Hertha.

(Photo by CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)

Doch personell sind die Bayern immer noch nicht optimal aufgestellt und hier liegt Herthas Chance. Nagelsmann hat auf der PK angemerkt, dass sowohl Sané als auch Tolisso zwar wieder voll dabei können, dennoch nicht bei 100 Prozent sind. Hinzu kommt der verletzungsbedingte Ausfall von Goretzka und auch Davies steht aufgrund von Herzproblemen nach seiner Corona-Infektion nicht zur Verfügung. Die Einsatzfähigkeit des etatmäßigen Ersatz Hernandez ist auch unwahrscheinlich.

Zwar sollte ein Topteam solche Hürden kompensieren können, eine Chance bietet sich für die angeschlagenen Berliner hier trotzdem, die Bayern nicht in ihrer besten Form etwas zu ärgern.

[Titelbild: Matthias Hangst/Getty Images]

1. FC Köln – Hertha BSC: Drei Schlüsselduelle

1. FC Köln – Hertha BSC: Drei Schlüsselduelle

Schon wieder ist ein halbes Jahr Bundesliga vorbei und so wirklich zur Ruhe kommt unsere Hertha mal wieder nur bedingt. Als unsere Alte Dame mit Neu-Manager Fredi Bobic im August gegen Köln in die Saison 2021/22 startete, war die Hoffnung auf einen positiven Umschwung groß. Doch Hertha wäre nicht Hertha, wenn das auch eingetreten wäre und spätestens nach Schließung des Transferfensters war die Euphorie aufgrund des dünnen Kaders verflogen. Mit einigen Totalausfällen gegen Bayern, Leipzig, Köpenick, Lichtblicken gegen Frankfurt, Gladbach und Dortmund und einem Trainerwechsel hat die Mannschaft die Hinrunde irgendwie überstanden. Jetzt gilt es den positiven Schwung vom Sieg gegen Dortmund mit in die Rückrunde zu nehmen und mehr Konstanz zu beweisen.

Steffen Baumgart hat den Effzeh wiederbelebt

Die Rheinländer zählen definitiv zu den Überraschungen der Hinrunde. Mit der Verpflichtung von Trainer Steffen Baumgart ist der Vereinsführung ein absoluter Glücksgriff gelungen, denn dem gebürtigen Rostocker ist es gelungen, der Mannschaft eine Spielphilosophie zu geben.

(Photo by UWE KRAFT/AFP via Getty Images)

Darüber hinaus sprechen die Zahlen für sich: Köln steht nach 17 Spieltagen mit 25 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz. Nachdem die Mannschaft in der vergangenen Saison mit Glück in der Relegation die Klasse hielt, schielen sie aktuell eher auf die europäischen Plätze als auf die Abstiegsränge. Wir schauen, auf welche Schlüsselduelle es ankommen wird, um die formstarken Kölner zu ärgern.

Stark/Torunarigha vs. Modeste

Wenn ein Spieler vom Trainerwechsel besonders profitiert hat, dann Anthony Modeste. Der Franzose hatte seit seiner Rückkehr nach Köln nicht mehr richtig Fuß fassen können, schaffte es unter Baumgart aber, zu alter Stärke zurückzufinden. In 19 Pflichtspielen erzielte Modeste 13 Treffer und legte ein weiteres Tor auf. Dabei fiel der Stürmer besonders durch seine Kopfballstärke auf, die auch im kommenden Spiel eine Gefahr für unsere anfällige Innenverteidigung werden kann.

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(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Durch den Corona-bedingten Ausfall von Kapitän Boyata fällt zudem eine wichtige Säule unserer Abwehr weg, die diese Tendenzen in diesem Schlüsselduell zugunsten der Rheinländer verschiebt. Aktuell gehen wir von dem Innenverteidiger-Duo Stark/ Torunarigha aus. Während Stark nur bedingt für Wucht im Zweikampf und Kopfballstärke steht, hat Jordan bisher nur selten in der Hinrunde seine unbestreitbare Defensivstärke zeigen können. Umso wichtiger ist es, dass die beiden Verteidiger gut kommunizieren, aufmerksam bei hohen Bällen sind und Modeste nie aus den Augen verlieren.

Gelingt es unserer Abwehr, den Stürmer auszuschalten, verliert Köln einen riesigen Eckpfeiler ihrer Offensive, was auch das nächste Schlüsselduell beweist.


Hertha BSC will gegen den 1. FC Köln gut in die Rückrunde starten. Wir prognostizieren, ob das gelingt und welcher Spieler dafür liefern muss.


Unausgewogenes Duell auf den Außen

Während Hertha auf den Außen eher dünn besetzt ist, ist das Offensivspiel des 1. FC Köln stark von diesen Positionen abhängig, denn genau diese Spieler füttern Modeste mit starken Flanken. Das gilt für die Außenverteidiger und die offensiven Flügelspieler.

Sowohl der „Kölsche Cafú“ Benno Schmitz als auch Ex-Nationalspieler Jonas Hector überzeugten in der Hinrunde besonders in der Offensive und legten jeweils vier Treffer auf. Ähnlich stark war Mittelfeldspieler Florian Kainz, der weitere vier Vorlagen beisteuerte. Hinzu stellen Alternativen wie Thielmann und Schaub weitere Optionen da und auch Mark Uth spielte unter Baumgart zum Ende der Hinrunde auf den Flügelpositionen. Insgesamt legten die Außenverteidiger und offensiven Flügelspieler 70 Prozent der 27 Kölner Tore auf – ein beachtlicher Wert.

(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Mit diesen Statistiken kommt eine große Wucht auf unsere Außenverteidigung zu. Sollte sich Marvin Plattenhardt nicht rechtzeitig von seiner Erkältung erholen, werden voraussichtlich Maxi Mittelstädt und Peter Pekarik diese Aufgabe übernehmen. Besonders Mittelstädt überzeugte in der Hinrunde eher in der Offensive und weißte defensiv immer wieder Defizite auf. Plattenhardt machte diesen Job nicht unbedingt besser. Auch hier müssen Mittelstädt/ Plattenhardt enorm aufmerksam verteidigen und mit gutem Stellungsspiel die Flanken der Kölner Außenspieler im Optimalfall schon vorher verhindern.

Mehr Zugriff über das Zentrum

Während die Außenbahnen zum Problemfall gegen Köln werden können, bietet sich für Hertha eine Chance im zentralen Mittelfeld und der Innenverteidigung. Mit Ljubičić und Özcan spielen im defensiven Mittelfeld eher offensiv ausgerichtete Sechser/ Achter. Dementsprechend muss es Herthas schaffen, den Zugriff im zentralen Mittelfeld zu gewinnen und die Angriffe über Box-to-Box Spieler Suat Serdar einzuleiten.

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(Photo by UWE KRAFT/AFP via Getty Images)

Weiter fraglich ist Jovetić, der mit seiner starken Technik weitere Bälle gut festmachen könnte und somit besonders im Spiel gegen Köln enorm wertvoll wäre. Dennoch stehen mit Richter, Maolida, Ekkelenkamp und Belfodil Optionen zur Verfügung, die technisch auch für diese Aufgabe gewachsen sind. Hier liegt es besonders an Trainer Korkut, diese Akteure taktisch gut vorzubereiten, um die defensiven Defizite im Mittelfeld auszunutzen.

Hinzu fällt mit Abgang Czichos weitere defensive Stabilität im Abwehrzentrum weg. Innenverteidiger Kilian und Hübers sind noch nicht eingespielt. Die Kölner könnten demzufolge neben dem zentralen Mittelfeld auch in Abwehrzentrum anfällig sein.

Modeste ausschalten, Flanken verhindern und Nadelstiche in der Zentrale

Die drei Schlüsselduelle klingen auf den ersten Blick simpel. In der Realität wird diese Aufgabe für Hertha dennoch schwer. Mit der nötigen taktischen Schulung, Aufmerksamkeit und Formstärke aus dem Hinrundenabschluss gegen Dortmund haben wir trotzdem eine realistische Chance, die Punkte in Berlin zu behalten.

(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Herthaner des Monats Dezember 2021 – Ishak Belfodil

Herthaner des Monats Dezember 2021 – Ishak Belfodil

Ishak Belfodil ist Herthaner des Monats im Dezember 2021. Wer das am Anfang der Saison behauptet hätte, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit belächelt worden. Der Stürmer aus Algerien hatte zuletzt in der Rückrunde der Saison 2018/2019 überzeugt. Damals gelangen ihm in 16 Spielen 12 Tore und 4 Vorlagen. Im folgenden Jahr fiel er fast die gesamte Saison aus und auch letzte Saison konnte er in Hoffenheim nicht mehr richtig Fuß fassen. Entsprechend skeptisch waren viele Hertha-Fans.

Wir küren jeden Monat den Herthaner des Monats. Hierzu liefern wir nicht nur einen Text mit Argumenten, sondern lassen auch in eben jenen eure Meinungen (via Twitter) zu den jeweiligen Spielern einfließen!

Im Zweikampf mit Jovetic

Belfodils Start bei Hertha verlief schleppend und ohne Torbeteiligung bis zu diesem Monat. Im Dezember startete er umso mehr durch und kam auf drei Torbeteiligungen in vier Spielen – ein durchaus überzeugender Wert. Zusammen mit Stevan Jovetic zählte er zu den positiven Überraschungen für viele Fans der chronisch skeptischen Hertha-Gemeinde. Auch Jovetic war im Dezember an drei Toren direkt beteiligt und trumpfte besonders beim Korkut-Debüt in Stuttgart stark auf. Aber während der ablösefreie Stürmer aus Monaco für die Englische Woche komplett ausfiel, war Belfodil deutlich konstanter.

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(Photo by Matthias Kern/Getty Images)

So haben wir uns für Belfodil entschieden, auch wenn es genug Argumente gegeben hätte, Jovetic zum Spieler des Monats zu küren. So schreibt beispielsweise @Fry__42: “Super Transfer (ABLÖSEFREI!!!). Auf der einen Seite bringt er eine Menge Erfahrung und Ruhe mit. Auf der anderen Seite natürlich seine überragenden fußballerischen Qualitäten, die den Unterschied machen können und auch mal unmögliche Tore geschossen werden (z.B. vs. Leverkusen).”

Auch @welshgreeny ist grundsätzlich von Jovetic überzeugt: “Ein klasse Spieler. Seine Technik ist herausragend. Einfach toll, dass er ablösefrei gekommen ist. Sein einziger Schwachpunkt ist leider seine Verletzungsanfälligkeit.” Das bislang so gute Zusammenspiel mit Belfodil wird von den Hertha-Fans sehr positiv registriert: “Unter Korkut hat er mit Belfodil ein sehr gutes Stürmer Duo gebildet. Ich habe das Gegühl dass er zwar eine Mannschaft nicht alleine führen kann aber immer wenn er auf dem Platz steht treffen kann”, schreibt @Holzfuss1892.

Torgefahr & Teamspieler

Die drei Torbeteiligungen Belfodils äußerten sich in zwei Vorlagen und einem Tor gegen Stuttgart, Bielefeld und Dortmund. Gegen den VfB blieb ihm außerdem noch ein Tor verwehrt, das durchaus hätte zählen können. In einer fragwürdigen Entscheidung griff der VAR ein und nahm den Treffer aufgrund einer Abseitsposition von Vladimir Darida zurück.

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Zuvor hatte sich Belfodil sehenswert gegen die Stuttgarter Defensive durchgesetzt und schlenzte den Ball anschließend umso schöner ins lange Eck – Schade! In Halbzeit zwei funktionierte es dann dafür umso besser, nachdem der Stürmer uneigennützig und technisch stark eine Flanke von Plattenhardt abtropfen ließ und damit das Tor von Jovetic auflegte.

Mit Ausnahme des Totalausfalls der gesamten Mannschaft in Mainz spielte Belfodil ähnlich stark bei den Heimspielen gegen die Arminia und Borussia. Nachdem er gegen Bielefeld ein weiteres Mal vorbereitete, gelang ihm gegen Dortmund sein erstes Bundesligator in dieser Saison.

Der algerische Thomas Müller

Betrachtet man Belfodils Spielstil und Ballaktionen genauer, wirkt alles etwas unkonventionell und fast schon unbeholfen. Und dennoch war er damit überwiegend erfolgreich. Vom Laufstil und der Art seiner Assists erinnerte er ein bisschen an Thomas Müller.

Nein, wir sind nicht größenwahnsinnig – hier geht es wirklich nur um den Stil und seine Bewegungen. Die Vorlage gegen Bielefeld ist aber ein gutes Beispiel für diesen gewagten Vergleich, denn dort bewies Belfodil das Auge für den frei stehenden Jovetic und chippte den Ball im Fallen noch irgendwie „Müller-like“ zum Sturmkollege.

(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Der große Raumdeuter wird er vielleicht nicht, seine anderen Ballaktionen können sich dennoch mehr als sehen lassen! Etwas weniger Müller und mehr dynamische Dampfwalze bewies der Algerier dann gegen Dortmund, als er sich mit Tempo gegen den deutlich langsameren Witsel durchsetze und am ungünstig positionierten Hitz ins kurze Eck vorbei schob.

Doch egal wie unkonventionell Belfodil in seinen Aktionen manchmal aussehen mag, sie sind dennoch des Öfteren technisch stark gemacht und die Zahlen sprechen in diesem Monat für sich.


Herthaner des Monats November wurde Niklas Stark. Lest hier, warum die Wahl auf den Innenverteidiger fiel.


Statistik zeigt: Mehr als nur ein Strafraumstürmer

Neben seinen Torbeteiligungen weiß Belfodil auch in anderen Kategorien zu überzeugen. Mit Ausnahme des Spiels in Mainz kommt der Stürmer immer auf eine Passquote von über 70 Prozent. Ein beachtlicher Wert im Bundesligadurchschnitt unter den Angreifern. Darüber hinaus kreierte er zusätzlich zu den beiden Torvorlagen sieben (!) weitere Torchancen.

Verglichen mit reinen Abschlussstürmern wie Piątek, ist auch das ein guter Wert, denn Belfodil ist – anders als sein Sturmkonkurrent – Teil des Berliner Spielaufbaus. Ein unglaublich wertvoller Faktor, gerade mit Blick auf unseren Mangel an Alternativen auf den Außenbahnen. Genau diesen Mangel scheint Belfodil grad ausgleichen zu können. Ein Blick auf die Heatmap der letzten vier Spiele zeigt, dass sich der Stürmer im Offensivspiel oft nach außen fallen lässt – besonders erfolgreich beim Sieg im Spiel gegen Dortmund.

(Photo by Joosep Martinson/Getty Images)

Die Statistiken zeigen eindrucksvoll, dass Belfodil über seine Torbeteiligungen hinaus wertvoll für die Mannschaft und ein aktiver Bestandteil des Offensivspiels ist. Der 29-Jährige bringt neben dem Auge und der Technik eine gehörige Portion Physis mit, durch die er in der Lage ist, Bälle immer wieder gut abzuschirmen. Qualitäten, die wir bei unseren Stürmern schmerzlich vermisst haben.

“Seine Geschwindigkeit und Ballführung und vor allem das uneigennützige Spiel”, überzeugen @welshgreeny. Für @DerKurze_ ist Belfodil der “Spreepizarro! Absolut sympathischer Teamplayer in meinen Augen. Er hängt sich immer rein, bringt die Grundtugenden mit. Bin überraschend angetan von ihm.”

Ein starker Dezember mit toller Chemie im Sturm

Egal ob dynamische Sprints, unkonventionelle Dribblings und Vorlagen, der Treffer gegen den BVB oder weitere Statistiken – Belfodil hat in diesem Monat definitiv überzeugen können und viele Kritiker:innen verstummen lassen. “Er ein bisschen gebraucht bis er in der Saison ankam (Wie die ganze Mannschaft). Hat mich erst unter Tayfun Korkut richtig überzeugt, wobei er vorher schon aufblitzen lassen hat, wie gut er Bälle sichert/abschirmt und eine gute Technik für seine Größe”, findet @Fry__42.

Besonders sein Zusammenspiel mit Sturmpartner Jovetic ließ viele Herthaherzen höherschlagen und so bleibt besonders die Hoffnung, dass der Montenegriner länger verletzungsfrei bleibt, um ihn und Belfodil noch viele Tore für unsere Hertha schießen zu sehen. Für @CPicker030 ist Belfodil “der neue Ibisevic. Er ist, glaube ich, auch eine Führungspersönlichkeit und enorm wichtig fürs Team. Guter Überblick und spielt Bälle ab, statt nur selber das Tor zu suchen. Sowas hat gefehlt im Sturm.”

(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Zwischendurch bereits als Transferflop abgestempelt, ist Belfodil für @Blauweissb mittlerweile “zusammen mit Jovetic ein Lichtblick vorne. Viel ballsicherer und technisch besser als Piatek und Selke. Er kann wenigstens auch mal ein eins gegen eins gewinnen.” Auch @SKrause10 findet: “Der Transfer war für mich anfangs schleierhaft! Viel zu langsam für die 1. Liga. Es lag aber vor allem an mangelnder Fitness. Erstmals mit der Einwechselung im Spiel gegen Union hat es funktioniert. Gutes eins gegen eins, macht Bälle fest und hat das Auge für Mitspieler.”

Es bleibt nun zu hoffen, dass Belfodil verletzungsfrei bleibt und immer weiter seinen Rhythmus findet. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer wohl bereits wieder aus – seine Verpflichtung war ein Experiment. Es scheint, als könnte dieses glücken.

[Titelbild: Frederic Scheidemann/Getty Images]