Drei Thesen für Borussia Dortmund – Hertha BSC

Drei Thesen für Borussia Dortmund – Hertha BSC

Der letzte Spieltag der Bundesliga-Saison 2021/2022 ist angebrochen. Und die Mannschaft von Hertha BSC hat die letzte Chance, das Spieljahr mit dem absoluten Minimalziel zu beenden. Mit dem Klassenerhalt. Doch dafür bedarf es noch einmal 90 Minuten und länger kratzen, beißen und kämpfen und möglicherweise auf Kölner Schützenhilfe zu hoffen. Für das Spiel gegen Borussia Dortmund haben wir drei Thesen aufgestellt.

Hertha wird sich auf die Verteidigung konzentrieren – und auch müssen

Borussia Dortmund steht im Sommer vor einem großen Umbruch. Viele Spieler werden den Verein verlassen, viele neue Akteure werden dafür kommen. Die Saison der Borussia ist recht unbefriedigend gelaufen, auch wenn am Ende wieder einmal die Vizemeisterschaft auf der Visitenkarte steht. Um sich positiv von den Fans in die Sommerpause zu verabschieden, will die Mannschaft nochmal einen feinen Sommerkick abliefern. Das Team wird offensiv ausgerichtet sein und Chancen erarbeiten. Insbesondere Erling Haaland soll in seinem letzten Spiel nochmal brillieren.

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(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Um dem Sturmandrang Stand zu halten, wird die Hertha eine an diesem Tag extrem stabile Verteidigung haben müssen. Es wird keine leichte Aufgabe, aber mit viel Einsatz und Leidenschaft wird die Abwehr es der Dortmunder Offensive schwer haben und sich die Zähne ausbeißen. Dafür bedarf es absolute Konzentration und keine wilden Harakiri-Aktionen. Wer neben Marc Oliver Kempf in der Innenverteidigung stehen wird, ist noch nicht klar. Kapitän Dedryck Boyata litt unter der Woche an einer Erkältung.

Konzentration auf Standards und hohe Bälle

Spielerisch wird es gegen Dortmund schwer werden. Auf feine Spielzüge werden wir gegen die Schwarz-Gelben vergebens warten. Ab und an muss es die Brechstange sein. Die wird allerdings nur in sehr wenigen Fällen gegen den BVB zum Einsatz kommen können. Viel wird über die Außen gehen. Die Hoffnungen liegen auf den hohen Bällen Marvin Plattenhardts. Ein extrem durchschaubares Mittel, aber nun einmal eines der wenigen, welches die Mannschaft beherrscht. Die Einsatzlänge Davie Selkes ist fraglich, doch auf seine Kopfballstärke gilt es zu bauen.

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Hertha muss sich um Eckbälle bemühen, ebenso um Freistöße aller Art. Von daher werden wir auch ein Spiel mit vielen Unterbrechungen sehen, die die Berliner erzwingen werden. Hertha braucht Glück, Konzentration und bedingungslosen, aufopferungsvollen Einsatz, um in irgendeiner Form was zu holen.


 Auf welche Duelle es zwischen Hertha und dem BVB ankommen kann, lest ihr hier.


Hertha ist auf Schützenhilfe angewiesen und am Ende der lächelnde Dritte

Am Ende wird die Mannschaft als Verlierer vom Platz gehen. Dortmund ist an diesem Tag einfach zu stark. Trotz allem wird es kein Auftritt zum Weggucken sein, was uns die Berliner zeigen werden. Die Herthaner werden den Westfalen lange Paroli bieten und nichts abschenken. Auch wenn sie vom Druck nur so erwürgt werden, schaffen sie es die Situation in irgendeiner Form positiv anzunehmen. Doch die individuelle Klasse der Borussen wird am Ende das Spiel entscheiden. Insbesondere Hertha-Mörder Erling Haaland wird sich mit mindestens einem Tor verabschieden.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Am Ende stehen null Punkte auf der Habenseite der Hertha. Man ist im Kampf um den Klassenerhalt auf die Schützenhilfe der Kölner in Stuttgart angewiesen. Und es gelingt. Köln erkämpft ein Unentschieden in Stuttgart. Da die Kölner Konkurrenz ebenso punkten wird, geht es für die Kölner allerdings trotzdem nur in die Conference League. Der VfB Stuttgart muss in die Relegation. Hertha ist gerettet und feiert als einzige der drei Mannschaften.

[Titelbild: Boris Streubel/Getty Images]

BVB – Hertha: Drei Schlüsselduelle

BVB – Hertha: Drei Schlüsselduelle

Die tabellarische Situation ist vor dem 34. Spieltag aus Hertha-Sicht klar und zugleich trügerisch. Bei einem Punktgewinn ist der Klassenerhalt sicher, genauso wenn der VfB Stuttgart nicht dreifach punktet. Vorteil VfB: Ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln ist auf dem Papier zumindest die leichtere Aufgabe als ein Gastspiel beim BVB. Auf welche Duelle es im Signal-Iduna-Park ankommen kann, damit Hertha sein Schicksal in die eigene Hand nimmt, und die Klasse ohne ständigen Blick nach Stuttgart hält, lest ihr hier.

Für den BVB geht eine unruhige Saison zu Ende. Zunächst das Aus in der Champions League trotz leichter Gruppe, dann das Aus in der Europa League gegen den späteren Finalisten Glasgow Rangers. Im Pokal scheiterten die Schwarz-Gelben an Zweitligist St. Pauli. Das Meisterschaftsrennen in der Liga konnten sie nie offen halten.

Dazu die ständige Transferposse um Starstürmer Erling Haaland, der in Manchester City nun endlich einen Verein für die kommende Saison gefunden hat. Generell dürfte der Sommer in Dortmund einiges hergeben. Mit Niklas Süle, Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi wurden immerhin schon drei namhafte Transfers eingetütet.

Dem Saisonabschluss wird bei Borussia Dortmund also entgegengefiebert. Und nach dem etwas blamablen 3:4 im letzten Heimspiel gegen den VfL Bochum dürfte es den Spielern wohl auch daran liegen, sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause oder gar vom Verein zu verabschieden.

Marcel Lotka: Gegen den BVB zwangsläufig im Fokus

Einer, der den BVB-Spielern den Abschied in die spielfreie Zeit vermiesen könnte, ist mit Keeper Marcel Lotka einer, der im kommenden Jahr womöglich ihr Teamkollege sein könnte. Dass der HerthaBASE-Herthaner des Monats April am Sonnabend zwangsläufig im Mittelpunkt stehen wird, steht außer Frage.

Keeper Marcel Lotka spielt aktuell bei Hertha BSC, könnte ab Sommer aber für den BVB auflaufen.
(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Und das nicht wegen seines Patzers zuletzt gegen Mainz 05. Dass Lotka es besser kann, hat er in den Wochen davor mehrfach bewiesen. Vielmehr wegen des drohenden Rechtsstreits zwischen beiden Vereinen um seine Person. Als er bei Hertha sportlich keine Perspektive hatte, unterschrieb Lotka, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, einen Kontrakt bei Dortmund. Primär für die zweite Mannschaft gedacht. Weil Lotka, als die anderen Torhüter ausfielen, dann aber mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machte, zog Hertha eine Klausel, die seinen Vertrag in der Hauptstadt über den Sommer hinaus verlängerte.

Wie die Rechtsfrage ausgeht, ist offen. Fakt ist: Beim Aufeinandertreffen beider Teams werden die Augen auf ihn gerichtet sein. Für einen 20-Jährigen eine anspruchsvolle Aufgabe. Doch Lotka strahlte, seit er die Chance bei den Hertha-Profis bekam, auch mental die nötige Reife aus.

Gegen den BVB wird er nicht nur mental, sondern allen voran sportlich gefragt sein. Mit durchschnittlich 13,3 Versuchen pro 90 Minuten gibt Dortmund die viertmeisten Schüsse der Liga ab.

Zeigt sich Lotka von den Diskussionen um seine Person und dem Patzer aus der vergangenen Woche unbeeindruckt, kann er eine wichtige Grundlage bilden, damit Hertha zumindest einen Punkt holt.

Santiago Ascacibar und Lucas Tousart: Das Zentrum dicht halten

Während die Dortmunder bei den abgegebenen Torschüssen noch ganz oben dabei sind, sind sie in einer anderen Rubrik Vorletzter: Bei den geschlagenen Flanken aus dem Spiel. Kein Grund zur Sorge für den BVB, denn das Zentrum ist außergewöhnlich stark besetzt. Hier muss Hertha präsent sein.

Bereits auf der Sechs ist Dortmund mit Jude Bellingham extrem spielstark. Der Engländer ist im Spiel durchschnittlich 65,5 Mal am Ball. Dabei kommt er auf einen überragenden Wert von 3,2 schusskreierenden (top 15% im Ligavergleich) und sogar 0,6 torkreierenden Aktionen (top 5%). Auch die expected Assists pro 90 Minuten Bellinghams (0,15) unterstreichen seine für einen Sechser außergewöhnliche Torgefahr. Ihm immer wieder Druck zu geben, wird nicht alleine Aufgabe der beiden Sechser Herthas sein, hier müssen schon die Offensiven mithelfen.

Im Hinspiel besiegte Hertha den BVB mit 3:2.
(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Denn mit Marco Reus und Julian Brandt werden Lucas Tousart und Santiago Ascacibar zwei weitere, sehr spielstarke Gegenspieler haben. Brandt ist mit neun Saisontoren (dazu acht Assists) nicht nur Dortmunds zweitbester Torschütze, vielmehr ist er eine wichtige Anlaufstelle im Offensivspiel. Sein Wert von 5,43 progressiven Pässen auf 90 Minuten ist ein top-3% in der Liga. 3,17 Pässe spielt er ins letzte Drittel (top 6%). Gibt man Brandt zu viel Raum, weiß er ihn zu nutzen. Durchschnittlich bereitet er pro Spiel zwei Torschüsse direkt vor. Hieran gilt es ihn zu hindern.

Rein von den Statistiken kann Reus zwar nicht bei allem mithalten, doch seine Spielstärke ist unbestritten. Auch er spielt 3,06 Pässe ins letzte Drittel, bereitet 1,9 Torschüsse vor und weiß mit 0,93 torkreierenden Aktionen (top 4%) definitiv zu überzeugen.

Schwere Aufgaben für Tousart, der sich immerhin in einem Formhoch zu befinden scheint, und Ascacibar, der sich gegenüber seinem Auftritt gegen Mainz 05 steigern muss.

Offensive Flügel: Mehr Mut gefragt

Bei allem Lob für die starke BVB-Offensive, die Hintermannschaft kann in dieser Spielzeit nicht mithalten. 51 Gegentore kassierte Dortmund in dieser Saison bereits, die zweitmeisten in der oberen Tabellenhälfte. Besonders gegen Bochum fiel zuletzt wieder auf: Über die Flügel ist der BVB extrem anfällig.

Linksverteidiger Raphael Guerreiro mag offensiv zu den stärksten der Liga gehören, doch defensiv mangelt es an vielem. Nur 9,87 Mal übt er pro Spiel im Durchschnitt Druck aus (schwächste 5% im Ligavergleich) und das nur 3,01 Mal erfolgreich (ebenfalls schwächste 5%). Auch seine Werte von nur 1,48 Blocks und 2,22 Tackles unterstreichen, dass er defensiv nicht seine Stärken hat. 

Etwas besser sehen die Werte bei Rechtsverteidiger Felix Passlack aus, der in dieser Spielzeit allerdings erst auf 472 gespielte Minuten kommt. An seiner Stelle könnte auch Ex-Herthaner Marius Wolf spielen, dessen Statistiken im Defensivbereich sich ähnlich wie die Guerreiros lesen. Zwar übt er 18,79 Mal Druck aus, doch kommt auch nur auf 1,46 Tackles, 1,46 Blocks und gerade einmal 0,44 klärende Aktionen.

Myziane Maolida könnte aufgrund seiner Position gegen den BVB zur Alternative werden.
(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Die Dortmunder Defensive auf den Außen zu beschäftigen, könnte Hertha also zu Chancen bringen. Denn sich alleine auf die Defensive zu konzentrieren, wäre gegen die zweitbeste Offensive der Liga naiv.

Hier scheint Felix Magath jedoch über seinen Schatten springen zu müssen, zuletzt ließ der Hertha-Trainer mit Suat Serdar und Vladimir Darida zwei zentrale Spieler auf den Außen beginnen. Stattdessen könnten Maximilian Mittelstädt und Myziane Maolida (oder ein fitter Marco Richter) ernsthafte Alternativen darstellen, um den BVB zu knacken.

[Titelbild: Boris Streubel/Getty Images]

BVB – Hertha BSC: Letzte Runde

BVB – Hertha BSC: Letzte Runde

Nach dem verpassten Punktgewinn im Heimspiel gegen Mainz sowie dem anschließenden Unentschieden zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart muss Hertha am letzten Spieltag doch noch einmal um den Ligaverbleib zittern. Im Spiel beim BVB wird die Alte Dame dabei von 4.200 mitreisenden Herthaner:innen unterstützt werden, um den Klassenerhalt zu sichern.

Unser Artikel zur Pressekonferenz vor dem Spiel.

Krankheitswelle dünnt Hertha-Kader aus

Nachdem unter der Woche bereits zu vernehmen war, dass sich Davie Selke im Training leicht verletzt hatte, ließ sich Trainer Felix Magath nicht nehmen, zu Beginn der Pressekonferenz zunächst einmal die Personallage zu referieren. So stehen neben den verletzten Alexander Schwolow, Lukas Klünter, Dong-jun Lee und Kelian Nsona auch die erkrankten Linus Gechter, Niklas Stark und Anton Kade nicht zur Verfügung. Die angeschlagenen Spieler um Marton Dárdai, Stevan Jovetic, Marvin Plattenhardt und eben Selke sind wieder fit. Gleiches gilt für die zwischenzeitlich ebenfalls erkrankten Myziane Maolida sowie Kapitän Dedryck Boyata. Angesprochen auf die sich häufenden Erkrankungen verrät Magath: „”Das sind alles Erkältungskrankheiten. Es sieht so als hätte der eine mal den anderen angesteckt.“ Ob es sich dabei eventuell sogar um Covid-Erkrankungen handeln könnte, umschifft er dabei geschickt.

(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Vielmehr beschäftigt er sich mit seinem Kader für das anstehenden Spiel. „Ich habe mir Anfang der Woche ein paar Sorgen gemacht“, so Magath angesichts der Erkrankungen von Linus Gechter, Niklas Stark und Dedryck Boyata mit Hinblick auf die Besetzung der Innenverteidigung, „aber Dedryck macht mittlerweile wieder einen guten Eindruck. Er will unbedingt spielen und ich gehe davon aus, dass er mit von der Partie ist.“

In der Offensive hingegen stehen Magath neben dem wiedergenesenen Stevan Jovetic mit Ishak Belfodil und voraussichtlich auch Davie Selke nunmehr alle nominellen Mittelstürmer zur Verfügung. Man habe im Sturm jetzt eine sehr gute Situation. Jovetic sei nach seiner Verletzungspause zwar noch nicht bereit für 90 Minuten, aber einsatzbereit und gut in Form. „Ich kann aus dem Vollen schöpfen!“, freut sich Herthas Trainer.

Lotka nach BVB-Wechselposse und Patzer im Fokus

Ein besonderer Fokus dürfte derweil auch auf dem jungen Torhüter Marcel Lotka liegen. Dessen Sommertransfer ausgerechnet zum BVB schien bereits beschlossene Sache. Magath lässt aber trotz der ungeklärten Situation und des folgenschweren Patzers keine Zweifel an seinem polnischen Schlussmann aufkommen. Gedanken an einen Torwartwechsel angesichts der Situation des Keepers schiebt er einen Riegel vor: „Auf gar keinen Fall! Dass auch er mal einen Fehler macht, ist doch völlig normal. Er hat den Fehler schon während des Spiels gut weggesteckt“, zeigt sich Magath weiterhin begeistert von Lotka, „Ich habe vollstes Vertrauen in Marcel und er genießt auch das Vertrauen der Mannschaft. Es gibt hier niemanden, der anzweifeln würde, dass er momentan unsere Nummer Eins ist.“

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(Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

Somit dürften sich bis auf den voraussichtlich zur Verfügung stehenden Plattenhardt auf der Linksverteidiger-Position sowie einem möglichen Einsatz des genesenen Marco Richter keine weiteren Änderungen in der Startelf ergeben.

Klassenerhalt oder Relegation? Magath ist vorbereitet

Dem kommenden Gegner blickt Magath mit gebührendem Respekt entgegen: „Wir spielen am Samstag gegen den Vizemeister, die zweitbeste Mannschaft in Deutschland. Natürlich ist Borussia Dortmund klarer Favorit. Wir wollen uns so gut und so teuer wie möglich verkaufen.“ Nach dem Erreichen des Minimalziels mit der Vermeidung des direkten Abstiegs wolle man nun auch den direkten Klassenerhalt erreichen. „Wir haben wieder die Stimmung, dass wir uns auch zutrauen, in Dortmund etwas zu erreichen. Und mit dieser Gewissheit, dass wir 90 Minuten kämpfen können, fahren wir auch dahin“, ist Magath zuversichtlich.

Mit Blick auf den Abstiegskonkurrenten Stuttgart und dessen um die Europa League-Teilnahme kämpfenden Gegner Köln möchte Magath sich nicht auf andere verlassen: „Es hilft nicht, wenn ich mir irgendwas ausmale. Wir kümmern uns nur um uns. Wir müssen alles dafür tun, dass wir aus Dortmund auch etwas mitnehmen.“

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Nichtsdestotrotz ist Magath auch auf alle Eventualitäten vorbereitet: „Ich plane immer noch mit der Relegation. Ich muss damit planen, weil das eine Möglichkeit ist. Und darauf bin ich selbstverständlich vorbereitet.“ Eine solche Relegation könnte den Hertha-Trainer an alte Wirkungsstätte führen. Zurzeit liegt der Hamburger SV in Liga Zwei auf dem Relegationsrang. „Ich habe in dieser Saison viele Zweitliga-Spiele gesehen, vor allem vom Hamburger Sportverein – zufällig!“, verrät Magath eine Vorliebe für seinen Ex-Verein. Natürlich habe er auch Darmstadt öfters gesehen. „Als Fußballfan habe ich am Wochenende um die Uhrzeit selten andere Termine“, fügt er dabei schmunzelnd hinzu.

Für den Fall der Fälle betont Magath, sei das Saisonziel Klassenerhalt eben auch über die Relegation noch zu erreichen: „Natürlich freue ich mich auf die beiden Relegationsspiele und auch auf den Vergleich mit einer Spitzenmannschaft der Zweiten Liga.“ Doch zunächst gilt der Fokus nur dem BVB-Spiel: „Nervös? Ich bin immer nervös vor Spielen. Das gehört für mich dazu“, führt Magath aus und liefert den Grund direkt hinterher: „Ich will immer gewinnen.“

Na dann – auf geht’s Hertha, Kämpfen und Siegen!

[Titelbild: Daniel Kopatsch/Getty Images]

Podcast #192 Das große Zittern

Podcast #192 Das große Zittern

Hertha hat die erneute Chance auf den direkten Klassenerhalt verspielt. Unsere Mannschaft unterliegt Mainz 05 im fast ausverkauften Olympiastadion und muss jetzt erstmal weiter zittern. Wir sprechen selbstverständlich über das Spiel und geben euch einen Ausblick auf den kommenden letzten Spieltag, reden aber auch über alles, was sich neben dem Platz abgespielt hat. Mit Kay Bernstein gibt es einen neuen Anwärter auf das Amt des Präsidenten. Wir sagen euch, wie wir seine bisherigen medialen Auftritte wahrgenommen haben und für wie geeignet wir ihn für diese Position halten. Außerdem sprechen wir über einen möglichen Verbleib von Lotka und Boateng.

Wir wünschen euch trotz der aktuellen sportlichen Situation viel Spaß und freuen uns über eure Kommentare. 

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www.wirherthaner.de

https://www.tagesspiegel.de/sport/interview-mit-kay-bernstein-vom-ultra-zum-hertha-praesidenten-ich-bin-ein-kind-der-kurve/28299572.html

https://11freunde.de/p/club/interviews/-ich-bin-ganz-sicher-keine-marionette-von-lars-windhorst–31821684.html

https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2022/05/berlin-hertha-mainz-bundesliga-fussball-entscheidung-vertagt.html

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(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Herthaner im Fokus: Hertha verspielt den zweiten Matchball

Herthaner im Fokus: Hertha verspielt den zweiten Matchball

Ein fast ausverkauftes Olympiastadion. Prächtige Sonnenuntergangsatmosphäre, ein Spiel und Ziel wie gemalt für einen großen Abend, der Fans, Spieler und Stadt miteinander hätte verschmelzen lassen können. Es sollte nicht dazu kommen. Gegen den 1. FSV Mainz 05 verliert Hertha BSC letztendlich verdient mit 1:2. Ein Spiel, welches fast schon wieder ein Spiegelbild der gesamten Saison war.

Hertha wieder im 4-2-3-1, aber ungewöhnlich besetzt

Im üblichen 4-2-3-1 stellte Felix Magath das Team zum wiederholten Male auf. Aufgrund des Ausfalls des nicht mehr für die Partie rechtzeitig fit gewordenen Marvin Plattenhardts, stellte Felix Magath Marton Dardai als Linksverteidiger auf. Ein zunächst undefinierbarer Faktor, schließlich hatte das Innenverteidigertalent bisher nicht auf dieser Position gespielt und war wie so viele im Hertha-Team positionsfremd. Weshalb Maximilian Mittelstädt zum wiederholten Male nicht starten durfte, muss hinterfragt werden.

Im Tor stand wieder einmal Marcel Lotka, ansonsten sollte auch der Rest der Verteidigung bestehen bleiben. Auf rechts Peter Pekarik, in der Innenverteidigung Kapitän Dedryck Boyata und Marc Oliver Kempf. Vor der Verteidigung agierten auf der Doppelsechs Santiago Ascacibar und Lucas Tousart. Kevin-Prince Boateng war wie in den letzten Partien im offensiven Mittelfeld zu finden, im Sturm Davie Selke. Auf der rechten Seite des Mittelfelds musste der erkältete Marco Richter ersetzt werden. Vladimir Darida sollte dies tun. Der Tscheche wurde also wie Suat Serdar wie so häufig positionsfremd eingesetzt.

In unserer heutigen Analyse schauen wie auf die verschiedenen positionsfremden Spieler, die hervorragend die katastrophale Kaderplanung dokumentieren. Auf einen kämpfenden Innenverteidiger, die Stürmer und eine schwer zu greifende Art von Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Marton Dardai, Vladimir Darida, Suat Serdar: Verschenkt auf ihren Positionen

Alle drei Spieler sind auf ihren heimischen Positionen hervorragende Fußballer, die jedes Team bereichern können. Marton Dardai war als Linksverteidiger allerdings ein weiteres interessantes Positionsexperiment, welches sich ein Hertha-Trainer in dieser Saison wagte. Weil Marvin Plattenhardt aufgrund seiner muskulären Probleme nicht rechtzeitig fit wurde, sollte Dardai in die Bresche springen. Wieder einmal verzichtete Magath auf Mittelstädt als Linksverteidiger, den er erst nach über einer Stunde für Suat Serdar als linken Mittelfeldspieler einwechselte.

Bevor Marton Dardai angeschlagen ausgewechselt werden musste, spielte das Hertha-Talent immerhin 78 Minuten. Und er machte seine Arbeit in ungewohnter Rolle auch gar nicht schlecht. In der Defensive half er mit drei geklärten Aktionen, wagte vier Tacklings, fing zwei weitere Bälle gegen die Mainzer ab. Sechs seiner acht Zweikämpfe gewann er. 75 Prozent sind für einen Außenverteidiger eine sehr gute Quote. 64 Prozent, also 14 von 22 Pässen kamen beim Mitspieler an. Beim Gegentreffer zum 0:1 in der 25. Minute war er zu offensiv ausgerichtet, konnte keinen Druck mehr auf Silvan Widmer ausüben, dessen Hereingabe zum Schuss wurde und den schwer patzenden Marcel Lotka bezwang. Er zeigt sobald er spielt sein Talent, doch seine Qualität kann Dardai vor allem in der zentralen Defensive ausschöpfen. Aufgrund seiner Stärken am Ball wäre er sogar eine Option für das defensive Mittelfeld, aber auf den Außen ist der Mann einfach verschenkt.

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(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Selbiges gilt für Vladimir Darida und Suat Serdar, die seit Beginn der Saison unter allen Trainern in vielen Spielen positionsfremd agieren mussten. Mit Peter Pekarik stand letztendlich ein einziger gelernter Flügelspieler auf dem Feld. Noch dazu ein alternder, der kaum Dynamik ins Spiel bringen kann. Ein kapitaler Fehler Fredi Bobics in der Kaderplanung.

Beide bemühten sich wie immer um gute Einflüsse ins Spiel der Hertha. Darida verteilte viele Bälle, immerhin kamen 27 seiner 35 Pässe an. Allerdings ist seine Zweikampfquote von 44 Prozent ausbaufähig. Offensivpower konnte er praktisch keine aufbauen. Er war an keiner Torchance beteiligt. Konter über ihn verpufften aufgrund seines geringen Tempos und fehlenden Technik.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Ähnliches muss man über Suat Serdar sagen, der ehe er in der 67. Minute Maximilian Mittelstädt weichen musste, ziemlich blass blieb. Auch er gewann nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe. Immerhin kamen neun seiner zwölf Pässe an, doch auch ihm gelang es kaum Szenen in der Offensive zu kreieren, daran änderte auch sein Schlenzer in der 30. Minute nichts.

Marc Oliver Kempf: Der Kampf und die Leidenschaft sind da – aber reicht das?

Marc Oliver Kempf durfte wieder über die vollen 90 Minuten spielen, ehe er kaputt und leer auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions zusammensackte. Es liegt natürlich vor allem an seinem körperbetonten und extrem risikoreichen Spiel, aber oftmals wirkt er wie der einzige Spieler auf dem Platz, der sich wirklich mit der kompletten Härte und Leidenschaft gegen eine Niederlage zu stemmen scheint.

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(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Auch seine Zahlen sprechen zum Teil für ihn. Er konnte sechs Aktionen der Mainzer klären, fing weitere sechs Bälle ab. Achtmal ging er als Sieger aus Zweikämpfen. Damit gewann er 80 Prozent dieser, was für einen Innenverteidiger eine starke Quote ist. 22 seiner 31 Pässe fanden den Mitspieler. Doch trotz seiner 71 Prozent Passquote musste er auch zwölf Ballverluste hinnehmen, die sich gegen die Mainzer glücklicherweise nicht rächten.

Er scheint einer der wenigen zu sein, die mit freiem Kopf spielen. Die Frage ist, ob das im nächsten Spiel gegen eine wesentlich stärkere Dortmunder Offensive reicht?

Davie Selke, Ishak Belfodil, Luca Wollschläger: Zu viel Arbeit für das bisschen Ertrag

Herthas Offensivbemühungen gegen die 05er waren über Strecken sicherlich vorhanden, aber alles andere als wirklich torgefährlich. Wie schon über die gesamte Saison muss der Zufall beim Kreieren von Chancen ordentlich mithelfen. Und möglicherweise würden die Torchancen von eiskalten Stürmern auch ausgenutzt.

Doch die 5. Spielminute sprach Bände. Nachdem Davie Selke in aussichtsreicher Position vor dem Strafraum den Ball von Kevin-Prince Boateng bekam, hätte er sich durchaus noch ein paar Meter vorspielen können. Doch sein vollkommen überhasteter und letztendlich auch qualitativ schwach geschossener Ball rauschte deutlich am Tor vorbei. Es hätte die Eröffnung eines großartigen Fußballspiels werden können. Natürlich, das was Selke gut kann, kann man ihm nicht absprechen. Er reibt sich auf, ackert, nervt Gegenspieler und Schiedsrichter. Ihm gelang es zumindest Ansatzweise für Torgefahr zu sorgen, doch genau das ist die Aufgabe eines Stürmers und es sollte nicht zu Staunen führen. Doch leider tut es das in diesem Jahr bei Hertha BSC.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Er gewann 41 Prozent seiner Zweikämpfe, zog sechs Fouls, verlor zusätzlich elf Mal den Ball. Auch ein Davie Selke hatte schon für bessere Zahlen gesorgt. Immerhin konnte er sein Torekonto auf vier erhöhen. Den Elfmeter zum Ausgleich in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit verwandelte er eiskalt. Doch auch dieses Tor konnten die Berliner nicht für eine Initialzündung oder einen Weckruf für die 2. Halbzeit nutzen. Selke ist sicherlich nicht schuld an dieser Saison, er hängt sich rein wo es nur geht, aber er ist eben auch ein Symptom dieser schwachen Mannschaft. Es ist im Endeffekt bezeichnend für Selke, dass sein Tor in der 89. Minute wegen eines unnötigen Stoßes gegen Aaron aberkannt wurde. Eine extrem harte, aber wahrscheinlich richtige Entscheidung.

Ishak Belfodil und Luca Wollschläger durften ab der 67. Minute bzw 88. Minute ebenfalls noch mitwirken. Während dem Algerier rein gar nichts Zählbares gelingen sollte, konnte der Jungspund in der 89. Minute mit einem Pfostenschuss aufhorchen lassen. Nachdem er sich in Bielefeld nicht traute zu schießen, tat er es gegen die Mainzer. Es war die richtige Entscheidung, Robin Zentner im Tor hätte keine Chance gehabt, doch bekanntlich ist das Glück des Tüchtigen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Versuch.

Die Hoffnung war wieder da und ist es immer noch – Zurecht?

Hertha BSC galt für viele Fans nach der Entlassung von Tayfun Korkut als sicherer Absteiger. Zu schwach, zu tief im Schlamassel, zu wenig Team. Die Hoffnung auf eine Rettung war sehr gering. Und spätestens nach dem schrecklichen Debakel im Derby wollte man sich von allen Hoffnungen auf den Klassenverbleib verabschieden. Doch Felix Magath und Mark Fotheringham haben dem Team Leben eingehaucht. Sie haben die Mannschaft auf ihre geringsten Stärken reduziert, die mit einfachem Fußball Punkt um Punkt sammeln sollte.

Seit dem Derby konnten sieben von neun möglichen Punkten gegen direkte Abstiegskonkurrenten gesammelt werden. Hertha gelang es die Schlüsselspiele fast einwandfrei zu bestreiten. Den Fans wurde lange nicht mehr so große Hoffnung gemacht. In Bielefeld wurde in den letzten Minuten der Sieg aus den Händen gegeben, gegen Mainz schaffte man über die volle Spielzeit nicht einmal in die Nähe des Siegtreffers zu kommen. Auch auf die Schützenhilfe des eigentlich übermächtigen FC Bayern Münchens kann man sich dieser Tage nicht mehr verlassen. Die starke Punkteausbeute aus den letzten Spielen täuscht im Endeffekt nur darüber hinweg, was für eine schwache Saison die Berliner spielen, was die Tabellensituation aber hervorragend zeigt.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Das Spiel gegen Mainz war eigentlich perfekt dafür angerichtet, mit einem einzigen Punkt die Klasse zu halten. Ein fast ausverkauftes Olympiastadion. Dass es auch durch Freikarten dazu kam, geschenkt. Es hätte ein großer Abend werden können, an dem auch Leute, die eben wegen Freikarten ins Stadion gekommen waren, zu echten Fans hätten werden und zukünftig regelmäßig die Mannschaft unterstützen können. So schaffte es die Hertha den Druck nicht stand zu halten und lag nach einer schwachen, nicht bundesligatauglichen Leistung auf dem Rasen.

Auch wenn nach der Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 Ernüchterung herrscht, hat Hertha BSC alles in der eigenen Hand. Gegen Borussia Dortmund am letzten Spieltag würde ein Punkt für die definitive Rettung reichen. Der VfB Stuttgart muss gegen den 1. FC Köln gewinnen um noch die Chance zu wahren, vom Relegationsplatz zu springen. Felix Magath hatte unter der Woche und auch nach dem Spiel gegen Mainz gesagt, dass er seit Wochen mit einem Relegations-Duell gegen den HSV plane und sich diesbezüglich jetzt sogar darauf vorbereiten würde. Sollte es zu dieser Konstellation kommen, müsste man sich als Herthaner wohl dankbar zeigen, dass man die Chance hat, über zwei weitere Spiele den Abstieg zu verhindern.

[Titelbild: Maja Hitij/Getty Images]

Drei Thesen zu Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05

Drei Thesen zu Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05

Bundesliga-Topspiel am 33. Spieltag. Hertha BSC empfängt im Berliner Olympiastadion den 1. FSV Mainz 05 und kann den letzten Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gehen. Nachdem Arminia Bielefeld am Freitagabend gegen den VfL Bochum verloren hatte, ist zumindest schon einmal der direkte Abstieg abgewendet. Auf das Ergebnis der Stuttgarter am Sonntag in München kann und will man sich nicht verlassen, der Klassenerhalt soll vor prächtiger Kulisse im eigenen Wohnzimmer gefeiert werden. Das sind unsere drei Thesen für das Spiel.

Das Spiel wird dreckig

Die Mainzer, deren Saison sich frühzeitig Richtung Mittelfeld ebnete, rutschten in den letzten Wochen in eine Abwärtsspirale, die die guten Leistungen in dieser Saison trübten. Der Sieg gegen die müden und lustlosen Meister-Bayern am letzten Wochenende war dann aber noch die Kirsche auf der im Endeffekt vollkommen akzeptablen Spielzeit.

Gegen die „Alte Dame“ werden die Mainzer versuchen, die großartige Atmosphäre im Stadion zu genießen, das Spiel auf sich zukommen lassen und es nicht nötig haben, die Hertha großartig in ihrer eigenen Hälfte einzuschnüren. Die Berliner müssen das Spiel machen, sich auf ihre Stärken und einfachen Spielzüge verlassen, um etwas mitnehmen zu können. Es wird ein Kampf gegen eine Mainzer Team sein, das Fehler eiskalt ausnutzen wird.

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(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Im Hinspiel ging die Mannschaft mit 0:4 unter. Auch ein Zeugnis der Vercoachung Tayfun Korkuts. Viel zur Spielgestaltung werden die Rheinhessen nicht beitragen, was Hertha das Leben schwer machen wird.

Hertha – Mainz: Das Spiel endet knapp

Wir werden kein Torfestival zu sehen bekommen. Womöglich wird ein einziges Tor das Spiel entscheiden. Keiner wird es wagen ins offene Messer zu rennen und große Risiken einzugehen. Hertha muss sich dringend auf die gefährlichen Mainzer Stürmer einstellen. Ein Siegtreffer von Karim Onisiwo würde leider zu gut ins Klischee der Hertha-Niederlagen passen.

Selbst muss man sich wie in den Spielen zuvor auf einfache Spielzüge konzentrieren, Standardsituationen nutzen und das Glück vor dem Tor erzwingen. Für die Hertha kann das Spiel zu einer Geduldsprobe werden, die Charakter, Disziplin und Psyche fordern wird.


Mit einem Heimsieg zur besten Spielzeit um 18:30 Uhr kann Hertha BSC am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 den Klassenerhalt sichern. Worauf es ankommt, lest ihr hier.


Raffael gegen Hoffenheim, Belfodil gegen Stuttgart und heute…?

In den vergangenen Jahren hat die Hertha eines bewiesen. Mit negativem Druck können die Blau-Weißen umgehen. Der dritte Abstiegskampf hintereinander. Während Herthaner Mannschaften sich immer im Kampf um die internationalen Plätze schwertaten, konnten sie in den unteren Tabellenregionen dem Tod immer wieder von der Klinge springen. So wird es auch gegen die Mainzer sein. Angetrieben von knapp 70.000 Fans müssen die Spieler die Situation positiv annehmen.

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Springt der Funken über, kann wie gegen Stuttgart eine großartige Stimmung entstehen, die sich mit dem Kampf und der Leidenschaft des Teams vermischt. Das Potential, den Tag zu einem Goldenen zu machen, ist riesig. Wir werden einen ikonischen Moment für jeden Zuschauer sehen. Ähnlich wie bei Raffaels Lauf auf das leere Hoffenheimer Tor 2012 oder Ishak Belfodil gegen Stuttgart, könnte es auch heute zu einem Moment der emotionalen Explosion kommen.

[Titelbild: Maja Hitij/Getty Images]