Drei Thesen für Hertha BSC – VfB Stuttgart

Drei Thesen für Hertha BSC – VfB Stuttgart

Das erste „Finale“ hat Hertha für sich entscheiden können. Mit dem knappen 1:0 Erfolg in Augburg verbesserte die „alte Dame“ ihre Ausgangsposition gegenüber der Konkurrenz im Abstiegskampf. Doch am Wochenende wird die Partie wohl noch entscheidender, noch wichtiger. Bevor es für die Elf von Felix Magath nach Bielefeld geht, muss sie zunächst gegen den VfB Stuttgart Zuhause bestehen. Ein „Sechs-Punkte-Spiel“, ein „Abstiegskracher“ – wie auch immer man es nennen möchte: Hertha muss es unbedingt schaffen, im Heimspiel einen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

Bevor es auf dem Platz wieder um alles geht, stellen wir nochmal 3 Thesen zum Spiel Hertha BSC – VfB Stuttgart auf.

Davie Selke steht für Hertha in der Startelf – und trifft nicht

Wenn man ehrlich ist: Herthas Sturm ist aktuell nur bedingt Bundesliga-tauglich. Herthas bester Torschütze Stevan Jovetic (6 Bundesliga-Treffer) ist mal wieder nicht fit und Ishak Belfodil wurde zuletzt aufgrund seiner fehlenden Einsatzbereitschaft vom Cheftrainer aus dem Kader geschmissen. Zwar ist der Algerier bereits zurück im Mannschaftstraining, ob er wieder in die Startelf rotiert, ist allerdings zweifelhaft.

Toller Einsatz aber zu selten erfolgreich – Davie Selke bei seinem Treffer gegen Arminia Bielefeld in der Hinrunde 2021. (Foto: Matthias Kern/Getty Images)

Deshalb wird man wohl erneut Davie Selke in der Sturmspitze sehen. Der großgewachsene Mittelstürmer hat wahrlich keine grandiose Bilanz, ist mit seinen zwei Bundesligatreffern diese Saison nicht gerade eine Tormaschine. Was ihm allerdings ganz sicher nicht fehlt, ist Einsatzbereitschaft, was er auch im Spiel gegen den FC Augsburg unter Beweis stellte. Und genau deshalb wird er wohl wieder seine Chance bekommen. Nur wahrscheinlich wieder ohne Torerfolg. Was auch nicht schlimm ist … solange bei Hertha andere treffen.

Santiago Ascacibar und Lucas Tousart– die Löwen brüllen weiter

Zwei weitere Spieler, die über Einsatzbereitschaft kommen, sind Santiago Ascacibar und Lucas Tousart. Kein Wunder also, dass sie beide aktuell unumstrittene Stammspieler sind. Bisher setzte Felix Magath jedes Spiel auf das Duo. Beide tragen auch den Spitznamen „Löwe“, zumindest nannte so Pal Dardai den französischen Mittelfeldspieler, während bei Ascacibar die argentinischen Wurzeln zu „El León“ führten.

Unter Magath immer zusammen in der Startelf – Santiago Ascacíbar und Lucas Tousart (Foto: John Macdougall/AFP via Getty Images)

Der Turban-Träger vom Augsburg-Spiel wurde zuletzt nicht nur in den Medien für sein entschlossenes Auftreten gelobt, sondern auch vom eigenen Trainerteam. Gegen den Ex-Club sollte der Argentinier besonders motiviert und voller Tatendrang sein. Die gegen Augsburg sehr stabile Zentrale mit Ascacibar und Tousart wird wohl auch am Sonntag wieder zu sehen sein. Es bleibt zu hoffen, dass sie auch im so wichtigen Heimspiel ihrem Ruf als kämpferische Raubtiere gerecht werden.

Stuttgart bleibt im Jahr 2022 sieglos – zumindest Auswärts

Zum Abschluss lehnen wir uns mal weit aus dem Fenster und wagen eine optimistische These: der VfB Stuttgart wird die Auswärts-Sieglos-Serie in 2022 fortführen. Aus den letzten Spielen auf fremdem Platz konnten die Schwaben nur vier Punkte holen (4 Remis, 3 Niederlagen). In Bieleld spielten sie 1:1, in Mainz nur 0:0. In den letzten beiden Partien konnte Stuttgart keinen Treffer erzielen. Zugegeben: Herthas Bilanz sieht nicht viel besser aus. Doch die Berliner holten immerhin aus den letzten vier Spielen zwei Siege und erzielten jedes Mal mindestens einen Treffer.

Überhaupt schoss Hertha in dieser Saison bisher in jedem Heimspiel ein Tor oder mehr. So bleibt die Hoffnung, dass auch am Sonntag die Auswärtsmannschaft keine drei Punkte holt. Ganz klar: ein Sieg gegen Stuttgart wäre für Hertha fast schon der entscheidende Rettungsschlag. Doch auch ein Remis könnte immerhin dafür sorgen, dass die Blau-Weißen in der Tabelle auf dem rettenden Ufer bleibt. Bleibt also nur Punkten. Irgendwie. Und das Tor treffen. Sowieso.

Titelbild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Drei Thesen zu SC Freiburg – Hertha BSC

Drei Thesen zu SC Freiburg – Hertha BSC

So schwierig es in der aktuellen Lage ist: wir werfen den Blick auf das Spiel SC Freiburg – Hertha BSC, das am Samstagnachmittag stattfindet. Die Situation von Hertha BSC könnte man als ungebremste Talfahrt bezeichnen. Noch steht die „alte Dame“ auf einen Nichtabstiegsplatz. Damit es so bleibt, muss die personal-geschwächte Mannschaft von Tayfun Korkut diese Abwärtsspirale stoppen und gegen den SC Freiburg punkten, bestenfalls dreifach.

Der Glaube daran ist auch unter Hertha-Fans nicht sonderlich groß. Doch wie wird die Partie am Samstag verlaufen? Hierzu haben wir wieder drei Thesen vorbereitet.

Serdars Rückkehr belebt Herthas Offensivspiel

Wer auf „Transfermarkt.de“ Herthas Kaderseite aufruft und einen Blick auf die Defensivabteilung wirft (Torhüter und Verteidiger), kann ein interessantes Phänomen beobachten. Es gibt mehr Spieler, die verletzt und gesperrt sind, als Spieler, die tatsächlich spielen könnten. Immerhin sieht es im Mittelfeld und in der Offensive etwas besser aus. Ein Spieler, der am Samstag wieder zur Verfügung steht, ist Suat Serdar.

Foto: Joosep Martinson/Getty Images

Die Rückkehr des 24-Jährigen wird Herthas Offensive gut tun. Kaum ein Spieler im Kader hat das Potenzial, die Offensive aus dem Mittelfeld heraus zu beleben, wie Serdar. Am Samstag, in einer äußerst bedrohlichen Lage, wird er einer der Lichtblicke bei den Blau-Weißen sein. Seine zwei Bundesliga Tore diese Saison hat er bisher auswärts erzielt: ein Doppelpack in Bochum. Es wäre genau der richtige Zeitpunkt, das Kunststück zu wiederholen.

Am Keeper wird es in Freiburg nicht liegen

Der Ausfall von Alexander Schwolow aufgrund einer Corona-Infektion war der nächste Schlag in die Magengrube der Hertha-Fans. Dabei war gerade Schwolow nicht der gewünschte Rückhalt in dieser Saison und auch in den letzten Spielen selten überzeugend.

Da allerdings sowohl Rune Jarstein als auch Oliver Christensen im Aufbautraining sind und nicht zur Verfügung stehen, stellt sich die Frage, wie man ihn ersetzt. Marcel Lotka wird es wohl werden: der junge 20-Jährige wird sein erstes Profispiel für Hertha BSC bestreiten. Als Nummer zwei wird dann der wiedergenesene Nils Körber auf der Bank Platz nehmen.

Foto: Adam Nurkiewicz/Getty Images

Doch am Ende wird die Torhüter-Position das Spiel nicht entscheiden. Ob Herthas Ersatzkeeper ein starkes Spiel macht oder nicht: er bleibt weiterhin abhängig von der Leistung seiner Hintermannschaft, die ebenfalls von Ausfällen gebeutelt ist. Ob Hertha sich gegen Freiburg befreien kann, oder noch tiefer in Abstiegsnot gerät, am Keeper wird es nicht liegen.


In Freiburg will Hertha BSC endlich wieder gewinnen – aufgrund des starken Gegners und Herthas Kadersituation kein einfaches Unterfangen. Unser Blick auf die PK vor dem Spiel.


„Fußball ist heute Sch***egal“

So sehr man sich in Sachen Hertha und Fußball reinsteigern kann, so sehr die Leidenschaft für diesen Sport sowohl Herz als auch Verstand bewegen kann: die Weltlage zeigt, wie wenig Bedeutung dies am Ende hat.

So war diese Woche kaum an Fußball zu denken. Allein die Redaktion dieses Artikels erfolgte mit großem Zweifel und Sorge. Doch am Ende sind es die kleinen Sachen wie der Fußball, die uns den schweren Alltag erleichtern. Wer macht sich denn nicht lieber Sorgen über Herthas drohenden Abstieg, als über den Verlust von Menschenleben und globale Konflikte?

Wenn am Samstagabend das Spiel abgepfiffen wird, wird das Ergebnis nebensächlich sein. Auch wenn sich Hertha-Fans trotzdem über das Ergebnis hochemotional ärgern oder freuen werden.

Titelbild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Kélian Nsona – der Sommer fängt jetzt schon an

Kélian Nsona – der Sommer fängt jetzt schon an

„Endlich wieder Fußball“, wird sich Kélian Nsona am Dienstagvormittag gedacht haben. Die junge Neuverpflichtung von Hertha BSC stand nämlich nach monatelanger verletzungsbedingter Pause wieder auf dem Fußballplatz und trainierte individuell. Auch wenn noch ein langer Weg vor ihm liegt, ist das eine erfreuliche Nachricht. Der junge Flügelstürmer vom „Stade Malherbe Caen“ dürfte sicherlich für die meisten Fans noch unbekannt sein. Deshalb werfen wir einen Blick auf den 19-Jährigen, und darauf, was er Hertha BSC in Zukunft bringen kann.

Wir versuchen alle wichtigsten Fragen zum Neuzugang zu klären. Eine ganz besondere Hilfe war uns dabei SM Caen-Experte Fabien (auf Twitter @StatMalherbe), der nicht nur in 2020 einen absolut lesenswerten Artikel über Nsona veröffentlichte (hier in französischer Sprache abrufbar), sondern auch einige unserer Fragen beantwortete.

Wer ist Kélian Nsona?

Wie auch sein neuer Mitspieler Myziane Maolida kommt Kélian Nsona ursprünglich aus der Pariser Region. Er spielte als Kind auch bis zum fünfzehnten Lebensjahr in der französischen Hauptstadt und Umgebung, zunächst in seinem Heimatclub von Ivry-sur-Seine und danach beim Paris FC, bevor er dann in die Jugendakademie des SM Caen aufgenommen wurde.

Dort wurde er von 2017 bis 2021 ausgebildet, wo er bis zu seinem Wechsel zu Hertha BSC blieb. In der Zeit machte er mit 17 Jahren sein Profidebüt in der Saison 2019/2020, bevor er in der Folgesaison richtig durchstarten und 30 Saisonspiele absolvieren konnte. Dabei erzielte er zwei eigene Treffer. Zudem spielte er auch in Frankreichs U17 und U18, kam in der U17 Europameisterschaft bis ins Halbfinale.

(Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

Eigentlich schien die Entwicklung des jungen Franzosen steil nach oben zu gehen. Leider wurde sie im Juli 2021 abrupt gestoppt. Ein Kreuzbandriss warf den damals 18-jährigen Nsona zurück, der diese schwere Verletzung seitdem auskurierte. Einen Neustart beim Ausbildungsverein Caen sollte es jedoch nicht mehr geben: bereits in der Winterpause war sein Wechsel zu Hertha BSC offiziell.

Warum diese Verpflichtung?

Doch warum hatte Hertha BSC Interesse an Nsona? Bevor wir auf die Stärken und Schwächen des Spielers eingehen, lohnt sich der Blick auf dessen Position. Der 19-Jährige ist ein klassischer Flügelstürmer. Die meisten Einsätze absolvierte er als Linksaußen.

Die Flügelstürmer-Position ist bei Hertha BSC, das ist bekannt, bereits seit Jahren äußerst dünn besetzt. So dünn, dass Spieler wie Suat Serdar oder Jurgen Ekkelenkamp regelmäßig auf den Außenpositionen aushelfen müssen. Wenig verwunderlich also, dass Bobic und co. nach Lösungen suchen, um diese Lücke langfristig zu schließen. Sowohl Stamm- als auch Ergänzungsspieler werden benötigt.

Nsona stand nicht nur bei Hertha auf der Scoutingliste und hätte wohl ganz andere Interessenten gehabt, wenn sein Kreuzbandriss ihn nicht aus der Spur geworfen hätte. Zudem lief sein Vertrag im Sommer aus, sodass er für wenig Geld zu holen war. Gute Gründe also, warum in diesem Fall eine Verpflichtung aus Hertha-Sicht Sinn ergab.

Was sind seine Stärken?

Doch die Frage bleibt, was Nsona tatsächlich zu bieten hat. Eine ganze Menge, so scheint es, denn der junge 19-Jährige hatte bis zu seiner Verletzung sportlich durchaus überzeugt. Mit 1,89 Metern ist er für einen Außenstürmer besonders groß, weiß auch diese Körpergröße in Zweikämpfe einzusetzen und ist da nicht leicht aufzuhalten. Dazu ist er beidfüßig und somit sowohl links als auch rechts einsetzbar. Was ihn ebenfalls auszeichnet, ist sein Fleiß und seine Laufstärke: auch ohne Ball ist er sich nicht zu schade, die Räume zuzulaufen und Defensivaufgaben zu übernehmen.

Die bereits angesprochene Körpergröße und Physis ist bei Nsona besonders wertvoll bei Defensivzweikämpfen und sorgt dafür, dass er viele Duelle für sich entscheidet. Zudem hat der Franzose eine gute Technik. Doch seine wohl größte Waffe ist seine Schnelligkeit, welche er öfters bei Tempo-Dribblings nutzt. Pro Spiel weist er einige Tempoläufe und Sprints auf.

Er hat auch bereits sein Lieblingsdribbling gefunden: auf der linken Außenseite nimmt er den Ball mit dem rechten Fuß und täuscht an, dass er nach Innen dribbeln wird. Stattdessen legt er sich aber den Ball in die Tiefe weit vor und erwischt seinen Bewacher auf den falschen Fuß. Eine simple, jedoch sehr effektive Technik, mit welcher er bereits öfters erfolgreich war.

Das “Signature-Move” von Kélian Nsona.

So versucht er sich nicht nur oft beim Dribbling: seine Erfolgsquote ist ebenfalls besonders hoch (über 65% erfolgreiche Dribblings). Nsona weist also mehrere Stärken auf, die ihn für Hertha BSC besonders wertvoll machen könnten. Um auf Bundesliganiveau erfolgreich zu sein, wird er allerdings noch an sich arbeiten müssen, denn an einigen Stellen ist noch Verbesserungspotenzial.

Was sind seine Schwächen?

Die soeben beschriebenen Stärken kollidieren mit Schwierigkeiten, die einige junge Spieler auf den Außenbahnen aufweisen. Die Dribblingstärke von Nsona bringt leider noch zu selten Torgefahr mit sich. Tatsächlich kann er sich wie bereits angesprochen oft erfolgreich durchsetzen, ob im Laufduell oder Dribbling. Allerdings befindet er sich dann oft weit Außen, wo der Winkel zum Tor spitz wird und der Strafraum auch oft mit Defensivspielern gut besetzt ist.

So findet er sich nur selten in guten Schusspositionen wieder. Zudem sind seine Flanken und Hereingaben noch verbesserungswürdig. Außerdem fehle in seinem Spiel noch die Vielseitigkeit, erklärt uns Fabien: „Er schaltet seine Gegner zu oft auf die gleiche Weise aus. Er muss Gegenspieler auch anders ausspielen können. Generell muss er in der Lage sein, die Offensive auf unterschiedliche Weise zu prägen. Das ist seine größte Herausforderung.“

Auch die bereits angesprochene Dribbling-Variante von Nsona wird bei den Verteidigern der Bundesliga irgendwann bekannt und einfacher zu antizipieren sein. Allerdings kann man sich an dieser Stelle auch an einen gewissen Arjen Robben zurückerinnern, der ebenfalls immer wieder dieselbe Dribbling-Variante wählte (allerdings mit Läufen nach Innen anstatt nach Außen wie Nsona). Obwohl viele Verteidiger genau wussten, was der Niederländer versuchen würde, war dieser trotzdem kaum aufzuhalten. Auch wenn Robben ein ganz anderer Level ist: das kann Nsona Mut machen.

Wie „tickt“ der Spieler?

„Mentalität“ ist spätestens seit den Aussagen von Fredi Bobic im Sommer bei Hertha BSC ein Dauerthema. So ist natürlich die Frage, wie Nsona auch vom Charakter her in die Mannschaft passt, wichtig. Dass ähnlich wie bei Lucas Tousart oder Myziane Maolida die Sprache ein Faktor sein wird, ist klar. So wird seine Integration länger dauern und kompliziert sein. Immerhin hat er Landsmänner, die ihm da zur Seite stehen können.

(Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

Der 19-Jährige ist in seinem Ex-Club in Sachen Mentalität nicht negativ aufgefallen. Zwar hätten sich laut Fabien einige Fans geärgert, dass er seinem Ausbildungsclub nicht länger die Treue hält, allerdings sei es auch nachvollziehbar, dass ein junger Spieler mit auslaufendem Vertrag nicht unbedingt in Caen bleiben wolle. Die Ablösesumme (zirka 500.000 Euro) sei ein kleines Trostpflaster.

Wie er sich auf dem Platz verhält, konnte man dafür bereits beim SM Caen beobachten. „Seine Emotionen sind auf dem Spielfeld kaum sichtbar: keine Frustration, keine Verärgerung, kaum Freudensausbrüche. Er ist in seiner Blase“, erzählt Fabien. „Gegen Ende der Saison überspielte er ein wenig, indem er alleine Durchbrüche versuchte und sich von den anderen abkoppelte.“

Was die taktische Disziplin und Defensivarbeit von Nsona angeht kann uns Fabien beruhigen : „Dupraz (Trainer vom SM Caen 2020/21) hat ihn in die Mannschaft geworfen, weil er auch ohne Ball zuverlässig war: er hielt sich an den Spielplan, wiederholte die eintrainierten Läufe, nahm seine Gegenspieler in Deckung…An seinem defensiven Engagement gibt es nichts zu bemängeln.“

Kann er Hertha jetzt schon helfen?

Ob der Franzose bereits in der Rückrunde eine echte Option werden kann, ist eher unwahrscheinlich. Die Rückkehr im Einzeltraining ist nur der erste Schritt. Auch wenn er in der Rückrunde fit genug wird, müsste er sich noch an seine neue Mannschaft und seine neue Liga gewöhnen. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass er in den letzten Saisonspielen als Joker eine Option wird.

Fredi Bobic erklärte aber deutlich, dass Nsona nicht sofort helfen soll, sondern zunächst die restliche Saison nutzen soll, um wieder hundertprozentig fit zu werden: „Er ist ein Spieler, den wir eigentlich eher für den Sommer haben wollten. Er soll erstmal ankommen, die Sprache lernen. Er soll richtig aufgebaut werden.“ Anders als seine zwei Landsmänner bei Hertha BSC wird er nicht erst mit der Sommervorbereitung ins kalte Wasser geschmissen. Die fängt bei Nsona quasi bereits jetzt schon an.

Vom System her ist er laut Fabien ein System mit einer Viererkette gewöhnt: „In der Zeit, in der Caen mit drei Innenverteidigern spielte, hat er weniger gespielt, da er als Flügelstürmer eingesetzt wird. Er ist noch nicht sehr vielseitig einsetzbar. Er zeigte sich vor allem in einem eher wenig expansiven und enthusiastischen Fußball.“

Nsona startet diese Woche im Einzeltraining bei Hertha BSC.

Was darf man von Nsona jetzt erwarten?

„Wenig expansiven und enthusiastischen Fußball“ wird Nsona natürlich zunächst einmal bei den „blau-weißen“ wiederfinden. Er bringt jedoch genug Qualität mit, um seine neue Mannschaft mittelfristig besser zu machen.

Dass er mit seinen 19 Jahren noch kein „fertiger“ Spieler sein kann, müsste jedem klar sein. So wird er wohl auch nicht bereits in der kommenden Saison die Liga auseinandernehmen. So groß das Potenzial und auch der Bedarf auf seiner Position ist, so muss auch bei den Fans die Geduld groß sein.

Die Geduld könnte sich jedoch bei Kélian Nsona lohnen: die Qualitäten die er hat sind für jeden sichtbar, sein Entwicklungspotenzial quasi grenzenlos. Nsona ist also ein weiterer „typischer“ Bobic-Transfer. Eine Wette mit sehr wenig finanzielles Risiko. Ein junger, talentierter Spieler, der nach seiner Verletzung seine erste große Herausforderung als Fußball-Profi entgegenfiebert.

Ohne die Last einer hohen Ablöse oder einer absurd hohen Erwartungshaltung könnte er seinen Weg machen und Hertha-Fans viel Freude bereiten. Es wird aber auch an Fans und Umfeld liegen, ihm die Zeit und die Unterstützung zu geben. Wahrhaftig ein Spieler für die Zukunft also. Und die gehört ja Hertha, so hört man.

[Titelbild: Srdjan Stevanovic/Getty Images]

Herthaner im Fokus: Nullnummer vor dem Saisonhighlight

Herthaner im Fokus: Nullnummer vor dem Saisonhighlight

So richtig entscheiden konnte man sich am Samstagabend nicht: war das 0:0 gegen den VfL Wolfsburg jetzt ein Rückschlag oder eher eine leichte Verbesserung? Am Ende holt Hertha Auswärts immerhin einen wichtigen Punkt und hält den dünnen Abstand zum Tabellenkeller. Da bei dieser Partie gerade in der Offensive wenig passiert, werfen wir einen Blick auf Herthas Hintermannschaft.

Schwolow – Endlich wieder weiße Weste

Die Kritik an Alexander Schwolow wurde zuletzt etwas lauter. Zu viele Gegentore, zu wenig Spiele zu Null. Dabei hatte es Herthas Keeper diese Saison mit seiner Defensive nun wirklich nicht leicht und wurde immer wieder in Stich gelassen, wie auch am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den 1. FC Köln.

Wahr ist: gerade die Konkurrenz auf dieser Position ist aktuell eher gering. Rune Jarstein trainiert noch individuell und Oliver Christensen fällt aufgrund einer Covid-19 Infektion aus. So saß am Samstag Nils Körber als Ersatzkeeper auf der Bank. Doch große Sorge sollte nicht aufkommen: Schwolow zeigte sich von Beginn an besonders aufmerksam und hellwach.

Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Das extrem hohe Pressing des Heimteams zum Beispiel erkannte der Keeper früh und wechselte von kurzen zu langen Abstößen, um seine Mannschaft zu entlasten. Zudem war er bei den Wolfsburger Torchancen zur Stelle, erlaubte sich keine Fehler. Auch beim Rauslaufen, wie in der 80. Minute gegen Dodi Lukebakio, bleib er konzentriert.

Ganz besonders Schwolow sollte sich darüber freuen, dass am Ende Hertha endlich wieder zu Null spielte. Es war nur das dritte Mal diese Saison, dass der 29-Jährige mit einer weißen Weste ein Bundesligaspiel zu Ende bringen konnte. Nur in den Heimspielen gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) und Arminia Bielefeld (2:0) musste er nicht hinter sich greifen.

Maximilian Mittelstädt – „Under Pressure“

Bereits vergangenes Wochenende war Maximilian Mittelstädt bei uns im „Fokus“. Wie auch gegen Köln konnte der 24-Jährige in Wolfsburg Offensiv kaum Akzente setzen. Dieses Mal jedoch wurde er ganz besonders gefordert und musste gerade in der Anfangsphase hohe Konzentration und Nervenstärke beweisen.

Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Die Offensive des VfL presste in den ersten 20 Minuten der Partie extrem hoch und lief Herthas Defensive früh an. Gerade Mittelstädt wurde von seinen Gegenspielern Baku und Steffen oft unter Druck gesetzt. Er durfte sich keinen Fehler erlauben. So ist es kein Wunder, dass er laut „Bundesliga.com“ der Spieler war, der am häufigsten unter Druck gesetzt wurde (ganze 48 Mal). Diesem Druck hielt Mittelstädt allerdings stand, gewann viele Zweikämpfe (17, bester Wert bei Hertha) und fing drei wichtige Bälle ab.

Im Ergebnis war die linke Seite der Blau-Weißen in der ersten Halbzeit deutlich weniger anfällig für Wolfsburgs Angriffe. Wie auch seine Mitspieler traute er sich im Laufe der zweiten Hälfte etwas mehr zu, hatte dabei jedoch genauso wenig Erfolg. Der Linksverteidiger lieferte insgesamt eine solide Leistung ab und hatte seinen Anteil daran, dass Hertha am Ende zu Null spielte.

Lukas Klünter – Einsatz in Notfalllage

Ob es viele gibt, die vor einigen Wochen darauf gewettet hätten, dass am 19. Spieltag Lukas Klünter in Herthas Startelf stehen würde, ist zu bezweifeln. Doch Herthas Personallage sorgte dafür: nach dem Wechsel von Deyovaisio Zeefuik und der kurzfristigen Covid-19 Infektion von Peter Pekarik stand nur noch ein gelernter Rechtsverteidiger zur Verfügung. Der 25-Jährige absolvierte im Auswärtsspiel in Wolfsburg die kompletten 90 Minuten.

Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass er drei Monate aufgrund einer Schulter-Operation ausfiel, erst vor kurzem wieder ins Mannschaftstraining einstieg und sein letzter Startelf-Einsatz Mitte September war. „Ich kann meinem Körper in solchen Situationen nach Verletzungen vertrauen, auch nach dem Muskelbündelriss 2018 war ich recht schnell wieder fit“, sagte Klünter noch Anfang Januar zu seiner Rückkehr.

(Photo by TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Images)

Dass die lange Verletzung nicht spurlos an ihm vorbei gegangen ist, merkte man allerdings zu Beginn der Partie. Herthas rechte Seite war besonders anfällig, gerade Jérôme Roussillon stellte Klünter vor großen Schwierigkeiten. Klünter selbst hatte Anfangs Probleme mit den Abständen, war oft ein Schritt zu spät oder zu weit vom Gegenspieler weg. Im Laufe der Partie steigerte er sich allerdings. So nahm Wolfsburgs Druck über die rechte Seite ab.

Der 25-Jährige hatte dann gegen Ende der Partie erneut Schwierigkeiten. Es war zu spüren, dass der Tank langsam leer wurde. So musste er öfter zu Fouls greifen und hatte am Ende Glück, nicht mit gelb-rot vom Platz zu fliegen. Mit 33,44 km/h war er immerhin der schnellste Spieler bei Hertha und ackerte unermüdlich auf der rechten Seite bis zum Abpfiff. Seine Rückkehr kommt zum richtigen Zeitpunkt, im Hinblick auf Herthas Personallage. Es bleibt zu hoffen, dass auch für Klünter die Rückrunde besser läuft als die Hinrunde.

Santi Ascacibar – Defensiv unermüdlich, Offensiv un-inspiriert

Wie die gesamte Mannschaft von Hertha BSC war auch von Santiago Ascacibar am Samstag offensiv wenig zu sehen. Zwar gab er zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Schuss per Direktabnahme ab, dies war aber die einzige Aktion, die einen Hauch von Torgefahr mit sich brachte. Auch konnte er seine Mitspieler in der Offensive kaum in Szene setzen und fokussierte sich auf die Defensivarbeit.

Dies gelang ihm recht ordentlich: zwei Bälle konnte er abfangen und zwei weitere klären. Besonders auffällig war jedoch seine Passgenauigkeit: 87% seiner 73 Pässe fanden den richtigen Mitspieler (Höchstwert bei Hertha). Auch wenn diese meistens nach Hinten gespielt wurden, konnte er damit immerhin das Spiel beruhigen und vermied unnötige Ballverluste.

Foto: Stuart Franklin/Getty Images)

In einzelnen Szenen zeigte er sich auch mal unkonzentriert und überhastet, wie in der 45. Minute, wo er mit beiden Beinen am Gegner vorbei grätschte und damit überspielt wurde. Auch bei Luftzweikämpfen konnte er in der Zentrale wenig Bälle behaupten – bei einer Körpergröße von nur 1,68m aber keine große Überraschung.

Der 24-Jährige Argentinier zeigte gegen Wolfsburg, warum er in solchen Spielen wertvoll sein kann. Es zeigte sich aber auch, dass das Duo Darida-Ascacibar im zentralen Mittelfeld nur sehr begrenzt dafür geeignet ist, durch die Zentrale eine Offensive anzukurbeln. Die Abwesenheit von Suat Serdar war dabei besonders stark zu verspüren.

[Titelbild: Stuart Franklin/Getty Images]

Eintracht Frankfurt – Hertha BSC: Bayern-Fluch oder Hertha-Herbstdepression

Eintracht Frankfurt – Hertha BSC: Bayern-Fluch oder Hertha-Herbstdepression

Die Länderspielpause hätte Hertha BSC etwas Ruhe bringen können. Doch spätestens am Dienstagabend, mit der Vertragsauflösung von Carsten Schmidt, war wieder große Aufregung zu spüren. Trotzdem läuft die Saison unaufhaltsam weiter und sowohl Fans als auch Mannschaft dürfen (oder müssen) sich bereits am Samstag wieder mit Fußball beschäftigen. Hertha BSC ist zu Gast bei Eintracht Frankfurt, und hat nur wenig Selbstvertrauen im Gepäck. Gebeutelt nach dem 0:6 Debakel in Leipzig und der Heimniederlage gegen den SC Freiburg steht die Elf von Pal Dardai wieder einmal unter Druck. Wir blicken auf die Kaderoptionen bei Hertha, auf Rückkehrer und Ausfälle sowie auf die Situation bei den Gastgebern.

Herthas Nationalspieler – ohne große Verluste

Auch wenn Länderspielpausen bei Fans nicht gerade beliebt sind, war es gerade für Stevan Jovetic und Krzysztof Piatek wichtig, dringend benötigte Spielpraxis zu sammeln. Herthas Kapitän Dedryck Boyata hingegen kam für Belgien nicht zum Einsatz. Dafür konnten Piatek und Ekkelenkamp durch eigene Treffer Selbstvertrauen tanken.

Wenn verletzungsanfällige oder kürzlich wieder genesene Spieler wie Boyata, Piatek oder Jovetic auf Länderspielreise sind, ist man als Hertha-Fan erst beruhigt, wenn die Spieler wieder gesund und fit zurück in Berlin sind. Dieses Mal kamen die Nationalspieler glücklicherweise ohne nennenswerte Verletzungen nach Hause.

Das wird insbesondere im Hinblick auf die Verletztenmisere der vergangenen Wochen guttun. So hat Pal Dardai in der Offensive deutlich mehr Optionen im Kader als noch vor einigen Spieltagen. Myziane Maolida feierte seine Rückkehr im Mannschaftstraining und dürfte sich Hoffnungen auf eine Einwechslung gegen Frankfurt machen.

Frage nach Herthas Defensive – Wer soll es richten?

Doch die Personalsituation in der Defensive bleibt suboptimal, auch wenn die Rückkehr von einigen Spielern im Mannschaftstraining schon bald zu erwarten ist. Für Jordan Torunarigha, Marton Dardai und Deyo Zeefuik sollte die Auswärtsfahrt noch keine Option sein. Auch Linus Gechter und Lukas Klünter werden fehlen.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Da gerade die Defensive in dieser Saison nicht funktioniert, bleiben die Sorgen im Hinblick auf die nächste Bundesligapartie dieselben. Hinzu kommt das Problem, dass es bei der „alten Dame“ vorprogrammierte Wechsel gibt. Spieler wie Boyata, Boateng oder auch Jovetic haben aktuell nicht 90 Minuten in den Beinen. Wenn diese Spieler also in der Startelf stehen, muss Herthas Trainerteam bereits drei feste Wechsel einplanen, und kann auf Verletzungen und taktische Umstellungen im Laufe der Partie weniger gut reagieren.

Doch wer überhaupt gegen Frankfurt startet, ist noch unsicher. Die vielen Ausfälle und taktische Umstellungen in den ersten Saisonspielen sorgen dafür, dass sich bisher keine zentrale Achse, geschweige denn eine Startelf etablieren konnte. Ob Herthas Chefcoach angesichts der Personallage in der Innenverteidigung weiter an einer Dreierkette festhält, ist fraglich.

Hertha mit wenig Selbstvertrauen – Boateng mit ehrlichen Worten

Doch Herthas Probleme liegen bekanntlich nicht nur auf individueller oder taktischer Ebene. Die letzten Wochen dürften das ohnehin niedrige Selbstvertrauen der Blau-Weißen nicht gerade gestärkt haben. Selbstvertrauen dürfte beim Gegner hingegen ein Stichwort sein. Die Eintracht konnte Zuhause in der letzten Partie den FC Bayern München bezwingen und gleichzeitig Hertha in der Tabelle überholen.

Immerhin zeigte sich Ex-Frankfurter Kevin-Prince Boateng in einer Medienrunde im Laufe der Woche nicht nur ehrlich, sondern auch verantwortungsbewusst: „Ich probiere alles, gebe Vollgas und gehe an meine Grenzen – körperlich und mental. Ich bin 24 Stunden dran. Ich schlafe manchmal nicht, wenn wir ehrlich sind, weil ich wirklich daran arbeite, was man besser machen kann.“

Zu seiner Rückkehr in alter Wirkungsstätte sagt der 34-Jährige: „Es ist ein Spiel, was wir gewinnen müssen, was wir gewinnen wollen. Wir können uns vor dem Spiel, nach dem Spiel umarmen, aber im Spiel wird es keine Freunde geben.“

Rückkehr zur Eintracht für Bobic – Frankfurt stabiler als Hertha

Boateng ist dabei nicht der einzige Herthaner, der aufgrund seiner Vergangenheit besonders gerne in Frankfurt gewinnen würde. Auch für Fredi Bobic sollte die Partie am Main einen besonderen Beigeschmack haben. Die Abwesenheit der Frankfurter Ultra-Szene am Wochenende wird ihn dabei wohl nicht gerade traurig machen.

Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images

Tabellarisch scheint die Eintracht in Reichweite zu sein. Doch ein Duell in Augenhöhe dürfte es eher nicht sein. Die Frankfurter haben zwar nicht den besten Saisonstart hingelegt, verloren jedoch nur ihre erste Partie gegen Borussia Dortmund. Anders als Hertha schaffte es die Eintracht sowohl gegen Wolfsburg als auch gegen Köln zu punkten. Die drei Punkte gegen Bayern waren die ersten für die Hessen.

Frankfurt musste mit einigen Problemen im Kader klarkommen, insbesondere mit Vertragsstreitigkeiten mit Amin Younes und Filip Kostic. Letzterer zeigte sich jedoch gegen den Rekordmeister treffsicher und wird auch gegen Hertha eine wichtige Waffe werden. So hat man das Gefühl, dass die “Adler” im Gegensatz zu Hertha nun ins Rollen kommen könnten. Dafür bräuchte es jedoch einen Heimsieg gegen die “alte Dame” – ob Hertha ihnen diesen Gefallen tut?

Kann sich Frankfurt vom „Bayernbesieger-Fluch“ lösen?

Viel Optimismus kann man als Anhänger*in Herthas aktuell nicht aufbringen. Ein Auswärtssieg in Frankfurt scheint erneut eine Herkules-Aufgabe zu sein. Dabei werden die kommenden Aufgaben nicht leichter. Hertha sollte also unbedingt punkten, um der „roten Zone“ der Tabelle fernzubleiben.

Foto: Adam Pretty/Getty Images

Gute Nachrichten für Hertha-Fans gibt es immerhin. Frankfurts Stürmer Rafael Borré muss noch spät in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag ein Länderspiel in Südamerika spielen. Ob er rechtzeitig zurück sein wird, und in welcher körperlichen Verfassung, ist unklar. Zudem ist die Offensive der Eintracht deutlich schwächer als im Vorjahr aufgestellt. Schließlich müssten die Hausherren auch noch hoffen, nicht vom „Bayernbesieger-Fluch“ getroffen zu werden: Teams, die den Rekordmeister überraschend schlagen, haben in den letzten Jahren regelmäßig im nächsten Spiel eine Niederlage kassieren müssen.

Fluch hin- oder -her: Dardais Mannschaft wird sich körperlich zeigen müssen, um gegen die physisch starken Frankfurter zu bestehen. Gerade im zentralen Mittelfeld wird vieles entschieden werden. Dort liegen die Hoffnungen der Blau-Weißen weiterhin auf Suat Serdar. Aber vielleicht hat sich Prince Boateng sein erstes Tor nach seiner Rückkehr gegen die Eintracht aufgehoben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Titelbild: Alex Grimm/Getty Images