FC Augsburg – Hertha BSC: Drei Thesen

FC Augsburg – Hertha BSC: Drei Thesen

Ein Punkt aus vier Spielen, dazu das Pokalaus. Schaut man sich das reine Ergebnis vom Saisonauftakt der Hertha an, könnte man durchaus von einem klassischen Fehlstart sprechen. Dennoch überwiegen rund um den Verein (noch) die positiven Stimmen, die den Blick eher auf die sportliche Entwicklung und den neuen Fußball richten, als auf die Resultate. Mit dem FC Augsburg kommt nun der erste Ligakonkurrent, gegen den es realistische Chancen auf einen Sieg gibt, doch ein Selbstläufer wird es natürlich keinesfalls.

Unsere drei Thesen zum Spiel in Augsburg

These 1: Plattenhardt darf erneut starten

Während der Sommervorbereitung wurde Herthas Relegationsheld Marvin Plattenhardt von Chefcoach Sandro Schwarz zum Kapitän ernannt. Eine durchaus überraschende Wahl, die unter den Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde. Doch nicht nur die grundlegende Eignung von „Platte“ für dieses Amt ist zumindest diskussionswürdig. Mit der Entscheidung des Trainers kommt dem Linksverteidiger ein vermeintlicher Stammplatz zu. Denn was nützt ein Kapitän, wenn dieser nicht spielt? Genau das geschah jedoch aus gesundheitlichen Gründen in den Spielen gegen Frankfurt und Gladbach. Mittelstädt rückte in die Startelf und machte seine Sache ordentlich, seine Leistung wurde aufgrund eines groben Schnitzers, der zum Elfmeter für Gladbach führte, jedoch stark geschmälert.

Plattenhardt gegen Augsburg

Photo by Daniel Kopatsch/Getty Images

Und so durfte Plattendhardt gegen Dortmund wieder von Beginn an starten. Das Ergebnis war eine schwache linke Seite, von der auch die Flanke zum Siegtor der Gäste kam. Würde Schwarz rein nach Leistung aufstellen, ließen sich gute Argumente für eine Rückkehr von Maximilian Mittelstädt finden. Es ist allerdings zu erwarten, dass Marvin Plattenhardt erneut den Vorzug erhalten wird, die Kapitänsbinde ist dabei ein nicht zu vernachlässigender Grund. Sollte er jedoch eine weitere schwache Leistung im kommenden Spiel zeigen, könnte in die Diskussion um die linke Defensivseite bei Hertha neuer Schwung kommen.

These 2: Hertha verdoppelt die bisher geschossenen Tore

Gute Leistung, wenig Ertrag: Was sich über Hertha insgesamt sagen lässt, trifft insbesondere auch auf die Offensivabteilung der Alten Dame zu. Nach den sogenannten „expected Goals“ (grob vereinfacht: Wie viel Tore hätte ein Team basierend auf den Chancen im Normalfall geschossen) müsste Hertha schon vier Tore auf dem Konto haben. In der letztendlich zählenden Realität liegt man bei zwei. Die Anzahl der herausgespielten Chancen, wie der xG-Wert zeigt, ist im Vergleich zu deren Verwertung dabei das kleinere Problem.

Torjubel gegen Frankfurt

Photo by Gerald Matzka/Getty Images

Doch eben diese Chancenverwertung ist dem Trainer in den meisten Fällen kaum anzulasten, da es hier zum Großteil auf die individuelle Klasse der Spieler ankommt. Insbesondere Dodi Lukebakio zeigt sich in der bisherigen Saison äußerst spielfreudig, an seinen Abschlüssen muss er jedoch noch feilen. Dafür legte er in der vergangenen Woche sogar Extraschichten nach dem Training ein. Hertha wird gegen den Fuggerstädter etwas kaltschnäuziger vor dem Tor sein und mindestens zwei Tore erzielen, was das Torkonto der Blau-Weißen damit verdoppelt.

These 3: Ein unterhaltsameres Spiel als gedacht

Bei vielen neutralen Fußballfans dürfte die Paarung „FC Augsburg – Hertha BSC“ wenig Vorfreude auf ein attraktives Spiel wecken. Die Duelle der vergangenen Jahre waren meist uninspiriert, destruktiv geprägt und mit wenig Spielfreude gesegnet. Doch dieses Jahr ist anders. Beide Teams gehen mit komplett neuen fußballerischen Ansätzen in die Saison. Während bei Hertha Gegenpressing mit schnellen, vertikalen Umschaltmomenten im Vordergrund steht, probieren sich die Fuggerstädter unter Enrico Maaßen an Ballbesitzfußball. Hatte man in der vergangenen Saison noch einen durchschnittlichen Ballbesitzanteil von 41,2%, liegt er in dieser Spielzeit schon bei 46,8%. Der Trend ist also zumindest rein statistisch erkennbar. Die zwei Mannschaften wollen somit einen deutlich aktiveren und offensiveren Fußball als in den letzten Jahren spielen, wenn auch mit unterschiedlichen Stilmitteln. Das Duell wird folglich deutlich spannender und unterhaltsamer, als der geneigte Fußballfan es erwartet.

[Titelbild: Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images]

Hertha BSC – Borussia Mönchengladbach: Drei Thesen

Hertha BSC – Borussia Mönchengladbach: Drei Thesen

So langsam aber sicher kommt man in der neuen Saison an, den dritten Spieltag eröffnet unsere „Alte Dame“ heute um 20:30 auswärts bei Borussia Mönchengladbach. Nach dem Pokalaus und der klaren Niederlage im Derby, konnte Hertha BSC gegen Frankfurt eine Leistungssteigerung zeigen. Wird sich der Trend gegen die „Fohlen“ fortsetzen oder kommt doch der Rückfall in alte Muster?

Unsere drei Thesen zum Spiel in Gladbach.

These 1: Marco Richters Kaderrückkehr steht über dem sportlichen Ergebnis

Gut, vielleicht ist die erste These etwas übertrieben, denn am Ende kommt es im Fußball-Business nun mal auf das sportliche Ergebnis an. Doch es wird dennoch deutlich, dass Fußball halt nicht alles ist und Dinge wie die Gesundheit schlussendlich über allem thronen. Und so mag um ca. 22:20 Uhr vermutlich zum Großteil über den Ausgang des Spiels gesprochen werden, doch ein Grund zur Freude wird so oder so bestehen. Dass Marco Richter bereits gut fünf Wochen nach seiner Hodenkrebs-Diagnose wieder im Bundesliga-Kader stehen wird, hätten die meisten sicher nicht gedacht. Umso schöner ist es, dass der deutsche U-Nationalspieler seine Krankheit anscheinend so gut überstanden hat.

Wir freuen uns, dass du zurück bist, Marco!

Marco Richter

Photo by Stuart Franklin/Getty Images

These 2: Wilfried Kanga feiert seine erste Torbeteiligung

Bereits in seinen ersten Minuten gegen Union nach Einwechslung zeigte der aus Bern gekommenen Angreifer, dass er Hertha weiterhelfen kann. Mit seinem robust gebauten Körper dient Kanga als Zielspieler, der lange Bälle verarbeiten und weitergeben kann. Gleichzeitig strahlt er durch Tiefenläufe und ständige Aktivität eine gewisse Torgefahr aus. Gegen Frankfurt durfte er daher von Beginn an spielen und schoss beinahe direkt sein erstes Tor im Hertha-Dress. Heute wird er etwas mehr Glück haben und im dritten Spiel seinen ersten Scorerpunkt erzielen, ob als Tor oder Vorlage lassen wir an dieser Stelle offen.

These 3: Hertha erkämpft sich ein Remis

Der heutige Gegner aus Mönchengladbach ist mit vier Punkten aus zwei Spielen sehr ordentlich in die Saison gestartet. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man gegen Hoffenheim ca. 70 Minuten in Überzahl war und sich gegen Aufsteiger Schalke 04 durchaus schwertat. Unter Neu-Trainer Daniel Farke will man zum früher gepflegten Ballbesitzfußball zurückkehren, der Kader ist zum überwiegenden Großteil der gleiche wie letztes Jahr. Hertha hingegen möchte seit dieser Saison pressingorientierten Fußball spielen, es treffen also zwei sehr unterschiedliche Spielsysteme aufeinander. Sollten die blau-weißen Gäste die Leistung von Frankfurt bestätigen, ist durchaus ein Punkt drin, da man die „Fohlen“ sicher das ein oder andere Mal im Spielaufbau empfindlich stören und somit selbst gefährlich werden kann.

[Titelbild: Frederic Scheidemann/Getty Images]

Hertha BSC – Eintracht Frankfurt: Drei Thesen

Hertha BSC – Eintracht Frankfurt: Drei Thesen

Nach doppelter Enttäuschung zum Einstand in Pokal und Liga steht für Sandro Schwarz am Sonnabend das erste Spiel vor heimischer Kulisse an. Im Olympiastadion trifft Hertha auf den amtierenden Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt. Die Hessen reisen durch die 1:6-Niederlage gegen den FC Bayern zwar als Tabellenletzter an, zeigten aber bereits im Pokal eine ansprechende Form. Wir blicken mit drei Thesen auf das Aufeinandertreffen voraus.

These 1: Schwarz rotiert kräftig

Die Leistung gegen den 1. FC Union stimmte in weiten Teilen nicht. Einmal mehr konnten Herthas Spieler aus der Derby-Atmosphäre nichts ziehen, was sich positiv auf das Spiel auswirkt. Allen voran die Offensivspieler Myziane Maolida und Davie Selke waren zu keinem Zeitpunk ein Faktor. Auch aus dem Mittelfeldzentrum fehlte es an Impulsen.

Doch Trainer Schwarz stehen Alternativen zur Verfügung. Die Neuzugänge Wilfried Kanga und Chidera Ejuke, die gegen Union bereits eingewechselt wurden und gute Ansätze zeigten, sind eine weitere Woche im Training und damit näher dran, sich der Mannschaft und den Anläufen anzupassen.

Hertha-Neuzugang Chidera Ejuke

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Im Mittelfeld hat Lucas Tousart seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Relegationsrückspiel gegen den HSV abgesessen. Ende der vergangenen Saison zählte der Franzose zu den Lichtblicken. Dazu ist mit Jean-Paul Boëtius ein weiterer Zugang zum Team gestoßen. Herthas neue Nummer Zehn kennt Schwarz aus gemeinsamen Mainzer Zeiten bestens.

Auch in der Abwehr hat Schwarz Optionen. Auf der Innenverteidiger-Position drängen sich mit Marton Dardai und Linus Gechter zwei Eigengewächse auf. Bei sieben Gegentoren aus zwei Spielen scheint die finale Formation noch nicht gefunden, wenngleich Schwarz mit dem Wechsel von Uremovic für Boyata zwischen Pokal- und Ligaspiel auf dieser Position bereits getauscht hat und ein weiterer Wechsel womöglich zu viele Strukturen aufbrechen würde. Auf rechts ist Routinier Peter Pekarik für den bisher eher überfordert wirkenden Jonjoe Kenny eine Option.

Ein anderes Gesicht zu zeigen, ist nach dem Saisonstart alternativlos. Unsere These: Es wird in Form anderer Gesichter passieren. Schwarz tauscht gegenüber dem Spiel in Köpenick mindestens dreimal in der Startelf.

These 2: Mannschaft zeigt Reaktion

So ernüchternd die bisherigen Spiele waren, Mut macht die klare Ansprache von Trainer Schwarz. Er erkennt die Probleme klar und spricht sie an. “Was Intensität und Zweikampschärfe angeht, war das zu wenig”, benannte er nach Abpfiff der Partie gegen Union gleich die Schwachstellen, kündigte an, nun zunächst an der Basis arbeiten zu wollen.

Im Laufe der Trainingswoche vor dem Spiel gegen Frankfurt zeigte sich Schwarz dann begeistert von seiner Mannschaft. Gerade Intensität und Aggressivität scheinen zu passen. “Wenn ich die Mannschaft so erlebe wie im Training, ist das eine sehr gute Voraussetzung, Spiele erfolgreich zu bestreiten”, glaubt Schwarz.

hertha

(Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Der neue Trainer scheint Schwachstellen zu erkennen und mit einer klaren Ansprache auch der Mannschaft zu verdeutlichen. Daher kommt These zwei: Hertha wird gegen Frankfurt gegenüber den vergangenen Spielen eine deutlich bessere Leistung zeigen.

These 3: Boëtius macht`s wie sein Vorgänger

Das Debüt Jurgen Ekkelenkamps vergangene Saison gegen Fürth war absolut vielversprechend. Eingewechselt brauchte er nicht einmal zwei Minuten, um den 1:1-Ausgleich zu erzielen und Hertha sogar noch zu einem Sieg zu führen.

Doch die Beziehung zwischen der Alten Dame und dem talentierten Niederländer sollte keine allzu lange werden. Nach einer Saison war wieder Schluss, Ekkelenkamp zog es noch am letzten Wochenende nach Antwerpen. Zu selten war die Rolle des quirligen Mittelfeldspielers gefragt.

Seinen Platz im Kader nimmt Landsmann Boëtius ein. Eine absolut sinnvolle Verstärkung, bringt der 28-Jährige, dessen ablösefreie Verpflichtung Fredi Bobic als “absoluten Glücksgriff” bezeichnet, doch einiges mit, das Hertha nun weiterhelfen kann.

hertha

(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Boëtius ist “lauffreudig, auch aggressiv gegen den Ball”, wie Schwarz meint. Aus dem Zentrum heraus kann er zudem das Spielgeschehen mit dem Ball an sich reißen. “Ich habe große Lust auf Hertha und die neue Bundesliga-Saison. Dieses Team hat Potenzial und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir zusammen guten Fußball auf den Platz bringen und den Fans Freude bereiten!”, so Boëtius.

Ob es gleich zu Tor und Sieg reicht, wird sich zeigen. Aber der erste Eindruck von Herthas neustem Neuzugang ist vielversprechend. Daher These drei: Genau wie sein Vorgänger wird Boëtius ein starkes Debüt hinlegen.

Titelbild: Maja Hitij/Getty Images

Drei Schlüsselduelle: Was muss Hertha gegen Frankfurt besser machen?

Drei Schlüsselduelle: Was muss Hertha gegen Frankfurt besser machen?

Den Saisonstart haben die Berliner mit jeweils einer Niederlage im DFB-Pokal und in der Bundesliga verpatzt. Im ersten Heimspiel der Saison geht für Hertha BSC nun darum, schnell in die Spur zu finden. Damit das gelingt, müssen diese drei Schlüsselduelle gewonnen werden.

Hertha droht der Fehlstart

Der erste Spieltag der neuen Bundesliga-Saison ist vorbei: und das blau-weiße Herz blutet früher, als man es sich vermutlich erhofft hat. Gegen Union Berlin folgte die insgesamt vierte Derbyniederlage nacheinander. Dabei schwor Hertha-Kapo „Kreisel“ das Team nach der Niederlage im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig ein – es war keine Wut, die er der Mannschaft wegen des verlorenen Spiels entgegenbrachte, viel mehr unterstrich er die Bedeutung des Derbys.

Und die Spieler hatten das verstanden – zumindest wurde das von der Hertha-Seite so kommuniziert. Umso enttäuschender für alle blau-weißen Fans war das, was sie am vergangenen Samstag zu sehen bekamen: nahezu exakt die „alte“ Dame der vergangenen Saison. Insgesamt war das Spiel von Hertha ein blutleerer Auftritt ohne den so angepriesenen frischen Offensivfußball, den Neu-Trainer Sandro Schwarz dem Team vermitteln möchte. Dies paarte sich mit haarsträubenden – und bekannten – Fehlern in der Abwehr.

Sieben Gegentore sammelte Hertha in zwei Spielen. Im zweiten Spiel der Saison geht es nun also darum, schnell in die Spur zu finden – und die ersten drei Punkte zu sammeln. Immerhin kassierte Eintracht Frankfurt ebenfalls sechs Tore – allerdings gegen den FC Bayern München. Solch ein Offensiv-Spektakel kann von Hertha nicht zu erwarten sein. Um siegreich zu sein, sind diese drei Schlüsselduelle entscheidend.

Die offensiven Außenspieler: erst die Bank brachte Kreativität

Allen voran Myziane Maolida erlebte gegen Union Berlin einen vollends gebrauchten Tag. Auf der linken offensiven Außenbahn gelang ihm rein gar nichts. Er kreierte keine einzige Chance, brachte lediglich 60 Prozent seiner Pässe an den Mann und kam nur zwei Mal in ein Dribbling – von dem er eines verlor.

Auf der anderen Seite gelang Dodi Lukebakio bis zu seinem späten Tor in der 85. Minute ebenso wenig. Zudem schlich sich erneut seine bekannte Faulheit ein, in der Defensive mitzuarbeiten. Erst als in der zweiten Hälfte Chidera Ejuke und Stevan Jovetic eingewechselt wurden, zeigte das Hertha-Spiel eine gewisse Dynamik im offensiven Bereich. Zudem zeigte Neuzugang Wilfried Kanga ebenfalls einige vielversprechende Anlagen. So gelang es ihm, den Ball mehrmals gut fest zu machen oder, wenn er sich auf die Außen fielen lies, starke spielerische Akzente zu setzen.

(Photo by ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images)

Für Herthas offensives Spiel wird das gegen Frankfurt essenziell sein, will man doch endlich aus den spielerisch schwachen Zeiten hinauswachsen. In der letzten Saison fehlten die Dribblings und Pässe der offensiven Außenspieler die gesamte Spielzeit über. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ejuke auf links und Kanga im Zentrum starten werden – um diesen Fluch endlich zu brechen.

So löchrig, wie ein Schweizer Käse: Die Hertha-Innenverteidigung

Für Dedryck Boyata waren die vergangenen Wochen zum Vergessen. Erst verlor er die Kapitänsbinde, dann wurde er gegen Union Berlin aus dem Kader gestrichen – aktuell sei er keine Verstärkung, äußerte Bobic. Doch auch sein Partner, Marc Oliver Kempf, machte gegen Union einige Fehler – die auch zu Gegentoren führten. So gewann er auch lediglich 50 Prozent seiner Zweikämpfe.

Die Innenverteidigung bleibt ein Problem bei Hertha BSC

DIe Innenverteidigung bleibt ein Problem bei Hertha BSC.  (Photo by Martin Rose/Getty Images)

Auffallend waren vor allem seine mäßige Geschwindigkeit. Wenn Kempf etwa bei langen Bällen aufgrund mangelhaften Stellungsspiels hinterherrennen musste, wurde es oft brenzlig um den Berliner Strafraum. Gleiches spielte sich auf der rechten Seite hab: viel zu oft musste Jonjoe Kenny aufgrund seines Stellungsspiels hinter den Unionern her rennen. Auch, weil ihn Lukebakio nicht selten alleine lies.

Es ist das Dauerthema bei Hertha: Die Verteidigung, speziell die Innenverteidigung. Werden allen voran auch die vielen Fehler in der Innenverteidigung nicht abgestellt, ist Hertha auch diese Saison wieder der Top-Kandidat, um die Schießbude der Liga zu sein.

Oliver Christensen: so sicher, so unsicher?

Nach der Relegation war schnell klar: Oliver Christensen wird die neue Nummer Eins im Tor. Dafür gab Hertha auch die Bemühungen auf, den zum Schluss der vergangenen Saison so überzeugenden Marcel Lotka zu halten. Doch erinnert die Situation gegenwärtig an die von Hertha Ex-Keeper Alexander Schwolow.

Auch Oliver Christensen machte keine gute Figur gegen Union Berlin

Auch Oliver Christensen machte keine gute Figur gegen Union Berlin (Photo by ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images)

Allen voran bei Unions Treffer zum 3:0 sah Christensen nicht gut aus – Robin Knoches Kopfball rutschte ihm durch die Arme. Zu seinen Gunsten muss erwähnt werden, dass ihm die Sicht durch Rani Khedira versperrt war und Christensen nur kurze Zeit hatte, um in dem Chaos zu reagieren. Doch wie bei Schwolow schon, wirkt es, als könnte Christensen durchaus mehr fangen und halten, als er tut.

Gegen das dynamische Offensivspiel der Frankfurter wird es sicherlich durchaus einziges an Chancen für die Eintracht geben. Für Christensen ist das eine neue Chance sich auszuzeichnen und zu beweisen, dass er eine würdige Nummer Eins ist. Und fest steht: Hertha braucht endlich wieder Stabilität im Tor.

(Titelbild: Maja Hitij/Getty Images)

Podcast #115 Ciao Cacau

Podcast #115 Ciao Cacau

Wir besprechen die bittere Niederlage gegen Stuttgart, die von außen reingegebenen Saisonziele und ob Länderspielpausen wirklich notwendig sind. Zudem sagen wir euch, warum es bei unserer Herzensdame gerade einfach noch nicht rund läuft und geben einen Ausblick auf das Spiel beim aktuellen Tabellenführer RB Leipzig.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit der Folge und freuen uns über eure Kommentare.

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