Hertha BSC – Union Berlin: Mit der Unterstützung der Fans zum Klassenerhalt

Hertha BSC – Union Berlin: Mit der Unterstützung der Fans zum Klassenerhalt

812 Tage, so lange wird es beim Derby am Samstag her sein, dass das Olympiastadion zum letzten Mal ausverkauft war. Und wer Zahlenspiele oder Schnapszahlen mag: Das sind exakt zwei Jahre, zwei Monate und 22 Tage. Das ein oder andere Zahlenspiel dürften die Fans von Hertha in der letzten Zeit auch durchgegangen sein, denn jeder Punkt ist im Abstiegskampf bitter nötig. Gegen den Stadtrivalen sollen im dritten und letzten Duell dieser Saison daher unbedingt drei Punkte her, um die Hoffnung auf eine weitere Bundesligaspielzeit mit packenden Aufeinandertreffen innerhalb Berlins zu erhalten.

Unser Artikel zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin.

Endlich wieder ein volles Olympiastadion

Nachdem am gestrigen Tag ein kleiner Durchbruch in der Stadionfrage erfolgte (auch an dieser Stelle nochmal ein Riesendankeschön an die Leute von der Aktion Blau-Weißes Stadion!) ist es wahrscheinlich, dass Hertha nicht mehr auf ewig im Olympiastadion bleiben muss. Eine beeindruckende Kulisse, wenn es denn ausverkauft ist, bietet es unbestritten dennoch. Der Verein hat heute bekannt gegeben, dass genau dies nach der durch Corona bedingten über zweijährigen Zwangspause erstmalig wieder der Fall sein wird. „Endlich mal wieder volle Hütte, endlich mal wieder richtige Fußballatmosphäre“, zeigt sich auch Cheftrainer Felix Magath begeistert, „auf so ein Spiel kann man sich nur freuen.“

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(Photo by ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images)

Auch Manager Fredi Bobic kann es kaum erwarten: „Das wird morgen einmalig sein, es ist gefühlt eine Ewigkeit her.“ Es werde farbenprächtig und stimmungsvoll, darauf freue man sich, führt er aus. Der Großteil der Mannschaft, Trainer und Manager haben immerhin allesamt noch kein volles Olympiastadion während ihrer aktiven Zeit bei Hertha erlebt, vergangene Spieler und Trainer der letzten Jahre hatten diese Möglichkeit teilweise sogar nie.

Doch auch für die Fans wird es eine Premiere sein: Es ist das erste Derby zwischen Hertha und Union in der Bundesliga, welches vor ausverkauftem Haus in Berlin-Westend stattfindet. Bisher kam lediglich Union in zwei von drei Begegnungen in diesen Genuss.

Wie reagiert die Mannschaft?

Wie die Mannschaft von Hertha BSC mit der „neuen“ Stimmung im Stadion umgehen wird, lässt sich bisher kaum abschätzen. In der Vergangenheit schien eine volle Hütte eher Hindernis als Ansporn zu sein. Magath nimmt daher wie bereits zu seinem Amtsantritt auch die Anhänger in die Pflicht: „Es geht um den Verein. Und wir können nur zusammen diese schwierige Situation meistern und natürlich bitte ich die Fans um möglichst viel Unterstützung. Dann wird es für die Spieler auch leichter werden eine gute Leistung abzuliefern.“ Bobic ist ebenfalls von einer Leistungssteigerung durch das volle Stadion überzeugt: „Ich glaube das Stimmung einer Mannschaft immer guttut, egal ob sie für oder auch gegen dich ist.“ Und schiebt hinterher: „Wer da Angst hat, hat den Beruf verfehlt.“

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(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Nur mittelbar beeinflusst werden definitiv Alexander Schwolow (Oberschenkel) und Kelian Nsona (Aufbautraining), beide stehen für die Partie nicht zur Verfügung. Umso erfreulicher, dass der unter der Woche verletzte Peter Pekarik definitiv spielen kann, bei Niklas Stark bestehen noch ein paar Fragezeichen. Hinsichtlich der Startaufstellung wollte sich Magath trotzdem nicht in die Karten schauen lassen, er wolle zunächst noch das Abschlusstraining abwarten, eine Vorstellung wer von Beginn an spielen wird habe er allerdings.

Der gefestigte Nachbar aus Köpenick

„Es ist wirklich so, dass die Spieler wollen, aber im Grunde genommen im Moment nicht können, weil sie noch zu durcheinander sind, keine Sicherheit haben“, beteuert der Cheftrainer. Dieser Eindruck dürfte sich mit der Meinung der meisten Fans decken, mangelte es diese Saison selten an der Mentalität, sondern vielmehr an der Qualität.

Ein Problem, dass der Rivale aus dem Südosten der Stadt momentan nicht hat. Mentalität und auch Umsetzung stimmen dort schon seit Jahren, sind ein Grund für den aktuellen Höhenflug. Magath begibt sich dementsprechend demonstrativ in die Rolle des Underdogs: „Natürlich ist Union der Favorit, keine Frage“.

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(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Kampflos aufgeben will er glücklicherweise aber nicht: „Ich glaube, dass wir Chancen haben das Spiel zu gewinnen.“ Dass die Verantwortlichen bei Union ausgerechnet in dieser Woche zum ersten Mal der Vereinsgeschichte das Erreichen von Europa öffentlich als Ziel ausgemacht haben, dürfte derweil ein klares Zeichen und eine kleine Spitze gegen Hertha sein.

Als Grund für den Erfolg der Rot-Weißen sieht Magath vor allem zwei Dinge. Einerseits hätten sie in den letzten Jahren eine klare Linie gehabt und diese auch durchgezogen. Andererseits wäre mit Urs Fischer auch der richtige Trainer zur richtigen Zeit verpflichtet worden. Beide Punkte sind bei Hertha schon seit langer Zeit nicht gegeben und damit sicher ein Teil der aktuellen sportlichen Liga.

Ein Spiel mit hoher Bedeutung für den Rest der Saison

Diese gestaltet sich nämlich derart, dass man seit Jahren im dauerhaften Abstiegskampf steckt. Dass ausgerechnet das kommende Derby besonders richtungsweisend sein könnte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. „Klar würde ein Sieg vieles ausmachen, im Stimmungsumfeld würde es vieles bewirken und Energie geben“, erwartet auch Bobic.

(Photo by ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images)

Und genau diese Energie wird in den drei Spielen nach dem Derby dringend benötigt. Mit Augsburg, Stuttgart und Bielefeld warten die drei direkten Konkurrenten, Siege oder Niederlagen in diese Begegnungen entscheiden höchstwahrscheinlich über Abstieg oder Klassenerhalt.

Es liegt jetzt also an allen Beteiligten, den Spielern, den Verantwortlichen und nicht zuletzt (erneut) an den Fans: morgen muss alles gegeben werden, ein Sieg könnte der entscheidende Schlüssel zu einem erfolgreichen Saisonendspurt werden. Jetzt gilt es: AUF GEHT’S HERTHA, KÄMPFEN UND SIEGEN!!!

[Titelbild: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images]

Drei Thesen zu Bayer Leverkusen – Hertha BSC

Drei Thesen zu Bayer Leverkusen – Hertha BSC

Die letzte Länderspielpause der Saison hat ein Ende gefunden und die Bundesliga geht endlich weiter. Für Hertha geht es im Saisonendspurt um alles. Ob man absteigt oder am Ende (erneut) den Klassenerhalt feiert, könnte den Verein sportlich, finanziell und vom Ansehen her auf die nächsten Jahre beeinflussen. Doch genug Pathos für diese Einleitung, los geht’s in die letzten Spiele dieser Saison. Den Anfang macht das Rückspiel gegen Bayer Leverkusen. Mit dabei sind ein begeisternder Co-Trainer, ein geschwächtes Top-Team und ein wieder stark aufspielender Sommerzugang.

These 1: Fotheringham wird trotz Magath-Premiere im Rampenlicht stehen

Der eine oder die andere mag es vielleicht bis heute noch immer nicht hundertprozentig glauben können, dass ausgerechnet Felix Magath unsere Hertha trainiert. Und wenn er am Samstag nach überstandener Corona-Infektion endlich das erste Mal an der Seitenlinie der „Alten Dame“ steht, werden viele Kameras auf ihn gerichtet sein.

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(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Es ist allerdings davon auszugehen, dass der ehemalige Meistermacher genau wie im Training eher stiller Beobachter am Rand sein wird. Doch ruhig wird es in der Coaching-Area trotzdem nicht sein. Co-Trainer Mark Fotheringham wird die Mannschaft wie bereits gegen Hoffenheim ständig anpeitschen, ermahnen und motivieren. Und Magath damit während der 90 Minuten fast schon wieder vergessen machen.

These 2: Ersatzgeschwächtes Leverkusen wird keine drei Punkte zu Hause behalten können

Leverkusen spielt auch dieses Jahr um die Champions League mit. Dafür verantwortlich ist vor allem die furiose Offensive rund im Moussa Diaby und Co. Doch die Werkself wird gegen Hertha auf einige Stammspieler verzichten müssen: Strippenzieher Florian Wirtz fällt mit Kreuzbandriss aus, Patrik Schick ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht wieder vollständig einsatzbereit. Mit Amine Adli fällt aufgrund seines Sehnenrisses ein weiterer offensiver Gefahrenherd aus.

(Photo by UWE KRAFT/AFP via Getty Images)

Und auch defensiv fehlt für Leverkusen wichtiges Personal: Abräumer Kerem Demirbay (Gelbsperre) sowie die beiden etatmäßigen Rechtsverteidiger Jeremy Frimpong (Syndesmosebandriss) und Timothy Fosu-Mensah (Oberschenkelverletzung) stehen alle nicht zur Verfügung. Da Hertha im Gegensatz fast aus dem Vollen schöpfen kann, werden wir mindestens einen Punkt mit nach Berlin nehmen.

Thema 3: Suat Serdar dreht auf

Er scheint unter Felix Magath wieder richtig aufzublühen: Sommerneuzugang Suat Serdar. Der 24-jährige ist laut Medienberichten im Training absolut motiviert und macht klar, warum man ihn geholt hat.

In der Sommervorbereitung zeigte er, warum er der Mannschaft helfen kann. Mit Balleroberungen, Dribblings in die gegnerische Hälfte und immer wieder gefährlichen Torabschlüssen sollte er Herthas lahmen Mittelfeld ein spielerisches Herz geben.

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(Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images)

Während er zu Beginn der Saison noch glänzte, fiel er mit zunehmender Spielanzahl immer weiter ab. Gegen Leverkusen findet er zu alter Stärke zurück und wird mindestens einen Scorer liefern.

[Titelbild: Boris Streubel/Getty Images]

Das Problem mit Profiverträgen für Jugendspieler

Das Problem mit Profiverträgen für Jugendspieler

In der vergangenen Woche unterzeichnete Youngster Linus Gechter seinen ersten Profivertrag bei Hertha BSC. Der 18-jährige Innenverteidiger ist wahrscheinlich DIE Entdeckung bei der „Alten Dame“ in diesem Jahr. Nachdem mit Lazar Samardzic (2020 zu RaBa Leipzig) und Luca Netz (2021 zu Mönchengladbach) die letzten beiden Eigengewächse sehr früh wechselten, war die Befürchtung groß, dass auch der nächste Nachwuchsstar den Verein für eine vergleichsweise kleine Ablöse verlässt. Doch warum musste Hertha Spieler wie Samardzic und Netz eigentlich trotz bestehendem Vertrag so einfach ziehen lassen, obwohl man sie gerne behalten hätte?

Disclaimer: Wir haben keinen Einblick in die Interna oder Verträge der Spieler. Es kann natürlich sein, dass die genaue Rechts- und Vertragslage anders aussah, als wir sie hier beschreiben. Dieser Artikel stützt sich auf die allgemeinen (verbands-)gesetzlichen Regelungen zum Thema von Verträgen bei Jugendspielern.

Toptalente bei Hertha – der Sprung zu den Profis klappt oftmals nicht

Hertha BSC bildet schon seit Jahren regelmäßig gute und sehr gute Jugendspieler aus. Vor allem die „Goldene Generation“ des Jahrgangs 1999, die im Jahr 2018 den ersten deutschen Meistertitel der A-Junioren für Hertha gewonnen hat, sorgte für viel Aufsehen. In der Bundesliga oder einer anderen Top-Liga konnte sich von ihnen jedoch keiner von ihnen nachhaltig durchsetzen. Der bis heute prominenteste Spieler ist wahrscheinlich Arne Maier, der in diesem Jahr nach Augsburg verliehen ist und noch immer auf den wirklich großen Durchbruch wartet. Auch Jessic Ngankam (momentan an Fürth verliehen) und Dennis Schmarsch (spielt beim FC St. Pauli) konnten bisher nur bedingt Spuren hinterlassen. Andere gepriesene Talente wie Muhammed Kiprit und Palko Dardai spielen im Ausland oder unterklassigen Ligen.

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(Photo by Lukas Schulze/Getty Images)

Groß war daher die Freude bei den Fans, als man mit Lazar Samardzic (Fritz-Walter-Medaille in Bronze 2019) und Luca Netz (Fritz-Walter-Medaille in Bronze 2020) in den Folgejahren erneut einige der Toptalente Deutschlands im eigenen Verein hatte. Vielleicht würde es ja diesmal anders laufen als mit der „Goldenen Generation“ und der Sprung der Youngster zu den Profis endlich mal klappen. Doch die Chance dazu sollte sich nicht einmal ergeben: Beide wechselten in zwei aufeinanderfolgenden Sommern zu größeren Vereinen, bevor sie versuchten sich bei Hertha endgültig durchzusetzen.

Trotz bestehender Verträge bei den Blau-Weißen lag es nicht in der Macht der Verantwortlichen, Netz und Samardzic zu halten und man musste beide für vergleichsweise geringe Ablösesummen ziehen lassen. Dass man es in diesem Jahr geschafft hat, Rohdiamant Gechter langfristig zu binden, dürfte die Fans von Hertha BSC daher sehr glücklich stimmen.

Die Gesetzeslage in Deutschland bezüglich der Verträge Minderjähriger

Doch warum genau konnten Netz und Samardzic so einfach wechseln? Durften sie als minderjährige Nachwuchsspieler keine langfristigen Profiverträge unterschreiben, die Hertha im Falle eines Wechselwunsches eine stärkere Position gegeben hätten? Gemäß §106 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) ist ein Minderjähriger ab dem 7. Geburtstag sogenannt „beschränkt geschäftsfähig“. Er darf daher mit Hilfe von Sonderregeln Geschäfte tätigen und dementsprechend auch Verträge abschließen.

Eine dieser Sonderregeln findet sich in §107 BGB: So bedarf es für den Abschluss eines Vertrages grundsätzlich der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters. Dies sind im Normalfall die Eltern des Minderjährigen. Sobald diese einem Vertragsschluss zustimmen bzw. genehmigen, steht der Wirksamkeit dieses Vertrages quasi nichts im Weg. Die Art des Vertrages und der wirtschaftliche Umfang spielen dabei keine Rolle. Eine minderjährige Person dürfte mit der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters theoretisch ein Haus kaufen, eine Megajacht mieten oder ein Arbeitsverhältnis abschließen.

Und da Profiverträge zwischen Spielern und Vereinen im Grunde genommen auch nur Arbeitsverträge darstellen, dürfte auch ein minderjähriger Spieler ein langfristiges Arbeitspapier bei einem Fußballklub abschließen, solange die Eltern oder ein entsprechender anderer gesetzlicher Vertreter dem Ganzen zustimmt. Die Gesetzeslage ließe ein solches Vorgehen in Deutschland also zu.

Verbandsregeln von DFB und FIFA im Verhältnis zu den staatlichen Gesetzen

Das genaue Verhältnis vom Verbandsrecht des DFB und der FIFA zum allgemeinen vom Staat gesetzten Recht und dem Europarecht ist äußerst komplex. Im Rahmen dieses Beitrags wird daher nur auf die folgenden, stark vereinfachten Grundsätze eingegangen: Die vom Gesetzgeber erlassen Regelungen stellen meist nur den „äußersten Rahmen“ der Regeln unseres Zusammenlebens dar. Private Akteure (egal ob natürliche oder juristische Personen) sind vielfach in der Lage, strengere Normen als die vom Gesetz geforderten aufzustellen.

So ist beispielsweise der Verkauf von starkem Alkohol grundlegend erst an volljährige Personen (sprich ab dem 18. Geburtstag) gestattet. Ein Kioskbesitzer könnte theoretisch dennoch beschließen, dass er seine alkoholischen Produkte erst an Personen ab dem 21. Lebensjahr verkauft. Ob dies auf seinen Umsatz bezogen eine gute Idee von ihm ist, mag dahinstehen und ist schlussendlich seine Entscheidung. Er kann allerdings von niemandem gezwungen werden, seine alkoholischen Produkte an einen 19-jährigen zu veräußern. Daher kann der DFB als Verein strengere Vorschriften als die allgemeinen Regeln des BGB aufstellen.

(Photo credit should read DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)

Des Weiteren ist der DFB aufgrund des Grundrechts der Vereinigungsfreiheit gem. Art. 9 des Grundgesetztes im Rahmen der sog. „Verbandsautonomie“ berechtigt, innerhalb des Verbands Sonderregeln aufzustellen. Die DFL (und damit Hertha BSC) wiederum hat sich im Rahmen diverser Vereinbarungen, unter anderem des „Grundlagenvertrag zwischen DFB und DEL e.V.“ den Regelungen des DFB unterworfen.

Aufgrund dieser Verbandsautonomie ist es dem DFB beispielsweise gestattet, die Teilnahme an seinen Wettbewerben an gewissen Regeln wie dem Lizensierungsverfahren der Profiklubs zu knüpfen. Er kann seine Mitglieder zu bestimmten Verhaltensweisen, wie zum Beispiel einem sportlichen Verhalten auf dem Spielfeld, anweisen und das Nichtbefolgen unter Strafen stellen. Gleichzeitig muss der DFB sich als Mitglied der FIFA den Regeln ebenjener unterordnen. Aus diesem Grund müssen die Mitgliedsvereine der DFL Regeln wie die Abstellungspflicht für Länderspiele akzeptieren und dürfen Nationalspieler die Reise zu den entsprechenden Spielen nicht verwehren.

Das „3+2“-Modell der Profivereine

Einige mögen sich jetzt fragen, was die ganze Thematik denn mit Profiverträgen für Jugendspieler zu tun hat. Die Antwort ist sehr simpel: Der DFB hat in §22 Nr. 7.1 seiner Spielordnung (der sich die Vereine wie oben bereits beschrieben unterordnen müssen) geregelt, dass mit minderjährigen Spielern lediglich Förderverträge abgeschlossen werden dürfen. Aufgrund von §22 Nr. 1 der Spielordnung ist die Laufzeit eines Vertrags mit einem Spieler unter 18 Jahren zusätzlich auf maximal drei Jahre beschränkt. Für alle volljährigen Spieler beträgt die maximale Laufzeit hingegen fünf Jahre.

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Herthas frischester Profi: U19-Kapitän Mesut Kesik, der im Sommer zu den Profis stoßen wird. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

Die gängige Praxis der deutschen Profivereine ist daher, das sogenannte „3+2“-Modell zu nutzen. Dies bedeutet, dass mit dem Spieler ein dreijähriger Fördervertrag mit der Option auf einen zweijährigen Anschlussvertrag ab Eintritt in die Volljährigkeit geschlossen wird. Mit Blick auf die Regeln des BGB zum Minderjährigenschutz (siehe oben) ist dieses Vorgehen wie bereits auch dargestellt auch zulässig, solange der gesetzliche Vertreter diesem Vertrag zustimmt.Es ist stark zu vermuten, dass sich Hertha BSC ebenfalls dieses Modelles bedient. Mit den Spielern der Akademie wird also mit Eintritt in die U15 bzw. U16 ein solcher Fördervertrag inkl. Anschlussvertrag unterschrieben, der sie im Regelfall bis zum Saisonende der Saison, in der sie 20 Jahre alt werden an den Verein bindet.

Damit wäre jedoch noch immer nicht geklärt, warum Hertha Spieler wie Netz und Samardzic bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag ziehen lassen musste. Bei zwei Jahren verbleibender Vertragszeit haben Verein üblicherweise die Karten in der eigenen Hand und können eine deutlich höhere Ablösesumme verlangen, als dies bei einer einjährigen Restlaufzeit der Fall wäre.

Der Bruch des DFB mit den FIFA-Regeln

Hier kommt jedoch das Reglement der FIFA ins Spiel, welches im Falle einer Kollision mit den Verbandsregeln des DFB den Vorzug erhalten würde. Das bedeutet konkret: Die FIFA stellt in Artikel 18.2 ihres Regelwerkes eindeutig klar: „Für Spieler unter 18 Jahren beträgt die maximale Laufzeit eines Vertrags drei Jahre. Klauseln mit längerer Laufzeit werden nicht anerkannt.“

Dies hat zur Folge, dass das „3+2“-Modell streng genommen einen Rechtsbruch gegenüber den Regeln der FIFA darstellt, da der zweijährige Anschlussvertrag als eine “Klausel mit längerer Laufzeit“ zu interpretieren ist. Dies ist dem DFB, der DFL und den Vereinen natürlich bewusst. Die Nachwuchskicker haben demzufolge ein starkes Instrument an der Hand, um einen Wechsel kurz nach Eintritt in die Volljährigkeit zu forcieren.

Sollte ein Verein auf Erfüllung des zweijährigen Anschlussvertrages bestehen, könnte ein Jugendspieler diesen vermutlich mit großer Erfolgsaussicht im Rahmen eines Rechtsstreits beseitigen können. Um ein solches Szenario und die Erschaffung eines Präzedenzfalls zu vermeiden, nehmen die Vereine in diesem Fall lieber Abstand von diesem fragwürdigen Vertragskonstrukt und lassen die Spieler für eine vergleichsweise geringe Ablöse ziehen.

Perspektive bieten statt angreifbare Verträge abschließen

Der Grund für Erzwingung der Wechsel von Spieler wie Samardzic und Netz findet sich also recht klar im Reglement des Fußballweltverbandes. Die Vereine haben dadurch rechtlich eher wenig Macht über den Verbleib ihrer ausgebildeten Talente. Im Sinne des Schutzes der minderjährigen und von allen Seiten leicht beeinflussbaren Jugendspieler vermutlich eine sinnvolle Regelung, um einer Übervorteilung durch die Vereine entgegen zu wirken. Dass dadurch andere Vereine oder von finanziellen Interessen getriebene Eltern und Berater in eine starke Verhandlungsposition rücken, ist leider die Kehrseite der Medaille.

Den Ausbildungsvereinen wie Hertha bleibt jedoch ein anderes Mittel, die Spieler zu halten: Durch das Aufzeigen einer klaren Perspektive und einer aktiven Einbindung in den Profikader. Sofern der Spieler die Aussicht auf eine sportlich zielführende Weiterbildung im Ausbildungsvereine sieht, gibt es für ihn deutlich weniger Gründe zu wechseln, als wenn er die Befürchtung hat nicht auf die Einsatzzeiten zu kommen, die gerade für einen jungen Spieler so eminent wichtig sind. Und nach den Entwicklungen der Talente rund um die „Goldene Generation“ kann es durchaus nachvollziehbar sein, dass Samardzic und Netz ungeachtet der finanziellen Gründe auch einen sportlichen Anreiz hatten, Hertha BSC zu verlassen.

(Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Es liegt damit in der Verantwortung der sportlichen Leitung, des Managements und auch der Trainer, Talente an den Verein zu binden und eine Perspektive aufzuzeigen. Bei Linus Gechter und auch Spielern wie Marton Dardai war dieses Vorgehen anscheinend mit Erfolg gekrönt. Es bleibt zu hoffen, dass der Staff rund um Fredi Bobic und Pablo Thiam (Leiter der Akademie) diesen Weg weiter ebnet und ausbaut. Denn nur in diesem Fall werden sich die kommenden Toptalente für ein langfristiges Engagement auch über den 18. Geburtstag hinaus bei Hertha BSC begeistern können.

Wer sich für viele weiteren Themen der rechtlichen Grundlagen rund um die Bundesliga bzw. Profifußball generell interessieret, dem kann ich übrigens diesen Beitrag auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung wärmstens empfehlen.

[Titelbild: Frederic Scheidemann/Getty Images]

Pressekonferenz vor Hoffenheim: Gute Trainingsleistungen endlich auf den Platz bringen

Pressekonferenz vor Hoffenheim: Gute Trainingsleistungen endlich auf den Platz bringen

Hinter Hertha BSC liegt eine verrückte Woche: Korkut raus, Magath geholt, Toptalent verlängert, Magath mit Corona infiziert. Doch was auf den ersten Blick verrückt wirkt, ist für die „Alte Dame“ schon fast Normalität geworden. Bei all den Nebengeräuschen kann das eigentlich Wesentliche schnell aus dem Blick geraten: Bundesliga am Wochenende. Und mit der TSG aus Hoffenheim kommt eine Mannschaft, die den Kampf um die Champions League Plätze dieses Jahr mit anführt.

Unser Artikel zur Pressekonferenz vor dem Spiel

Premiere für Magath – ohne den Cheftrainer selbst

Nachdem am Anfang der Woche Felix Magath als neuer Cheftrainer vorgestellt, war der Schock zu Beginn groß. Doch nach anfänglicher Skepsis wandelte sich das Bild: Magath zeigte sich auf der Antritts-Pressekonferenz sortiert, selbstbewusst und reflektiert. Doch am Donnerstag kam dann die Meldung, dass sich der neue Übungsleiter mit dem Coronavirus infiziert hat, das Spiel am Samstag wird er nicht an der Seitenlinie betreuen können. „Ich bin froh, dass die Geschäftsstelle steht, weil ich gedacht hab, heute kommt ein Komet runter und trifft genau die Geschäftsstelle“, muss Manager Bobic die Situtation mit etwas Galgenhumor kommentieren. „Es ist schon so, dass wir vieles mitnehmen gerade“, führt er weiter aus.

Durch den Ausfall von Magath kommt dessen Co, Mark Fotheringham, zu seiner Premiere als verantwortlicher Trainer am Spieltag. Der Schotte machte auf der Presskonferenz vor dem Spiel einen äußerst sympathischen Eindruck, gab alle Antworten in fließendem Deutsch. Laut Bobic geht es Magath den Umständen entsprechend gut, der Cheftrainer werde über die digitalen Möglichkeiten, die es heutzutage gebe, das Spiel mitsteuern. Doch auch wenn Magath mit Spielern in der Kabine und Trainerstab auf der Bank kommunizieren kann, das unmittelbare Interagieren an der Seitenlinie wird zugleich Aufgabe und Chance für Fotheringham sein. Der Sportvorstand spricht ihm dafür sein Vertrauen aus: „Die Rückendeckung kriegt er zu 1000%, ich mache mir deswegen keinen großen Kopf.“

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Gute Trainingsleistung endlich auf den Platz bringen

Ähnlich wie Korkut hat auch Fotheringham das sehr gute Training der Mannschaft fast mantra-artig die gesamte Pressekonferenz über wiederholt: „Ich bin beeindruckt von den Jungs. Bei allem was wir gemacht haben waren die Jungs voll wach. Unser Ziel war, dass wir alles in höherer Intensität machen und ich bin sehr zufrieden, was wir bis jetzt gemacht haben“ Doch er schiebt direkt hinterher: „Aber wichtig ist, dass wir diese Leistung auch am Wochenende auf dem Platz bringen und wir diese drei Punkte für Hertha holen.“ Und auch Bobic bekräftigt das: „Wir müssen diese Emotionalität auch über 90 Minuten im Pflichtspiel haben, nicht nur im Training.“

Hinsichtlich der Aufstellung wollte sich Fotheringham derweil noch nicht in die Karten schauen lassen: „Wichtig ist, dass wir schauen, wie das Training heute ist. Ich muss schauen wie die Leistung ist, wir wollen, dass die Spieler richtig griffig sind.“ Insbesondere wolle er sich auch nochmal mit seinem Cheftrainer absprechen. Und auch wer im Tor stehen wird, steht noch nicht fest: „Was ich bis jetzt gesehen habe sind drei richtig guter Torwarte, auch mit den jungen Torwarten.“ Klar ist, dass Rune Jarstein und Kelian Nsona definitiv nicht zu Verfügung stehen werden, beide befinden sich nach wie vor im Aufbautraining.

(Photo by Boris Streubel/Getty Images)

Champions League Anwärter aus Sinsheim

Dass es kaum eine schwierigere Aufgabe für das neue Trainerteam geben kann als den kommenden Gegner, ist auch Fotheringham selbst bewusst: „Eins ist klar, wir müssen Hoffenheim richtig viel Respekt geben, das ist eine gute Mannschaft.“ Zu Beginn der Saison, als an ein Engagement bei Hertha noch überhaupt nicht zu denken war, schaute er bereits selbst als Zuschauer im Stadion bei Hoffenheim zu und hat sich mit eigenen Augen von der Qualität dieser Mannschaft überzeugt: „Sie sind sehr flexibel, spielen sehr variabel, wir müssen uns richtig konzentrieren.“ „Gegen so einen Gegner, bei dem gerade fußballerisch alles etwas leichter läuft und vielleicht auch viel mehr Spaß dabei ist, muss es eine komplett andere Körpersprache sein als im letzten Heimspiel“, sagt auch Fredi Bobic. Er spielt dabei noch einmal darauf an, dass die Spieler es endlich schaffen müssten, die Emotionalität aus dem Training mit in ein Pflichtspiel in der Bundesliga zu nehmen.

Ob die Mannschaft dies endlich leisten kann, werden sich wie bereits gegen Frankfurt 25.000 Zuschauer im Olympiastadion anschauen. Hoffentlich können sie sich vom selbstbewussten Fotheringham für das Spiel anstecken lassen: „Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen.“

[Titelbild: Boris Streubel/Getty Images]

Felix Magath – Altmeister trifft auf „Alte Dame“

Felix Magath – Altmeister trifft auf „Alte Dame“

Es sind wilde Zeiten bei Hertha BSC. Trainer Tayfun Korkut wurde nach nur nach nur 14 Spielen entlassen. Mit Felix Magath kehrt ein alter Hase zurück auf die Trainerbank in der Bundesliga. Eine Lösung, mit der wohl niemand gerechnet hat. Fredi Bobic muss derweil endlich zeigen, dass er die richtigen Entscheidungen trifft, sonst wird man im Sommer vor der Mission „Direkter Wiederaufstieg“ stehen.

Unsere erste Einschätzung nach Magaths Antritts-Pressekonferenz

Ein kleines mediales Beben

Es war DIE Meldung in Fußballdeutschland am späten Sonntagabend: Trainerlegende Felix Magath kehrt in die Bundesliga zurück. Er soll die abstiegsbedrohte „Alte Dame“ vor dem Gang in die zweite Liga bewahren und damit Stand jetzt ein kleines Fußballwunder bewirken. Dies ist Magath natürlich auch bewusst: „Es geht darum, dass der Klub in einer Situation ist, wo er breite Unterstützung braucht.“ Dabei nimmt er einerseits die Mannschaft, andererseits aber auch das gesamte Umfeld inklusive Fans in die Pflicht: „Jeder muss da mitmachen. Jeder sollte in den letzten acht Spielen mithelfen, dass dieser Verein in der Bundesliga bleibt.

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(Photo credit should read PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images)

Der erste Eindruck von Magath selbst ist durchaus ein positiver: Entspannt und schmunzelnd sitzt er da, vielleicht genießt er auch ein klein wenig den Rummel um seine Person nach Jahren der Abstinenz in Deutschlands höchster Spielklasse. Dass die Rückkehr nicht unbedingt geplant war, gibt Magath unumwunden zu. Gleichzeitig stellt er aber klar: „Ich kann nicht anders. Ich bin Fußballer, ich will Fußball, ich liebe Fußball“. Er habe sein gesamtes Leben fast nichts anderes gemacht. Vielleicht braucht die Mannschaft nach dem zwar sympathischen und netten, aber eben nicht gerade emotionalen Korkut genauso so einen Typ.

Mannschaft erfährt von Magath aus den Medien

Wie die erste Reaktion ebenjener Mannschaft auf die Verkündung ihres neuen Cheftrainers war, kann man nur ahnen. Manager Bobic teilte den Spielern am Sonntagvormittag mit, dass ab der kommenden Woche ein neuer Übungsleiter auf dem Schenckendorffplatz das Sagen haben würde, wer genau das sein wird, ließ er dabei jedoch noch offen. „Schaut immer auf eure Handys, weil da guckt ihr oft rauf“ waren die Worte, mit denen er denen er sie anschließend in den trainingsfreien Montag schickte.

Nach der Verkündung dürfte dann vor allem das Handy von Peter Pekarik geglüht haben. Der Routinier arbeitete bereits 2009 mit Felix Magath zusammen, damals wurde man Deutscher Meister. „Ich denke mal, dass sich der ein oder andere Spieler jetzt schon bei ihm erkundigt hat, wie schön das in den nächsten Tagen wird“ vermutet auch Magath, der sich nach diesem Satz süffisant schmunzelnd zurücklehnte. Eine Verhaltensweise, die bei der Mannschaft in der näheren Zukunft sicher nicht auftreten wird.

Diese Trainerentscheidung von Bobic muss sitzen

Nach der dringend benötigten Trennung von Tayfun Korkut muss Bobic sich zunehmend die Frage stellen lassen, ob er die richtigen Entscheidungen trifft. „Man kennt sich natürlich über die Jahre“ ist beim Sportvorstand der „Alten Dame“ ein Muster, dass sich auch in der Verpflichtung von Magath findet.

Dass der neue Trainer jedoch ein ganz anderer ist als der letzte, steht nicht zur Debatte. „Wir brauchen einen Trainer mit einer starken Persönlichkeit, jemand der sich für Disziplin einsetzt und eine klare und harte Hand zeigt“, erläutert Bobic. Charaktereigenschaften die wohl auf keinen so sehr zutreffen, wie auf Felix Magath.

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Doch klar ist auch, sollte auch der bereits zweite Trainerwechsel der laufenden Saison scheitern, muss sich der Manager damit auseinandersetzen, dass er der Verein in die zweite Liga geführt und damit auch seinen letzten verbliebenen Kredit bei den Fans vollständig verspielt hat.

Die berüchtigten Trainingsmethoden des Felix M.

Von Medien und Fans zum Teil „Quälix“ genannt, gibt es kaum einen Trainer, der mehr auf körperliche Arbeit und Disziplin setzt als Felix Magath. Er rechtfertigt diesen Ansatz: „Disziplin gehört halt nun mal zum Sport, das habe ich doch nicht erfunden. Und wenn man Mannschaftssport betreibt, dass muss man halt auf den Mitspieler Rücksicht nehmen.“ Und er schiebt nach: „Die Spieler müssen begreifen, dass Disziplin zum Mannschaftssport gehört.“

Mit Blick auf den von außen gesehen gefühlt immer noch fehlenden Mannschaftsgeist bei Hertha könnte Magath eventuell genau der Trainer sein, den es braucht, um dieses Problem zu beheben. Auf die Nachfrage, welchen Wert er auf die Infrastruktur des Trainingsgeländes legt, antwortet der neue Übungsleiter: „Es war mir immer völlig egal, ob nur ein Hang oder eine Treppe da war oder ob dann ein Hügel gebaut wurde. Es ging immer nur darum, die Spieler optimal zu trainieren.“ Eins scheint aber klar zu sein: genau wie die Spieler bei seinen vergangenen Stationen werden sich auch die Herthaner auf kräftezehrende Einheiten einstellen dürfen.

Mark Fotheringham wird Co-Trainer unter Magath

Unterstützt wird Magath dabei von Mark Fotheringham, den er aus seiner Zeit beim FC Fulham noch kennt: „Ich habe bei der Auswahl Wert darauf gelegt, dass ich einen Mann an meiner Seite habe, der ein bisschen jünger als ich ist und näher an den Spielern dran ist.“ Fotheringham könne aufgrund seiner bisherigen Co-Trainer Station in Karlsruhe und Ingolstadt außerdem perfekt deutsch sprechen.

Man darf also auf das erste Spiel unter dem neuen Trainer am kommenden Wochenende gegen die TSG Hoffenheim gespannt sein, auch mit einem Punkt wäre Magath für den Beginn zufrieden. Ob in der anschließend stattfindenden Länderspielpause ein Trainingslager stattfindet, überlässt der Coach, erneut mit einem Schmunzeln, derweil den Akteuren auf dem Feld: „Wenn die Spieler mich darum bitten, dann würde ich das machen.“ Die Fans würden das den Spielern nach den letzten Auftritten sicherlich gönnen.

[Titelbild: Jamie McDonald/Getty Images]